Ein Missionar erzählt:
“Kurz vor Weihnachten flog ich nach Korf im Korjakenbezirk. Ich hatte vor den Bewohnern dort die Botschaft von Jesus zu verkünden.Nachdem ich durch das ganze Dorf durchgelaufen war und die Literatur verteilt hatte, wollte ich wieder heimfliegen. Doch genau dann brach ein Schneesturm los. Da der Sturm tagelang anhielt, musste ich Weihnachten allein in einem Hotel verbringen, in dem die Ratten hausten.”Herr, warum hälst du mich hier fest? Habe ich etwas falsch gemacht?” Ich ging in mich und prüfte meine Motivation.
Wie gerne wäre ich wenigstens an Neujahr zu Hause gewesen. In dieser schweren Situation mahnte mich eine innere Stimme: “Nimm deine Bibel und geh ins Dorf.” Ich lief durch den Ort und der Herr lenkte meine Schritte zu einer bestimmt Wohnungstür.Genau diese hatte ich vorher wohl übersehen.Was ich dann dort erleben durfte, machte alle Unannehmlichkeiten ganz klein.
Auf mein Klopfen an der Tür öffnete misstrauisch eine ältere Frau. Freundlich grüßend sagte ich: “Ich will ihnen von Gott erzählen. Jesus hat sie lieb! Bei diesen Worten traten sofort Tränen in ihre Augen.”Sind Sie gläubig?”: Fragte sie mich und bat mich herein.
Dann erzählte sie ihre Lebensgeschichte.Diese Frau, sie hieß Jewdokia, wuchs in einer gläubigen Familie in Belarus auf. Sie war damals ein hübsches Mädchen und wollte ihr Leben ohne Gott so richtig genießen, darum lief sie von zu Hause weg. Zuerst zog sie dann ins moslemische Usbekistan. “Hier wird mich sicher keiner an Gott erinnern”, dachte sie. Doch als sie dann in Taschkent eine Arbeitsstelle bekam und ihr Zimmer im Wohnheim betrat, sah sie dort ein junges Mädchen kniend beten!
“Selbst hier hat man keine Ruhe von den Gläubigen!”Entrüstet zog Jewdokia schon nach einem Monat weiter ins Gebiet Tula um, wo sie in einer Kantine Arbeit fand. Eines Tages fiel ihr ein junger Mann auf, der vor dem Essen betete! Als er ihr dann auch noch ein Mini-Evangelium anbot, war sie geschockt.Es war für sie nicht zum Aushalten. Überall traf sie diese Gläubigen. Aber ich will frei sein. Danach erfuhr sie, dass auf der Insel Kamtschatka Arbeiter gesucht werden. Sie zog dorthin. Dort hörte sie tatsächlich eine lange Zeit nichts mehr von Gott. Jewdokia machte dort Karriere, doch das Glück fand sie nicht. Ihre beiden Ehen gingen in die Brüche und nun musst sie ihren Lebensabend in der Ferne allein verbringen…..
Sie fragte den Missionar: “Ist es denn möglich, dass der Herr noch Gnade für mich hat?” Er laß ihr laut von der Bibel vor und versicherte ihr, dass der Himmlische Vater immer noch liebend auf sie wartet. Darauf hin fiel sie auf ihre Knie und tat reumütig Buße über ihr verpfuschtes Leben. Nach dieser wunderbaren Umkehr zum Himmlischen Vater konnte der überglückliche Missionar dann doch noch vor Neujahr nach Hause fliegen.
Nun ist Jewdokia ein frohes Gotteskind, dankbar und froh setzt sie sich für die Verbreitung des Evangeliums ein.Sie verteilt Traktate und unterstützt die christlichen Einsätze in den umliegenden Orten.Lieber Freund, lieber Leser: Jesus liebt auch dich! Suche nicht die das Weite von Gott, sondern laufe in Seine liebenden Arme. Er sucht dich, er wartet auf dich und vergibt Dir Deine Schuld, wenn du ihm deine Sünden bekennst! (Zeugnis aus einem Kalenderblatt)
“Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.” Psalm 139
