Kurz gesagt: Nein. Nach den Artikeln auf soulsaver.de ist der Gott der Bibel nicht derselbe wie Allah, der Gott des Korans. Der Gott der Bibel ist der Vater Jesu Christi, ein Gott in drei Personen, der Liebe ist und die Sünder rettet. Der Koran dagegen bestreitet, dass Gott einen Sohn hat, und lehnt Dreieinigkeit, Kreuzestod und Auferstehung Jesu ab (Quelle; Quelle).
Eine einfache Gegenfrage
Werner Gitt schildert ein Gespräch mit einem Muslim. Auf die Frage „Ist Ihr Gott Allah der Vater Jesu Christi?“ antwortete dieser: „Nein, Allah hat keinen Sohn.“ Daraus folgt: Dann ist es auch nicht derselbe Gott („Beten Christen und Moslems zum selben Gott?“). Der Gott der Bibel bezeugt sich selbst als der einzige: „Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott“ (Jesaja 44,6). Er ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs (Matthäus 22,32) und der Vater Jesu Christi (Markus 14,36).
Fünf Unterschiede zwischen Allah und dem Vater Jesu Christi
Werner Gitt nennt diese Unterschiede (Quelle):
- Nähe oder Ferne: Im Islam offenbart sich Gott nicht persönlich. Er bleibt unerreichbar fern, ein persönliches Verhältnis zu ihm ist nicht möglich.
- Vater und Kinder: Dass Gott Vater ist und Menschen seine Kinder werden – „Abba, lieber Vater!“ (Römer 8,15) –, ist für Muslime unverständlich, ja gotteslästerlich.
- Gott wird Mensch: Das zentrale Ereignis der Bibel ist die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus bis zum Tod am Kreuz. Die daraus folgende Erlösung ist für den Islam nicht nachvollziehbar.
- Barmherzigkeit mit Preis: Gott ist barmherzig, weil er uns teuer erkauft hat (1. Korinther 6,20; 1. Petrus 1,19). Die Barmherzigkeit Allahs dagegen kostet nichts und ist willkürlich.
- Gewissheit: Ein Gott, der Geborgenheit, Frieden und Heilsgewissheit schenkt, ist im Islam undenkbar. Die Bibel dagegen bezeugt, dass nichts „mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm HERRN“ (Römer 8,39).
Was der Koran über Jesus bestreitet
Der Koran stellt die Bibel in Frage. Er bestreitet die Dreieinigkeit Gottes, die Gottessohnschaft Jesu, seinen Kreuzestod und seine Auferstehung. Jesus ist im Koran nur ein Prophet unter vielen. Von der Liebe Allahs zu den Menschen ist im ganzen Koran keine zehnmal die Rede, und sie gilt vor allem den Guten und Gottesfürchtigen („Beten Christen und Muslime zum selben Gott?“). Allah belohnt gute Taten, statt Gnade zu schenken; dass Gott Mensch wird, um für die Sünden der Welt zu sterben, wäre für einen Muslim Häresie (Quelle).
Warum die Dreieinigkeit so wichtig ist
Der Gott der Bibel ist Liebe. Weil er in drei Personen existiert – Vater, Sohn und Heiliger Geist –, hat er von Ewigkeit her Liebe und Gemeinschaft in sich selbst und braucht niemanden, um lieben zu können. Darauf weist schon das Wort bei der Schöpfung hin: „Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei“ (1. Mose 1,26). Ein Gott, der nur ein einzelnes Wesen ist, kann so nicht sprechen (Quelle).
Gott hat sich mit Namen offenbart
Der Gott der Bibel hat sich Mose als JHWH offenbart, als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs (2. Mose 3,6.13–15). Er spricht zu den Menschen, liebt, segnet, richtet und bietet jedem durch seinen Sohn das Heil an: „Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16). Durch Jesus ist er uns zum Vater geworden („Dürfen Christen zusammen mit Muslimen zu Allah beten?“).
Häufige Anschlussfragen
Dürfen Christen gemeinsam mit Muslimen beten?
Der Artikel „Dürfen Christen zusammen mit Muslimen zu Allah beten?“ verneint das. Wer mit Muslimen zu Allah betet, verleugnet den Sohn, denn die Bibel sagt: „Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht“ (1. Johannes 2,23). Zudem verstellt ein solches Gebet Muslimen den Weg, die Wahrheit über Jesus kennenzulernen.
Gibt es denn gar keine Gemeinsamkeiten?
Werner Gitt räumt ein, dass es hier und da sprachliche Ähnlichkeiten gibt. Bei näherem Hinsehen fänden sich aber keine Gemeinsamkeiten im Wesen Gottes (Quelle). Der einzige Weg zum Vater ist Jesus: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6; Quelle).
