Der Mensch ist ein suchendes und fühlendes Wesen, die nüchternen Naturwissenschaften befriedigen nicht alle seine Bedürfnisse. Wie das Universum entstanden ist und wie die Lebewesen auf der Erde zu dem geworden sind, was sie heute sind: Dies versuchen Theorien plausibel zu erklären. Doch ratlos bleiben Forscher bei der Frage nach dem Warum. Hat unsere Existenz einen Sinn und, wenn ja, welchen? Mehr als die Hälfte der Menschen im Land gehen davon aus, dass es eine höhere Macht gibt, die ihr Schicksal beeinflusst. Ähnlich sieht es bei der Frage zu einem Leben nach dem Tod aus. Nur jeder vierte Konfessionslose bezeichnet sich als Atheist. Die religionskritische Fraktion der säkularen Menschen ist zwar laut, aber immer noch verschwindend klein. So verschwindet das Irrationale nicht aus dieser Welt. Und die Menschen werden auch in Zukunft nach dem höheren Sinn suchen und fragen.
Wegen der radikalen Endlichkeit der menschlichen Existenz kommt niemand – ob “Irrationalist” oder “Wissenschaftler” – an der Sinnfrage und damit am Religiösen vorbei. Wer sich lang genug mit der Thematik beschäftigt, kommt wiederum an der Frage nach Gott auch nicht vorbei. – Und da gibt es ein unschlagbares Angebot jenes Gottes, der die Liebe ist, der uns Vergebung und Sinn anbietet.
“Wenn der Mensch aufhört, an Gott zu glauben, dann hört er keineswegs auf zu glauben. Er glaubt dann nur an alles mögliche. Das ist die Stunde der Scharlatane, und sie kommen in Scharen.” Der Sozialismus ist eine solche Ersatzreligion, wenngleich sie bereits verblaßt. Aktuelle Nachfolger sind die Grünen mit dem säkularen Heilsversprechen der Klimarettung und dem Veggiday als Ersatz für die Fastenzeit, und ja St. Greta und die Heiligen Einfältigen Jungfrauen. Die Liste ließe sich problemlos verlängern. In den 60er Jahren wurde im sozialistisch beherrschten Teil Deutschlands die Parole ausgegeben: „Ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein.“ Es gab daraufhin eine schlimme Missernte. Manches scheint also doch nicht ohne Gott zu gehen.

