Wie komme ich von einer Sucht los?

Kurz gesagt: Der Weg aus einer Sucht beginnt mit der ehrlichen Einsicht, abhängig zu sein, und mit der Entscheidung, dauerhaft frei leben zu wollen. Die eigentliche Kraft dazu sieht soulsaver.de in Jesus Christus, der Menschen befreien will. Entzug und Neuanfang sollen dabei mit seelsorgerlicher und medizinischer Hilfe begleitet werden. Lebensberichte auf dem Blog erzählen, wie Menschen nach vielen gescheiterten Versuchen durch den Glauben frei wurden.

Was steckt hinter einer Sucht?

Oft beginnt Sucht mit einer unerfüllten Sehnsucht. „Jeder hat ein hungriges Herz“, heißt es in einem Artikel. Wer sein Glück von Menschen, Partys oder Rausch abhängig macht, bleibt am Ende leer („Könnte es vielleicht unerfüllte Sehn-Sucht sein?“). Ein ehemaliger Drogenabhängiger beschreibt, wie er den Sinn des Lebens suchte und dabei immer tiefer in die Drogen rutschte: „Ich sagte: ‚Ich bin frei‘, und merkte nicht, wie gefesselt ich war“ (Quelle).

Ist der Kontrollverlust erst eingetreten, ist der Betroffene nicht mehr frei zu entscheiden. Er muss konsumieren, auch wenn er es nicht will. Der Blog sieht darin auch eine geistliche Dimension: Satan gebraucht Süchte, um Menschen zu zerstören (Quelle).

Schritte aus der Sucht

Am Beispiel der Nikotinsucht beschreibt der Artikel „Rauchen – Genußmittel oder Droge?“ einen Weg, der sich auf andere Süchte übertragen lässt:

  1. Einsehen: Erst muss der Betroffene erkennen, dass er süchtig ist.
  2. Sich grundsätzlich entscheiden: Er sagt Ja zu einem Leben ganz ohne das Suchtmittel. Ohne dieses Ja gibt es keine Befreiung.
  3. Verantwortung vor Gott übernehmen: Er fragt sich, ob er wirklich frei werden will.
  4. Mit Jesus loslassen: Jesus Christus will auch heute heilen und befreien.
  5. Hilfe annehmen: Entzugs- und Begleiterscheinungen begegnet man mit seelsorgerlicher und medizinischer Hilfe.
  6. Anderen helfen: Wer frei geworden ist, kann davon erzählen und andere auf ihrem Weg begleiten.

Dein Körper ist Gott wertvoll

Gott hat uns wunderbar geschaffen (Psalm 139,14). „Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst. Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe“ (1. Korinther 6,19–20). Darum gehört auch der verantwortliche Umgang mit dem eigenen Körper zu einem Leben mit Gott (Quelle).

Warum der Glaube einen Unterschied macht

Moni war jahrelang von Drogen und später von Alkohol abhängig. Sie berichtet, dass ihr weder Therapien noch gute Ratschläge, ein stabiles Umfeld oder die Liebe ihres Mannes dauerhaft halfen. Dann schrieb ihr Bruder ihr den Gedanken aus Epheser 6,12: Unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen Mächte der Finsternis. Er selbst war nach einer Therapie clean geworden, weil er an Jesus Christus glaubte. In einem Gottesdienst traf Moni dann das Wort Jesu: „Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; eins aber ist not“ (Lukas 10,41–42). Sie erkannte, dass Jesus gerade sie liebt (Quelle).

Glaube heißt dabei loslassen: loslassen, was bindet, hindert und ängstigt, und sich im Vertrauen in die Hände Jesu fallen lassen. Nur dort kann das hungrige Herz auf Dauer satt werden (Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Brauche ich als Christ trotzdem Therapie oder ärztliche Hilfe?

Der Blog rät ausdrücklich, Entzugserscheinungen mit seelsorgerlicher und medizinischer Hilfe zu begegnen (Quelle). Auch in Monis Familie gehörten Therapie und Glaube zusammen (Quelle).

Ich bin schon oft rückfällig geworden. Gibt es noch Hoffnung?

Die Lebensberichte auf soulsaver.de verschweigen Rückfälle nicht. Sie erzählen von Gefängnis, abgebrochenen Therapien und vielen Neuanfängen und trotzdem von Befreiung (Quelle; Quelle). Hoffnung gibt es, egal wie stark und wie lange jemand abhängig ist (Quelle).

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