Woher kommen Kriege?

Martyn Loyd-Jones gibt AntwortWoher kommen Kriege und woher Streitigkeiten unter euch? Nicht daher: Aus euren Lüsten, die in euren Gliedern streiten? – Jakobus 4,1
Die konkrete Frage „Warum lässt Gott Kriege zu?“ wird also solche in der Bibel überhaupt nicht erwogen oder gestellt. Der von uns ausgewählte Bibeltext kommt der Frage am nächsten; denn er stellt die Frage nach dem Ursprung, der Ursache des Krieges.

Wie Jakobus uns erinnert, sind die letztendlichen Ursachen von Krieg Lust und Begierde; diese Unruhe, die als Folge der Sünde ein Teil von uns ist; dieses starke Verlangen nach dem, was verboten ist, und nach dem, was wir nicht bekommen können. Es zeigt sich auf vielfältige Weise, sowohl im persönlichen, individuellen Leben, als auch im Leben von Nationen. In genau derselben Weise, in der es zu persönlichem Streit und Unfrieden führt, führt es zum Krieg zwischen Nationen.

Die Bibel isoliert Krieg nicht, als ob er etwas Separates, Einzigartiges und ganz Fernes wäre, wie wir in unserem Denken dazu neigen. Es ist nur eine der Manifestationen der Sünde, einer der Konsequenzen der Sünde.

1) Gott lässt Kriege zu, damit die Menschen die Folgen ihrer Sünden als Strafe erleiden.
Wie deutlich sehen wir das immer wieder in der Geschichte der Kinder Israels! Sie waren Gott ungehorsam und missachteten seine heiligen Gesetze. Eine Zeitlang ging alles gut. Aber dann begannen sie zu leiden. Gott entzog ihnen seine schützende Hand und sie waren ihren Feinden ausgeliefert.

Jede schmerzliche Folge der Sünde ist Teil der Strafe, die für Sünde verhängt wird. Aber jemand mag den Einwand erheben und fragen: „Aber warum leiden die Unschuldigen?“

Als Erstes, so etwas wie einen Unschuldigen gibt es nicht. Wir sind alle Sünder. Aber darüber hinaus, müssen wir nicht nur die Folgen unserer eigenen persönlichen Sünde ernten, sondern auch die Sünden der ganzen Menschheit; und auf einer kleineren Ebene, die Sünde unseres Landes oder unserer Gruppe oder unserer Regierung.

Das Evangelium rettet uns als Einzelne; aber das heißt nicht, dass wir aufhören, Mitglieder des Staates und Teil der ganzen Menschheit zu sein. Wir genießen die gleiche Sonne und den gleichen Regen wie andere Menschen und wir sind den gleichen Krankheiten ausgesetzt. Wir unterliegen den gleichen Prüfungen, einschließlich des Krieges. Daher passiert es, dass Unschuldige einen Teil der Strafe für Sünden, für die sie nicht direkt verantwortlich sind, erleiden müssen.

2) Gott lässt Kriege zu, damit der Mensch durch sie deutlicher als je zuvor sehen möge, was Sünde wirklich ist.
In Friedenszeiten haben wir die Tendenz, die Sünde leicht zu nehmen und optimistische Ansichten über die menschliche Natur zu haben. Krieg offenbart den Menschen die Möglichkeiten innerhalb der menschlichen Natur. Eine Zeit der Krise und des Krieges ist keine Zeit für oberflächliche Verallgemeinerungen und für rosigen, optimistischen Idealismus. Es zwingt uns dazu, die Fundamente des Lebens zu überprüfen. Es bringt uns dazu, die direkten Fragen zu konfrontieren, was in unserer menschlichen Natur ist, das zu solchen Katastrophen führt.

Die Erklärung kann nicht nur in den Taten gewisser Menschen gefunden werden. Es ist etwas, das tief im Herzen der Menschen ist, im Herzen aller Menschen. Es ist die Selbstsucht, der Hass, die Eifersucht, der Neid, die Bitterkeit und die Bosheit, die im menschlichen Herzen sind, die sich in der Person und in den sozialen Beziehungen des Lebens zeigen und sich dann auf nationaler und internationaler Ebene manifestieren. Im persönlichen Bereich haben wir die Tendenz, sie zu entschuldigen und wegzuerklären. Aber auf größerer Ebene werden sie viel offensichtlicher.

Was der Mensch durch das Predigen des Evangeliums in einer Zeit des Friedens sich weigert anzuerkennen und zu lernen, das offenbart Gott ihm, indem er Kriege zulässt und ihm dadurch seine wahre Natur vor Augen führt und die Folgen seiner Sünde. Was der Mensch verweigert und zurückweist, wenn es ihm durch die Hand der Liebe angeboten wird, nimmt er oft an, wenn es ihm durch das Mittel der Not überbracht wird.

3) All das bringt uns zum endgültigen Zweck (warum Gott Kriege zulässt), der darin besteht, uns zurück zu Gott zu führen.

Keine Aussage finden wir häufiger im Alten Testament als eine Beschreibung der Kinder Israels mit den Worten „in ihrer Not und Verzweiflung schrieen sie zum Herrn“. Das trifft auch heute noch auf uns zu.

In der Tat, wenn ich über die menschliche Natur und menschliches Leben nachdenke – was mich erstaunt ist nicht, warum Gott Krieg erlaubt und zulässt, sondern die Geduld und Langmut Gottes. O, welch eine erstaunliche Geduld hat Gott mit dieser sündigen Welt! Wie wunderbar ist seine Liebe! Er sandte seinen geliebten Sohn in unsere Welt, um für uns zu sterben und uns zu retten; und weil der Mensch dies nicht sehen kann und nicht sehen will, erlaubt und lässt er solche Dinge wie Kriege zu, um uns zu züchtigen und zu strafen; um uns zu lehren, und uns unserer Sünden zu überführen; und mehr als alles andere, um uns zu Reue und zur Annahme seines großzügigen Angebotes zu rufen.

Die wichtige Frage für uns lautet daher nicht: „Warum lässt Gott Kriege zu?“ Die Frage für uns ist, sicherzustellen, dass wir die Lektion lernen und vor Gott die Sünde in unserem Herzen und in der ganzen Menschheit bereuen, die zu solchen Folgen führt. Möge Gott uns um seines Namens willen Verständnis und eine echte Gesinnung der Reue schenken.

Kommentare

  1. wellvita

    Islamischer Extremismus weltweit größte Bedrohung

    Von: Evangelische Nachrichtenagentur idea
    M ü n c h e n (idea) – Der islamische Extremismus stellt weltweit und auch in Deutschland die größte Bedrohung der inneren Sicherheit dar. Das sagte der bayerische Innenminister Günther Beckstein bei der Vorstellung des Halbjahresberichts des bayerischen Verfassungsschutzes am 7. August in München.

    Trotz erheblicher polizeilicher und militärischer Maßnahmen seien die islamistischen Terrornetzwerke nach wie vor handlungsfähig. „Auch wenn es derzeit keine konkreten Hinweise für Anschlagsplanungen in Deutschland gibt, besteht weiterhin eine erhebliche Gefahr terroristischer Anschläge durch islamistische Extremisten“, so Beckstein. Zwischenzeitlich sei die Gefahr von Attentaten durch in Deutschland entstandene Netzwerke größer als die Gefahr, die unmittelbar von der Terrororganisation El Kaida ausgehe.

    Islamisten wollen Politiker bekehren

    „Erkennbare Radikalisierungstendenzen“ zeigen sich Beckstein zufolge auch unter „islamistischen Missionaren und Wanderpredigern“. Das gelte etwa für die Gemeinschaft der Tablighi Jamaat (TJ), deren Ziel eine Islamisierung der Gesellschaft sei. „Auch diese Organisation lehnt nach außen hin Gewalt ab, aber es gibt zahlreiche Hinweise, dass Personen unter dem Einfluss von Tablighi Jamaat radikalisiert werden und sich in der Folge militanten Gruppierungen angeschlossen haben“, so Beckstein. Bei einem Treffen dieser Gemeinschaft hatten sich im Frühjahr rund 700 Anhänger in einer Berliner Moschee versammelt. Prediger forderten sie auch dazu auf, ihre Missionstätigkeit auf Deutsche auszuweiten, und mit Entscheidungsträgern und Politikern in Kontakt zu treten.

    Scientology blieb weitgehend erfolglos

    Vom bayerischen Verfassungsschutz weiter beobachtet wird auch die Scientology-Organisation. Ein Schwerpunkt sei, mit Nachhilfeangeboten für Kinder und Jugendliche Mitglieder zu werben. „Scientology ist ganz gezielt auf dem Nachhilfemarkt aktiv geworden“, so Beckstein. Man wolle Jugendliche und ihre Eltern für Scientology interessieren, um sie letztlich anzuwerben. Trotz insgesamt 106 Informationsständen und Veranstaltungen, die Scientology allein im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in Bayern durchgeführt habe, sei die Organisation mit ihrer Mitgliederwerbung aber weitgehend erfolglos geblieben.

    http://www.idea.de

    Wann wird man je versteh´n ? WANN wird man je versteh´n… Die ANTWORT… weiss ganz allein der Wind…

  2. wellvita

    IN DER WAHRHEIT LIEGT DER FRIEDE

    Wer und was kann die Verwirklichung des Friedens verhindern? In diesem Zusammenhang betont die Heilige Schrift in ihrem ersten Buch, der Genesis, die Lüge, die zu Beginn der Geschichte von dem doppelzüngigen Wesen ausgesprochen wurde, das der Evangelist Johannes als den »Vater der Lüge« bezeichnet (Joh 8,44: “Ihr habt den Teufel zum Vater und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt. Er war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.”). Die Lüge ist auch eine der Sünden, welche die Bibel im letzten Kapitel ihres letzten Buches, der Offenbarung, erwähnt, um den Ausschluß der Lügner aus dem himmlischen Jerusalem anzukündigen: »Draußen bleibt … jeder, der die Lüge liebt und tut« (Offb 22,15). Mit der Lüge ist das Drama der Sünde mit ihren perversen Folgen verbunden, die verheerende Auswirkungen im Leben der Einzelnen sowie der Nationen verursacht haben und weiter verursachen. Man denke nur daran, was im vergangenen Jahrhundert geschehen ist, als irrige ideologische und politische Systeme die Wahrheit planmäßig verfälschten und so zur Ausbeutung und Unterdrückung einer erschütternden Anzahl von Menschen führten, ja, sogar ganze Familien und Gemeinschaften ausrotteten. Wie könnte man nach diesen Erfahrungen nicht ernstlich besorgt sein angesichts der Lügen unserer Zeit, die den Rahmen bilden für bedrohliche Szenerien des Todes in nicht wenigen Regionen der Welt? Die echte Suche nach Frieden muß von dem Bewußtsein ausgehen, daß das Problem der Wahrheit und der Lüge jeden Menschen betrifft und sich als entscheidend erweist für eine friedliche Zukunft unseres Planeten.

    Der Friede ist eine nicht zu unterdrückende Sehnsucht im Herzen eines jeden Menschen, jenseits aller spezifischen kulturellen Eigenheiten. Gerade deshalb muß jeder sich dem Dienst an einem so kostbaren Gut verpflichtet fühlen und sich dafür einsetzen, daß sich keine Form der Unwahrheit einschleicht, um die Beziehungen zu vergiften. Alle Menschen gehören ein und derselben Familie an. Die übertriebene Verherrlichung der eigenen Verschiedenheit steht im Widerspruch zu dieser Grundwahrheit. Man muß das Bewußtsein, durch ein und dasselbe, letztlich transzendente Schicksal vereint zu sein, wiedererlangen, um die eigenen historischen und kulturellen Verschiedenheiten am besten zur Geltung bringen zu können, indem man sich den Angehörigen der anderen Kulturen nicht entgegenstellt, sondern sich mit ihnen abstimmt. Diese einfachen Wahrheiten sind es, die den Frieden ermöglichen; sie werden leicht verständlich, wenn man mit lauteren Absichten auf das eigene Herz hört. Dann erscheint der Friede in neuer Weise: nicht als bloßes Nichtvorhandensein von Krieg, sondern als Zusammenleben der einzelnen Menschen in einer von der Gerechtigkeit geregelten Gesellschaft, in der so weit wie möglich auch das Wohl eines jeden von ihnen verwirklicht wird. Die Wahrheit des Friedens ruft alle dazu auf, fruchtbare und aufrichtige Beziehungen zu pflegen, und regt dazu an, die Wege des Verzeihens und der Versöhnung zu suchen und zu gehen sowie ehrlich zu sein in den Verhandlungen und treu zum einmal gegebenen Wort zu stehen. Besonders der Jünger Jesu, der sich vom Bösen bedroht fühlt und deshalb spürt, daß er das befreiende Eingreifen des göttlichen Meisters braucht, wendet sich vertrauensvoll an ihn in dem Bewußtsein, daß »er keine Sünde begangen hat und in seinem Mund kein trügerisches Wort war« (vgl. 1 Petr 2,22; vgl. auch Jes 53,9). Jesus hat sich nämlich als die Wahrheit in Person bezeichnet und in seinen Worten, die er in einer Vision an den Seher der Apokalypse richtete, tiefe Abneigung erklärt gegen jeden, »der die Lüge liebt und tut« (Offb 22,15). Er ist es, der die volle Wahrheit des Menschen und der Geschichte enthüllt. Mit der Kraft seiner Gnade ist es möglich, in der Wahrheit zu stehen und aus der Wahrheit zu leben, denn nur er ist völlig wahrhaftig und treu. Jesus ist die Wahrheit, die uns den Frieden gibt.

    Die Wahrheit des Friedens muß auch dann gelten und ihren heilsamen Lichtglanz zur Geltung bringen, wenn man sich in der tragischen Situation des Krieges befinden sollte. Die Internationale Gemeinschaft hat ein internationales Menschenrecht aufgestellt, um die verheerenden Folgen des Krieges vor allem für die Zivilbevölkerung so weit wie möglich zu begrenzen. Das humanitäre Völkerrecht ist zu den glücklichsten und wirkungsvollsten Ausdrucksformen jener Ansprüche zu rechnen, die sich aus der Wahrheit des Friedens ergeben. Gerade deshalb erscheint die Achtung dieses Rechtes notwendig als eine Pflicht für alle Völker. Sein Wert ist zu würdigen und seine korrekte Anwendung zu gewährleisten, indem es durch genaue Vorschriften aktualisiert wird, die imstande sind, den veränderlichen Gegebenheiten der modernen bewaffneten Konflikte sowie der Verwendung ständig neuer, immer hochentwickelterer Waffensysteme entgegenzutreten.

    Bis zum heutigen Tag ist die Wahrheit des Friedens immer noch auf dramatische Weise gefährdet und geleugnet durch den Terrorismus, der mit seinen Drohungen und seinen kriminellen Handlungen imstande ist, die Welt im Zustand der Angst und der Unsicherheit zu halten. Die Unbesonnenheit der Todespläne der Terroristen ist zu verurteilen. Solche Pläne sind nämlich von einem tragischen und erschütternden Nihilismus inspiriert, den Papst Johannes Paul II. mit folgenden Worten beschrieb: »Wer durch die Ausführung von Terroranschlägen tötet, hegt Gefühle der Verachtung für die Menschheit und manifestiert Hoffnungslosigkeit gegenüber dem Leben und der Zukunft. Alles kann aus dieser Sicht gehaßt und zerstört werden«.

    Nicht nur der Nihilismus, sondern auch der religiöse Fanatismus, der heute oft als Fundamentalismus bezeichnet wird, kann terroristische Vorhaben und Handlungen inspirieren und nähren. Da Johannes Paul II. von Anfang an die explosive Gefahr erahnte, die der fanatische Fundamentalismus darstellt, prangerte er ihn hart an und warnte vor der Anmaßung, anderen die eigene Überzeugung bezüglich der Wahrheit mit Gewalt aufzuzwingen, anstatt sie ihnen als ein freies Angebot vorzulegen. Er schrieb: »Die Anmaßung, das, was man selbst für die Wahrheit hält, anderen gewaltsam aufzuzwingen, bedeutet, daß dadurch die Würde des Menschen verletzt und schließlich Gott, dessen Abbild er ist, beleidigt wird«.

    Genau betrachtet, stehen der Nihilismus und der Fundamentalismus in einem falschen Verhältnis zur Wahrheit: Die Nihilisten leugnen die Existenz jeglicher Wahrheit, die Fundamentalisten erheben den Anspruch, sie mit Gewalt aufzwingen zu können. Obwohl sie verschiedenen Ursprungs sind und in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen beheimatete Erscheinungen darstellen, stimmen Nihilismus und Fundamentalismus überein in einer gefährlichen Verachtung des Menschen und seines Lebens und — im Endeffekt — Gottes selbst. An der Basis dieses gemeinsamen tragischen Resultates steht nämlich letztlich die Verdrehung der vollen Wahrheit Gottes: Der Nihilismus leugnet seine Existenz und seine sorgende Gegenwart in der Geschichte; der fanatische Fundamentalismus verzerrt sein liebevolles und barmherziges Angesicht und setzt an seine Stelle nach eigenem Bild gestaltete Götzen. Es ist zu wünschen, daß man sich bei der Analyse der Ursachen des zeitgenössischen Phänomens des Terrorismus außer den Gründen politischen und sozialen Charakters auch die kulturellen, religiösen und ideologischen Motive vor Augen hält.

    Angesichts der Gefahren, die die Menschheit in dieser unserer Zeit erlebt, ist es Aufgabe aller Christen, in allen Teilen der Welt das »Evangelium des Friedens« vermehrt zu verkündigen und stärker Zeugnis dafür zu geben sowie deutlich klarzustellen, daß die Anerkennung der vollständigen Wahrheit Gottes die unerläßliche Vorbedingung für die Stärkung der Wahrheit des Friedens ist. Gott ist Liebe, die rettet, ein liebevoller Vater, der sehen möchte, daß seine Kinder sich gegenseitig als Geschwister erkennen, die verantwortlich danach streben, die verschiedenen Begabungen in den Dienst des Allgemeinwohls der menschlichen Familie zu stellen. Gott ist eine unerschöpfliche Quelle der Hoffnung, die dem persönlichen wie dem kollektiven Leben Sinn verleiht. Gott, allein Gott läßt jedes gute Werk und jedes Werk des Friedens wirksam werden. Die Geschichte hat reichlich bewiesen, daß der Kampf gegen Gott, um ihn aus den Herzen der Menschen zu vertilgen, die Menschheit verängstigt und verarmt in Entscheidungen führt, die keine Zukunft besitzen. Das muß die Christgläubigen anspornen, überzeugende Zeugen des Gottes zu werden, der untrennbar Wahrheit und Liebe ist, indem sie sich in einer umfassenden Zusammenarbeit auf ökumenischer Ebene und im Kontakt mit den anderen Religionen sowie mit allen Menschen guten Willens in den Dienst des Friedens stellen.

    Die Autoritäten, die, anstatt alles zu tun, was in ihrer Macht liegt, um den Frieden wirksam zu fördern, in den Bürgern Gefühle der Feindseligkeit gegenüber anderen Nationen schüren, laden eine äußerst schwere Verantwortung auf sich: Sie setzen in besonders gefährdeten Regionen das sensible, in mühsamen Verhandlungen errungene Gleichgewicht aufs Spiel und tragen so dazu bei, die Zukunft der Menschheit noch unsicherer und verworrener zu gestalten. Und was soll man dann über die Regierungen sagen, die sich auf Nuklearwaffen verlassen, um die Sicherheit ihrer Länder zu gewährleisten?

    Gemeinsam mit unzähligen Menschen guten Willens kann man behaupten, daß diese Sichtweise nicht nur verhängnisvoll, sondern völlig trügerisch ist. In einem Atomkrieg gäbe es nämlich keine Sieger, sondern nur Opfer. Die Wahrheit des Friedens verlangt, daß alle — sowohl die Regierungen, die erklärtermaßen oder insgeheim Atomwaffen besitzen, als auch jene, die sie sich verschaffen wollen — mit klaren und festen Entscheidungen gemeinsam auf Gegenkurs gehen und sich auf eine fortschreitende und miteinander vereinbarte Atomabrüstung ausrichten. Die auf diese Weise eingesparten Geldmittel können in Entwicklungsprojekte zugunsten aller Einwohner, an erster Stelle der Ärmsten, investiert werden.

    Der Wunsch, der aus der Tiefe des Herzens aufsteigt, ist, daß die Internationale Gemeinschaft wieder den Mut und die Weisheit aufzubringen wisse, überzeugt und vereint die Abrüstung zu propagieren und so dem Recht auf Frieden, das jedem Menschen und jedem Volk zusteht, konkret zur Anwendung zu verhelfen. Wenn sich die verschiedenen Organe der Internationalen Gemeinschaft für die Rettung des Gutes des Friedens einsetzen, können sie jenes Ansehen wiedergewinnen, das unentbehrlich ist, um ihre Initiativen glaubwürdig und wirksam zu machen.

    Die Ersten, die aus einer überzeugten Entscheidung für die Abrüstung einen Vorteil ziehen werden, sind die armen Länder, die nach vielen Versprechungen zu Recht die konkrete Verwirklichung ihres Rechtes auf Entwicklung einfordern. Wir müssen uns alle immer wieder ins Gedächtnis rufen, daß der Friede, um authentisch und anhaltend zu sein, auf dem Fels der Wahrheit Gottes und der Wahrheit des Menschen aufgebaut sein muß. Allein diese Wahrheit kann die Herzen empfindsam für die Gerechtigkeit machen, sie der Liebe und der Solidarität öffnen und alle ermutigen, für eine wirklich freie und solidarische Menschheit zu arbeiten. Ja, allein auf der Wahrheit Gottes und des Menschen ruhen die Fundamente eines echten Friedens.

    Alle, die wir an Jesus Christus glauben, sind aufgefordert, aufmerksame und verfügbare Jünger des Herrn zu werden. Indem wir auf das Evangelium hören, lernen wir, den Frieden auf die Wahrheit eines täglichen Lebens zu gründen, das sich am Gebot der Liebe orientiert. Es ist notwendig, daß jede Gemeinde in einem intensiven und weit gestreuten Einsatz durch Erziehung und Zeugnis in jedem das Bewußtsein wachsen läßt für die Dringlichkeit, die Wahrheit des Friedens immer tiefer zu entdecken.

    Zugleich ist es wichtig, das Gebet zu verstärken, denn der Friede ist vor allem ein Geschenk Gottes, das unaufhörlich erfleht werden muß. Dank der göttlichen Hilfe wird die Verkündigung der Wahrheit des Friedens und das Zeugnis für sie mit Sicherheit überzeugender und erhellender erscheinen.

    Wir, als Jünger Jesu, müssen in jeder Lage Friedensstifter sein, indem wir uns erleuchten lassen von der Wahrheit, die frei macht (vgl. Joh 8,32: “Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien”).

  3. heidi

    Ich finde den ursprünglichen Beitrag streckenweise total falsch!

    Uns wird immer ein den Menschen zusehender und teilnahmsloser Gott vorgestellt…der Kriege einfach ZULÄSST.

    Steht in eurer Bibel denn kein Psalm 46,8-10?
    Der Herr Zebaoth ist unser Schutz
    Kommt her und schauet die Werke des Herrn,

    der auf Erden solch ein Zerstören anrichtet,

    der DEN KRIEGEN STEUERT in aller WElt,
    der Bogen zerbricht,

    Spieße zerschlägt
    und Wagen mit Feuer verbrennt.
    +++

    Gott ist Schutz denen, die ihn suchen und kennen und zu Ihm beten!

    Auf den Nahostkonflikt einzugehen, würde den Rahmen hier etwas sprengen. Aber Israel ist Gottes Augapfel und er ist der Gott Israels und der Christen…schon vergessen?

    grüße von heidi

  4. Matthias

    >>tatenloszuschaut, wenn Menschen sterben,
    >>weil sie ja selbt schuld sind! Schlimm!

    Der Artikel sagt nichts darüber aus, dass die einzelnen selbst schuld am Krieg sind, sondern dass der Krieg im Großen ein Abbild dessen ist, was auch im eigenen Herz ist: die Sünde!

    Der Artikel sagt nicht, dass man nicht nach dem Frieden streben soll und das in seiner Macht stehende dazu tun soll.

    Doch was kannst DU in deiner Position tun für Frieden auf der Welt? Wo hast du selbst wirklich Einfluss darauf?

    Der Krieg im Kleinen, die Sünde im Leben eines jeden Menschen, dafür ist Jesus gestorben. Dieses Geschenk kannst du persönlich annehmen und dann Jesus dein eigenes Herz zuerst verändern lassen. Das ist der erste Schritt zu Frieden. Du kannst in deinem persönlichen Umfeld die Liebe Gottes weitergeben und seinen Frieden verbreiten, der viel tiefer geht.

    Als Zweites kannst du für die Politiker beten (die Bibel sagt, dass Christen das tun sollen).

    Wenn man kein Christ ist, kann man wesentlich weniger tun als wenn du Christ bist – es sei denn du bist Politiker und hast direkt mit diesen Entscheidungen zu tun (die du dann aber auch nicht ganz alleine treffen kannst). Als Nichtchrist kannst du wesentlich weniger tun. Soviel also zum Thema zuschauen und nichts tun…

    1 ¶ So ermahne ich euch nun, daß man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen,
    2 für die Könige und alle Obrigkeit, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
    (1Timotheus 2,1-2)

    Liebe Grüße
    Matthias

  5. Anonymous

    >>Euer Absolutheitsanspruch ist der größte
    >>Kriegstreiber, denn die Welt kennt.

    Sorry, aber das ist Unsinn.
    Wahrheit ist immer absolut – entweder etwas ist wahr oder es ist nicht. Dieser Anspruch ist kein Kriegstreiber. Kriegstreiber ist, wenn ich versuche, etwas mit Gewalt durchzuboxen und hier lehrt die Bibel einen anderen Weg, den der absoluten Liebe (die göttliche Liebe, die auch Feinde lieben kann und ihnen die freie Wahl lässt, ihnen aber dennoch in Liebe die Wahrheit verkündet – wenn Worte hier nicht helfen, dann eben in Taten der Liebe… und dies wird lauter sprechen als Worte). Die Wahrheit hat es ohnehin nicht nötig, mit gewalt durchgeboxt zu werden, denn sie ist ohnehin unvermeidlich.

    Liebe Grüße
    Matthias

  6. Kriegsdienstverweigerer

    Martin hat recht, solche Schriften sind null und nichtig.
    Auswüchse eines kranken Geistes, der sich die Welt nur über einen Gott erklären kann, der tatenloszuschaut, wenn Menschen sterben, weil sie ja selbt schuld sind! Schlimm!

  7. Martin Schlengen

    Kriege kommen auch durch intolerante Christen, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und müssten alle anderen Menschen bekehren. Weil diese, natürlicherweise, dazu kein Interesse haben, werden Christen aggressiv, weil nach ihrer Ansicht alle nichtchristen in die hölle kommen. Daher kämpfen sie mit allen Mitteln, um möglichst viele Menschen zu konvertieren, wie die peinliche Aktion um Reza zeigt.

    Der Artikel über Buddhismus zeigt, wie aggressiv und beleidigend Christen gegenüber andersgläubigen denken. Währen Dominionismus und andere christliche Auswüchse wie die Rechts-Evangelikalen (hier in Dt. “Freie evangelische Gemeinde”) gefährlich sind und deren Anhänger oft in radikale Entscheidungen für Kriege, z.B. Afghanistan und Irakkrieg, verwickelt sind, müssen sie ihre Schuld auf andere, friedliche Menschen wie z.B. Buddhisten (“okkult”) schieben.

    Wacht auf, und seht, wie radikal ihr selber seid!
    Euer Absolutheitsanspruch ist der größte Kriegstreiber, denn die Welt kennt.
    Im 30jährigen Krieg starben Millionen von Menschen (über 25% der Bevölkerung), weil Katholiken gegen Protestanten kämpften.
    Dagegen ist Adolf Hitler mit gerade mal 6 Mio. gekillten Juden ein Waisenknabe.
    (Das sollte keine Rechtfertigung des Holocausts sein, aber der Vergleich zeigt, dass das Christentum wesentlich schädlicher ist als der Nationalsozialismus!)

    Martin Schlengen.

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