Zaleucus und die Gerechtigkeit. Österliche Geschichte.

Zaleucus und die Gerechtigkeit

Zaleucus, ein Herrscher im südlichen Italien, lebte im siebten Jahrhundert vor Christus. Er erließ strenge Gesetze. Wer zum Beispiel die Ehe brach, dem sollten die beiden Augen ausgestochen werden. Einer der Ersten, die das Gebot übertraten, war sein eigener Sohn. Was sollte er jetzt tun?
Er liebte seinen Sohn. Aber er liebte auch die Gerechtigkeit. Wie konnte er dem Dilemma entrinnen? Schließlich verkündete er seinen Urteilsspruch: Es werden zwei Augen ausgestochen! Doch er ließ nur ein Auge dem Gesetzesübertreter ausstechen. Das andere Auge wurde dem Gesetzgeber selbst ausgestochen!
Das ist kein perfektes Bild von dem, was der Herr Jesus getan hat. Aber es vermittelt uns doch einen Eindruck von dem, was Er am Kreuz vollbracht hat. Der Sohn Gottes ist der Gesetzgeber; und doch war er bereit, die Strafe der Gesetzesübertreter auf sich zu nehmen. Er nahm dabei die ganze Strafe (und nicht nur die halbe Strafe) derer auf sich, die an ihn glauben. Er hielt somit die heiligen Forderungen Gottes aufrecht, und doch wird dem Sünder völlige Befreiung vom gerechten Gericht Gottes zuteil!
[Valerius Maximus, ein lateinischer Autor, der unter dem Kaiser Tiberius wirkte, bezeugte unter anderem dieses Geschehen.]
Gerrid Setzer

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