Wie das Christentum die Welt veränderte.

Ich habe vor kurzem das Buch gelesen „Wie das Christentum die Welt veränderte“. Da wird berichtet vom alten Rom. Das alte Rom, die Spätzeit des römischen Reiches, war geprägt von Reichtum über Reichtum. Sie hatten den ganzen Mittelmeerraum erobert und aus allen Ländern bekamen sie Steuern und Gelder, die nach Rom flossen. Die Römer haben sich daran gewöhnt, dass sie gar nicht zu arbeiten brauchten. Dann forderten sie vom Kaiser „Brot und Spiele“. Und der Kaiser hat ihnen Brot gegeben. Sie hatten Wohlstand, beinahe so gut wie in Deutschland. Und sie haben Spiele gehabt. Spiele hieß, wir wollen sehen, wie im Kolosseum dort, in den großen Arenen, Menschen gegeneinander kämpfen. Schwertkämpfe. Wenn ein Kämpfer mit dem Schwert den anderen niedergestochen hat und der todwund am Boden lag, dann jubelte die Menge dem Sieger zu, wie es heute die Menschen tun, wenn ein Tor gefallen ist. So entmenschlicht war das, dass man sich freuen konnte über den, der den anderen todgestochen hat und überhaupt nicht an den denkt, der da unten am Boden liegt.
Ein Leben galt nicht viel damals in Rom. Ein Vater konnte entscheiden, ob das Kind, das seine Frau gebar, am Leben blieb oder nicht. Wenn nicht, dann wurde es beseitigt, wie heute auch. Das ist ein Zeichen von Dekadenz, vom Zerfallen einer Gesellschaft. Spaß war angesagt. Es war eine reine Spaßgesellschaft. Wie hat man Spaß? Mit Sex! Mit völlig zuchtlosem Sex, wie es einem gefiel, sogar mit Tieren, öffentlich. Und es gab nur wenig gesunde Familien, nur wenig gesunde Ehen.
Dann kamen die Germanen und haben das römische Reich beendet. Aber kurz davor kam eine neue Bewegung in das römische Reich, und das war das Christentum. Es war unter den Nöten und Verfolgungen stark geworden und hat sich stark ausgebreitet. So hat das Christentum Rom innerlich durchzogen. Dann besiegten die Germanen das römische Reich. Und dann sind die Germanen Christen geworden durch die Christen, die dort lebten.
Das ist immer der beste Weg der Mission, wenn die Gemeinde missioniert, wenn die Gemeinde ein christliches Vorbild gesunden Familienlebens ist. Das ist es, was dort geschehen ist. Dadurch wurde dann langsam Europa zu einem Kontinent mit einer christlichen Kultur. Wenn das auch alles ziemlich äußerlich war – es ist doch eine christliche Kultur entstanden, die immer noch besser war als in anderen Teilen dieser Welt.
Gibt es eine christliche Kultur? Wir wissen, vieles blieb äußerlich. Und doch sind wir von daher vom Christentum geprägt. Wo Vergebung der Sünden praktiziert wird, da kann Liebe sich entfalten und Frieden werden im Land.(Uwe Holmer)

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