Kurz gesagt: Der Urknall ist eine Theorie darüber, wie das Universum entstanden sein könnte. Beobachten oder wiederholen kann diesen Anfang niemand, und die Theorie lässt große Fragen offen. Die Fragen nach dem Woher und Warum beantwortet sie nicht. Die Bibel sagt: Gott sprach, und es geschah. Dass das Universum offenbar einen Anfang hatte, verstehen viele als starken Hinweis auf einen Schöpfer außerhalb der Natur.
Kann die Wissenschaft den Anfang der Welt klären?
Nur begrenzt. Die Entstehung der Welt war ein einmaliges Ereignis. Weder Christen noch Naturwissenschaftler waren dabei, und empirisch messen lässt sich dieser Anfang nicht („Ist die Big-Bang-Theorie hinfällig?“). Ein Artikel vergleicht die Arbeit der Kosmologen mit dem Versuch, von einer längst versiegten Quelle auf einem Berg, den es nicht mehr gibt, auf dessen Alter zu schließen („Urknalltheorie – bald wissenschaftliche Tatsache?“).
Physiker haben deshalb recht, wenn sie sagen: Die Frage nach dem Woher und Warum des Universums gehört nicht zu ihrer Arbeit (Quelle).
Welche Fragen lässt die Urknalltheorie offen?
- Der allererste Anfang: Wie wurde aus dem „Nichts“ ein „Fast-Nichts“, und wie dehnte es sich zu unserem heutigen Kosmos aus? Diese ersten Vorgänge sind physikalisch nicht wirklich verstanden (Quelle).
- Die Ausgangsbedingungen: Ein Urknall bräuchte von Anfang an alle Naturgesetze und Kräfte. Die Naturkonstanten müssten exakt abgestimmt sein, denn kleinste Abweichungen würden alles wertlos machen („Was man für einen Urknall alles braucht“).
- Die Simulation im Labor: Teilchenbeschleuniger wie am CERN untersuchen extrem kleine Teilchen. Einen Urknall „machen“ kann man damit aber nicht (Quelle; Quelle).
- Vorläufigkeit: Forscher stellen immer wieder neue Modelle vor, die das bisherige Urknallmodell infrage stellen könnten (Quelle).
Spricht ein Anfang des Universums nicht sogar für Gott?
Viele sehen das so. Alles, was wir kennen, hat eine Ursache außerhalb seiner selbst. Dann muss auch das Universum als Ganzes von etwas außerhalb seiner selbst abhängen. Der Genetiker Francis Collins folgert: Wenn das Universum einen Anfang hatte, muss es jemanden geben, der diesen Anfang bewirkt hat, und dieser Jemand muss außerhalb der Natur sein („Warum Gott? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit.“).
Der Artikel bleibt dabei ehrlich: Das ist kein zwingender Beweis, dass dieser Urheber der Gott der Bibel ist. Aber es ist ein Indiz, ein Fingerzeig, dass es mehr gibt als die natürliche Welt. Zusammen mit vielen weiteren Hinweisen ergibt sich ein starkes Gesamtbild (Quelle).
Was sagt die Bibel über den Anfang?
Die Bibel ist kein naturwissenschaftliches Lehrbuch im menschlichen Sinn, aber sie gibt die Richtung vor (Quelle). Sie beantwortet das Woher und Warum: „Denn so er spricht, so geschieht’s; so er gebeut, so stehet’s da“ (Psalm 33,9). Gott hat die Erde nicht als Öde geschaffen, sondern dazu, dass sie bewohnt werde (Jesaja 45,18). Alles ist durch Christus und zu ihm hin geschaffen (Kolosser 1,16). Und: „Durch den Glauben merken wir, daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist“ (Hebräer 11,3).
Experimente können Gottes Schöpferwort nicht infrage stellen, denn sie sind an die Naturgesetze gebunden, die Gott selbst in die Schöpfung gelegt hat (Quelle).
Häufige Anschlussfragen
Wissen Christen genau, wie die Schöpfung ablief?
Auch Christen können keine Allwissenheit beanspruchen. Demut ist auf beiden Seiten angebracht. John Lennox sagt: „Der Schöpfungsbericht enthält viel mehr Aussagen über den Sinn des Lebens als über seine Entstehung!“ (Quelle)
Warum ist die Frage nach dem Ursprung so wichtig?
Weil sie über den Sinn entscheidet. Ohne Gott bleibt nach Schriftstellern wie Somerset Maugham und Jean-Paul Sartre am Ende ein Leben ohne Sinn (Quelle). Die Bibel zeigt dagegen: Wir sind gewollte und geliebte Menschen (Quelle).
