Frohe Konsumnachten!

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
Auch das noch, der grausame, rote amerikanische Weihnachtsmann ist von einem deutschen Auswanderer:
Diesen rot gekleideten Weihnachtsmann haben wir einem deutschen Auswanderer in Amerika zu verdanken.Thomas Nast stammte aus der Pfalz und arbeitete bei Harpers’s Weekly in New York und sollte ein besonderes Weihnachtsbild für die Titelseite der Weihnachtsausgabe illustrieren.Es gibt aber verschiedene Versionen,wie das Bild vom rot gekleideten Weihnachtsmann entstanden ist. In den 1920er Jahren wurde der gemütliche fidele und Pfeife rauchende Alte dann von Coca Cola für kommerzielle Zwecke weiter missbraucht.
Das Datum der Geburt-Christi ist uns nicht bekannt. Aber zu Weihnachtszeit jetzt haben wir eine neue Religion, die kapitalistische Weihnachtskauferittis. Diese Religion hat jetzt die Oberhand in unseren Köpfen. Für die neue Religion, die kapitalistische Demokratie ist Weihachten besonders wichtig. Manche Geschäfte machen jetzt mehr als die Hälfte des Umsatzes vom Jahr. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass auch andere Länder, auch ohne christliche Tradition diese Feier übernehmen und die großen Geschäfte machen. Das echte Christkind passt in dieses Schema nicht. Leider ist alles kommerzialisiert worden. Der „Konsumterror Kapitalismus“ schwabte mit den Amerikanern nach 2. Weltkrieg nach (Europa und Deutschland) über. Ich ärgere mich jedes Jahr, wenn ich diese rotgekleidedeten Weihnachtsmänner überall sehen muss. Es gibt ein schönes Graffiti in der Stadt (frohe Konsumnachten). Das bringt es auf den Punkt. Der sogenannte Weihnachtsmann hat nichts mit unserem Weihnachten zu tun. Alles ist einfach nur kommerziell kitschig armes Weihnachtsfest geworden.  Wir haben den ganzen Konsumimperialismus kritiklos übernommen, den Valentinstag, Halloween-Parties, Black Friday-Sales und es ist nur eine Frage der Zeit bis wir auch noch den 4th of July feiern…
Wer braucht schon echte Traditionen und eine kulturelle Identität, wenn man mit dem amerikanischen Komerzmist seinen Reibach verdienen und die Menschen im dauernden Festtagsstress/Kaufrausch halten kann. Es lebe der Mammon und Uncle Sam. Alles soziale und altruistische wird grossflächig ausgebrannt. Echtes Weihnachten heißt. Gott gab uns seinen Sohn, den Retter. Er wurde arm für uns. Was wollen wir mehr?

Kommentare

  1. Man kann Weihnachten feiern, ohne diesem Konsumterror nachzugeben. Ein Beispiel dazu von mir. Als Kind spielte ich gerne am Glücksspielautomaten, obwohl es mir verboten war. Nach meinem 18. Geburtstag hatten diese Automaten jedoch ihren Reiz verloren. In meiner Arbeitslosigkeit 2005-2006 ging ich öfter einmal in Spielhallen, um dort zu surfen. Nie jedoch warf ich einen einzigen Cent in diese Automaten. Ich war da sehr selbstbeherrscht und auch heute gehe ich dorthin, um Billard zu spielen oder dort zu surfen.

Kommentar verfassen