Vor Gott gibt es keine Masken

Ob es die kleinen Kinder sind, die sich für den Fasching als Cowboy und Indianer verkleiden oder die Älteren, die im Internet anonym surfen und in Chatrooms Leuten erzählen, was für tolle Typen sie doch sind, jeder maskiert sich irgendwie.


Die Faszination dabei ist es, für kurze Zeit jemand anders zu spielen, als man in der Realität ist. Das wird von vielen als Befreiung empfunden. Der Alltag ist bei den meisten Menschen viel zu trist und grau. Man möchte einfach einmal Grenzen und Hemmschwellen überschreiten.


Der Haken bei der Sache ist, dass irgendwann die Zeit kommt, in der man die Rolle, die man spielt aufgeben muss, um wieder im gewohnten Trott weiterzuleben. Doch setzt man dabei nicht wieder eine Maske auf? Nur sieht sie diesmal anders aus. Man spielt den Lieben, Netten, den jeder mag, doch in Wahrheit denkt man ganz anders. Man spielt den seriösen Businessman oder den Herrn Saubermann. Wie es wirklich aussieht, weiß nur Gott.


Unser Wort „Person“ ist aus dem lateinischen entlehnt. Es Wort stammt ursprünglich aus der Theaterwelt und wurde für die Maske (persona) verwendet, durch welche die Darsteller sprachen (personare: hindurchtönen). Wenn man also von einer Person spricht, bedeutet das eigentlich, dass man denjenigen gar nicht richtig kennt, beziehungsweise nur die Rolle, die er spielt.


Dieses Problem betrifft jeden Menschen und hat seinen Ursprung der Bibel zufolge darin, dass der Mensch gegen Gott rebellierte. Als den beiden ersten Menschen bewusst wurde, dass sie gegen Gottes Willen gehandelt hatten versteckten sie sich hinter einer „Maske“ aus Feigenblättern. So ging es immer weiter. Weil wir so viel Beschämendes zu verbergen haben, gewöhnen wir uns daran Masken aufzusetzen.


Gewisse Arten von Masken sind ein Schutz für den Menschen, z.B. seine Intimsphäre. Wer diese Masken gewaltsam herunterreißt, verletzt einen Menschen zutiefst. Ohne diese Masken können wir gar nicht leben, nur den engsten Vertrauten kann man sich öffnen.


Als Fazit würde ich sagen: Eigentlich jeder Mensch, dem man begegnet, spielt eine bestimmte Rolle. Man sollte vorsichtig sein, ihn vorschnell zu beurteilen. Die Bibel sagt uns: „Bei Gott ist kein Ansehen der Person.“ Laut Bibel soll man aber auch nicht andere Menschen in der Öffentlichkeit bloßstellen. Jesus sagte: „Wenn dein Bruder wider dich sündigt so überführe ihn zwischen dir und ihm allein!“ Manchmal fallen Masken und die ganze Bosheit eines Menschen wird offenbar. Das ist der Grund warum viele Gewaltverbrecher ihrem Leben ein Ende setzen wollen, wenn sie gefasst werden. Wer hingegen einem anderen Menschen seine Maske öffnet, beweist dadurch dem Gegenüber sein tiefes Vertrauen. Damit ist nicht der bei Einigen Talkshows so populäre „Seelenstriptease“ gemeint.


Gott ist derjenige, der alle Herzen kennt: „[…] Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz.“ (1. Samuel 16,7)


Das ist auf der einen Seite beunruhigend, denn er weiß alles was ich getan habe und kennt jeden einzelnen Gedanken von mir (s. Psalm 139), auch die Dinge, die sonst niemand wissen darf … Auf der anderen Seite ist da die große Chance vor Gott seine Schuld zuzugeben und ihn um Vergebung zu bitten. Bei Gott braucht man sich dann nicht mehr zu verstellen, es kann der Beginn einer ganz persönlichen Beziehung zu ihm werden.



Quelle: ERF Schweiz

Kommentare

  1. Syberia

    Masken

    Ich habe den Artikel mit großen Interesse gelesen. Und möchte hiermit mein Lob aussprechen. Ich finde Euer Seite sowieso immer interessant und aufregend. Toll das es so etwas im Netz gibt.Bitte macht weiter mit Euerer Arbeit, ich glaube das sie Früchte bringen wird.
    In Jesu Verbundenheit
    Syberia

  2. ali

    könntest dein jesus -und gottesbild reformieren.
    ali

    Gott ist gut.

    Es gibt ein häufiges Missverständnis bezüglich der Güte Gottes, vor allem unter den Menschen, die keine Christen sind. Sie suchen nach Rechtfertigung ihres Unglaubens, indem sie Gott alle erdenklichen negativen Eigenschaften oder in ihren Augen ungerechtes Verhalten zuschreiben. Auf diese Weise erreicht der Urheber des Unglaubens, Satan, sein Ziel in der Regel ohne nennenswerten Widerstand.

    Einen nicht geringen Anteil an solchem Denken hat der Humanismus, der unser Empfinden tief geprägt hat. Neben vielen guten Entwicklungen, die er zweifellos für die Gesellschaft gebracht hat, gibt es eine humanistische Prämisse, die fatale Folgen mit sich bringt: Der Mensch ist das höchste Gut, das Maß aller Dinge. Diesem Maß hat sich alles andere unterzuordnen, auch Gott. Wenn Gott etwas tut oder zulässt, was dem Menschen schlecht erscheint, dann macht dieser Gott folgerichtig etwas falsch und ist es nicht wert, anerkannt zu werden.

    Gott ist der Urheber des Guten

    Die Schöpfung war gut, und der Mensch in den Augen des Schöpfers sogar “sehr gut”. Der Mensch war in der Lage und bevollmächtigt, über die Welt in einer perfekten Weise zu herrschen. Die Natur diente dem Menschen und der Mensch zerstörte sie nicht.

    Die Voraussetzung für einen dauerhaft paradiesischen Zustand war Gehorsam dem Schöpfer gegenüber. Gott hatte keine Marionetten geschaffen, sondern dem Menschen einen freien Willen gegeben. Die Herrschaft über die Welt gab der Mensch an den gegen Gott rebellierenden Erzengel Luzifer ab, aus freier Entscheidung. Gott liebt seine Geschöpfe trotz der Sünde, die damit in die Welt kam, und es gab durch die ganze Menschheitsgeschichte immer die Möglichkeit für jeden einzelnen, sich für oder gegen Gott zu entscheiden.

    An diesen Grundlagen hat sich bis heute nichts geändert. Jeder von uns kann frei wählen, für oder gegen Gott. Es ist diesbezüglich auch nicht sinnvoll, sich mit der Frage zu beschäftigen, was denn mit Menschen sei, die nie von Gott gehört haben, wenn man selbst vor dieser Entscheidung steht. (Die Bibel sagt sehr deutlich, dass jeder Mensch, der nie die Chance bekam, von Gott etwas zu erfahren, nach seinem Gewissen gerichtet wird, weil dieses Unterscheidungsvermögen zwischen Gut und Böse in jedem Menschen vorhanden ist.) Diese und ähnliche Diskussionen dienen in der Regel nur dem Ziel, sich um eine eigene verbindliche Entscheidung zu drücken – und damit ist die Entscheidung gegen Gott getroffen.

    Die Güte Gottes anzuzweifeln ist dann leicht, wenn man von humanistischen Grundsätzen ausgeht und den Zusammenhang von Sünde und Herrschaftsanspruch über die Welt außer Acht lässt. Auch Christen können in solchen Zweifel geraten.

    So erkenne denn, dass der HERR, dein Gott, der Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Güte bis auf tausend Generationen denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten. (5. Mose 7, 9)

    Die Güte und Treue Gottes ist an eine Bedingung geknüpft. So war es bei der Schöpfung, und so ist es geblieben. Die ersten Menschen hatten eine perfekte Welt, und diese wäre auch perfekt geblieben, wenn Adam und Eva Gott geliebt und seine Gebote gehalten hätten. Gott ist treu und steht zu seinen Verheißungen, wenn auf unserer Seite Treue vorhanden ist. Wenn dies nicht der Fall ist, begeben wir uns freiwillig aus dieser Güte Gottes.

    Sünde trennt uns von Gott. Und doch ist der Weg zurück – eben wegen der Gnade – offen. “An die Sünden meiner Jugend und meine Vergehen denke nicht; nach deiner Gnade gedenke du meiner, um deiner Güte willen, HERR!” sagt David in Psalm 25, 7.

    Im Alten Testament gab es die Opfer und die Vorschriften, mit denen der Mensch seine Entscheidung für Gott und gegen die Sünde symbolisch deutlich machen konnte und musste. Doch diese Opfer waren immer nur äußere Zeichen, Gott war daran interessiert, wie es im Herzen des Menschen aussah.

    Seit dem Tod und der Auferstehung von Jesus Christus sind die Opfer des Alten Testamentes überflüssig geworden, denn die Versöhnung mit Gott ist nun durch den Glauben an seinen Sohn möglich.

    Bis zu dem Tag, an dem Gott eine neue Erde und einen neuen Himmel erschaffen wird, leben wir als Menschen in einer Welt, in deren konkrete Ereignisse und Umstände Gott nicht ohne unsere Einladung, unsere Aufforderung eingreifen wird. Das Ergebnis ist überall zu sehen und wirkt sich auf Gläubige wie Ungläubige aus. Doch diejenigen, die ihn lieben und seine Gebote bewahren, erleben schon in diesem irdischen Leben die ganz konkreten Auswirkungen ihrer Beziehung zu Gott und ihres Glaubens.

    Nicht alle widrigen Umstände werden uns als Christen erspart – etwas derartiges zu behaupten wäre töricht. So wie der Apostel Paulus Schiffbruch, Hunger und vielerlei Bedrängnisse erlebte, geht es auch heute nicht jedem Kind Gottes blendend, was die Lebensumstände betrifft. Doch ändert das etwas an der Güte Gottes? Ich meine, nein. Denn Gott ist nicht der Urheber von Leid, er ist nicht der Urheber der Schmerzen, der Krankheiten, der Not, der Verzweiflung.

    Der Psalm 118

    Der König David ist jemand, der in seinem Leben schlimme Umstände erleben musste, und der dennoch – oder gerade aus dieser Erfahrung heraus – von der Güte und Gnade Gottes felsenfest überzeugt war. In Psalm 118 lesen wir:

    Preist den HERRN, denn er ist gut, denn seine Gnade/Güte währt ewig! Es sage Israel: Ja, seine Gnade/Güte währt ewig! Es sage das Haus Aaron: Ja, seine Gnade/Güte währt ewig! Es sagen, die den HERRN fürchten: Ja, seine Gnade/Güte währt ewig! (Das hebräische Wort bedeutet gleichermaßen Gnade und Güte)

    Man könnte fast annehmen, dass der Autor solcher Zeilen ein behütetes Leben in den besten Umständen verbracht haben muss. Aber: Aus der Bedrängnis rief ich zu Jah. Jah antwortete mir in der Weite (schuf mir Raum).

    David hatte Flucht vor Todfeinden kennen gelernt. Er musste sich verstecken, mittellos als Flüchtling in fremden Ländern leben, kannte Hunger, Durst, Schmerzen, Trauer, Verrat und Verleumdung. Aber er schreibt weiter: Der HERR ist für mich, ich werde mich nicht fürchten. Was könnte ein Mensch mir tun? Der HERR ist für mich unter denen, die mir helfen. Ich werde herabsehen auf meine Hasser. Solche Zuversicht kann nur jemand haben, der unerschütterlich um die Gnade und Güte Gottes weiß, egal, wie die Umstände aussehen. Menschen, denen im Leben nichts Schlechtes widerfahren ist, können sich kaum in solche Situationen hineinversetzen.

    Wir neigen wohl alle dazu, uns an den Haaren aus dem Sumpf ziehen zu wollen. Ich jedenfalls weiß um meinen Hang zur Selbsthilfe – und ich kenne viele, die ähnlich auf Not reagieren. Wenn beispielsweise die Schulden wachsen, dann leisten wir noch mehr Überstunden, rackern uns mit noch mehr Nebenjobs ab, suchen Hilfe bei Kreditinstituten, bei Freunden…

    David gibt eine andere Empfehlung: Es ist besser, sich bei dem HERRN zu bergen, als sich auf Menschen zu verlassen. Es ist besser, sich bei dem HERRN zu bergen, als sich auf Edle zu verlassen.

    Es fällt vielen von uns schwer, das normale Muster zu durchbrechen. Meistens reagieren wir doch so: Es existiert eine Not. Wir nehmen sie zur Kenntnis. Wir bitten Gott um sein Eingreifen. Dann stehen wir von den Knien auf und werden selbst tätig.

    Aber ist das ein “sich beim Herrn bergen”, wie David es ausdrückt? Der König machte folgende Erfahrung: Alle Nationen hatten mich umringt. Im Namen des HERRN – ja, ich wehrte sie ab. Sie hatten mich umringt, ja, mich eingeschlossen. Im Namen des HERRN – ja, ich wehrte sie ab. Sie hatten mich umringt wie Bienen. Sie sind erloschen wie Dornenfeuer. Im Namen des HERRN – ja, ich wehrte sie ab. Hart hat man mich gestoßen, um mich zu Fall zu bringen. Aber der HERR hat mir geholfen.

    Wie sah die Stärke Davids aus? Waren es Soldaten, Verbündete, Waffen? Keineswegs. Auf solche Hilfe und Stärke vertraute er nicht, denn er war überzeugt von der Gnade und Güte Gottes: Meine Stärke und mein Gesang ist Jah. Er ist mir zur Rettung geworden.

    Diese Weigerung, sich selbst zu helfen, führt dazu, dass wir uns auch nicht selbst rühmen können, wenn eine Not gewendet ist. Statt dessen bekommt Gott die Ehre:

    Klang von Jubel und Heil ist in den Zelten der Gerechten. Die Rechte des HERRN tut Gewaltiges. Die Rechte des HERRN ist erhoben, die Rechte des HERRN tut Gewaltiges. Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten Jahs erzählen.

    Im nächsten Vers kommt David darauf zurück, dass ihm Schwierigkeiten und Not nicht von vorne herein erspart geblieben sind. Er sagt: Hart hat mich Jah gezüchtigt, aber dem Tod hat er mich nicht übergeben.

    Hier stutzen viele Christen. Straft Gott also doch? Züchtigt er mit Unglück und Not seine Kinder? Ist es doch Gott, der Krankheit verursacht?

    Nein, denn dann würde er sich selbst widersprechen. Allein die Aufforderung Jesu an uns als seine Nachfolger, die Kranken zu heilen, wäre unsinnig, wenn Gott Krankheiten als Erziehungsmaßnahmen verursachen würde.

    Gott kann und wird Sünde nicht gutheißen, schönreden oder tolerieren. Das geht einfach nicht. Der Mensch verlor das Paradies, als die Sünde auftrat. Dass wir sterben müssen ist eine Konsequenz daraus. Das ewige Leben ist wiederum eine Konsequenz des Glaubens.

    Gott ist unveränderlich gnädig und gütig. Er ist die Liebe selbst. Er ist daran interessiert, dass seine Kinder durch die Not hindurchkommen und triumphieren. Und hier sind wir gefragt: Ohne unsere Mitwirkung wird sich nichts ändern.

    Die Band U2 bringt es in dem Song Vertigo auf den Punkt: I’m at a place called vertigo. It’s everything I wish I didn’t know … but your love is teaching me how to kneel. (Ich befinde mich an einem Ort namens Vertigo. Er beinhaltet alles, was ich am liebsten nicht kennen würde … aber deine Liebe lehrt mich, zu knien.)

    Wer Gott nicht um Hilfe bittet, sondern seinen eigenen oder menschlichen Hilfsmitteln vertraut, kann und wird den Sieg nicht erleben. Wenn David hier also sagt, dass der Herr ihn hart gezüchtigt hat, dann kann uns das nicht als Argument gegen die Güte und Gnade Gottes dienen. David hatte gesündigt, einen Mord begangen um einen Ehebruch zu vertuschen – und er erntete die Frucht dieser Saat. Aber er erlebte, dass Gottes Gnade selbst aus dieser Situation heraus triumphierte, als er die Sünde bereute und bekannte.

    Noch einmal: Aus solchen Situationen dürfen wir nicht schließen, dass Gottes Güte und Gnade “Pause machen” würden, wenn wir Erziehung benötigen. Und in den seltensten Fällen hat unsere persönliche Not irgend etwas mit Züchtigung zu tun.

    David hat klar erkannt, was aus den Schwierigkeiten erwachsen wird, nämlich Lobpreis und Anbetung: Öffnet mir die Tore der Gerechtigkeit! Ich will durch sie eingehen, Jah will ich preisen. Dies ist das Tor des HERRN. Gerechte ziehen hier ein. Ich will dich preisen, denn du hast mich erhört und bist mir zur Rettung geworden.

    Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Vom HERRN ist dies geschehen, es ist ein Wunder vor unseren Augen. Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat! Seien wir fröhlich und freuen wir uns in ihm!

    Dies ist der Blick in die Zukunft. Denn noch steht David den Problemen gegenüber, und er nimmt sie im nächsten Vers noch einmal zur Kenntnis: Ach, HERR, hilf doch! Ach, HERR, gib doch Gelingen!

    David sieht die Not, aber er bekennt mit seinem Mund bereits den Sieg: Gesegnet sei, der kommt im Namen des HERRN. Vom Haus des HERRN aus haben wir euch gesegnet. Der HERR ist Gott. Er hat uns Licht gegeben. Bindet das Festopfer mit Stricken bis an die Hörner des Altars! Du bist mein Gott, ich will dich preisen! Mein Gott, ich will dich erheben.

    Am Schluss kommt er noch einmal auf die bereits in den ersten Versen mehrfach festgestellte Güte Gottes zurück, an der es trotz der Schwierigkeiten keinen Zweifel geben kann: Preist den HERRN, denn er ist gut! Ja, seine Gnade währt ewig!

    Das Geheimnis des Sieges

    Es ist natürlich kein Geheimnis, sondern es steht schwarz auf weiß in der Bibel. Wenn wir zunächst das begriffen und verinnerlicht haben, was David in diesem Psalm sagt, ist der erste Schritt getan. Gott ist gut. Seine Gnade währt ewig. Keine Umstände ändern etwas an dieser Tatsache. Keine Not setzt diese Wahrheit außer Kraft.

    Der zweite Schritt folgt aus dem ersten. Wenn wir unser Denken von den humanistischen Mustern befreit haben, wird sich unser Reden ändern.

    Joyce Meyer (eine wunderbare Dienerin Gottes aus Amerika) erzählte einmal, wie Gott ihr einen Schlüssel zur Veränderung ihres Lebens zeigte: “Joyce, wenn du aufhörst, negativ zu sein, werde ich dein Leben segnen.” Sie war unter sehr schlimmen Umständen aufgewachsen, die sie zu einer durch und durch pessimistischen Frau gemacht hatten, was sich auch in ihrem Reden widerspiegelte. Während der nächsten Monate gab sie sich große Mühe und arbeitete hart daran, lieber den Mund zu halten als etwas negatives zu äußern. Aber es änderte sich trotzdem nichts an den Umständen.

    Daher sagte sie eines Tages im Gebet: “Herr, ich habe aufgehört, negativ zu reden. Es hat sich aber nichts geändert, mir widerfährt nichts Gutes.”

    Die Antwort, die sie erhielt, ist der Schlüssel auch für jeden von uns: “Ja, du hast aufgehört, die falschen Dinge auszusprechen. Aber du hast noch nicht angefangen, die richtigen Dinge auszusprechen.”

    Wenn wir Gott wirklich glauben, dass er gut ist, dass seine Gnade und Güte nicht schwächer werden oder aufhören, dann wird sich das in unserem Reden wiederfinden. Wir werden die Wahrheit Gottes über unserem Leben, über den Umständen aussprechen, und nicht das, was die Umstände (und in Wirklichkeit der Urheber der Umstände, der Teufel) uns nahe legen möchten.

    Wie David in dem Psalm 118, den wir hier betrachtet haben, werden wir zur Kenntnis nehmen, dass es eine reale Not gibt, aber wir werden auf Grundlage der unveränderlichen Güte und Gnade Gottes anders reden als ein Mensch, der dieses Fundament nicht hat.
    David hatte das schon als ganz junger Mensch praktiziert. Er sah den sehr realen und menschlich gesehen übermächtigen Goliath und nahm ihn zur Kenntnis. Das taten auch die Soldaten Israels und sie fürchteten sich und verzagten. Doch Davids Vertrauen in seinen Gott machte es ihm möglich, bereits vor der Konfrontation zu sagen: Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Krummschwert. Ich aber komme zu dir mit dem Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast. Heute wird der HERR dich in meine Hand ausliefern, und ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Und die Leichen des Heeres der Philister werde ich heute noch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren der Erde geben. Und die ganze Erde soll erkennen, dass Israel einen Gott hat. (1. Samuel 17, 45-46)

    Mein Vorschlag: Mach es dir zu eigen, dass Gottes Güte, Gottes Gnade sich nicht ändern. Die Umstände werden etwas anderes suggerieren. Was heute fest zu stehen scheint, mag morgen zusammenbrechen. Erschütterungen, Not, Schmerzen und Finsternis in dieser Welt werden nicht ausbleiben, sondern zunehmen. Du wirst ein Fundament brauchen, auf dem du sicher stehen kannst, einen Felsen in der Flut: Gott ist gut. Seine Gnade währt ewig.

    Dein Reden wird sich ändern, je tiefer du das in dir verankerst. Du wirst wie David in der Lage sein, über die Bedrohung hinaus auf das Wunder Gottes zu sehen und dies bereits auszusprechen, sogar schon lange, bevor es sichtbar wird. Es ist deine Entscheidung, ob du der Güte Göttes glauben uns sie mit deinen Worten aussprechen möchtest.

  3. AC13

    Ich bin wie Gott.

    Ich beginne mit dem was für mich interessant ist:
    „Dieses Problem betrifft jeden Menschen und hat seinen Ursprung der Bibel zufolge darin, dass der Mensch gegen Gott rebellierte.“
    Nehmen wir an, dass das wirklich geschehen war. Dann kommt die Frage: – Wie können Menschen überhaupt auf die Idee zu kommen, gegen Gott zu rebellieren? Die Antwort konnte – die Uhrschlange lauten, aber wann wir aufmerksam die Bibel lesen, lesen wir, das diese Schlange nicht zum Aufstand gegen Gott gerufen hat, sondern, dass die Menschen „selbst wie Götter“ sein können. Und woher die Menschen solche Begriffe wie REBELLION, kennen können, wann die nicht vom Gott gelehrt worden?
    Die Masken… Selbst der Gott hat jede Menge von denen, weil der sich dem Mensch nicht unter eigenem Namen und gar nicht mit eigenem Gesicht irgendwann präsentieren hat. Der Gott hat eine „Hauptmaske der Liebe“. Aber ob er hat uns wirklich so heiß geliebt, wie der uns das vorschlagen versucht? Kaum! Der Gott ist selbstsüchtige, ignorante Diktator. Dem ist egal was mit uns gescheht, Hauptsache, das sein Plan funktionierte. Und wann es nötig wird, er scherte sich gar nicht mit dem Satan einen „Wertbewerb“ zu organisieren (Das Ijob Buch).
    Wann die Menschen viele Masken haben, dann nicht weil die mit dem Gott nichts allgemeines haben, sondern weil die viel zu ähnlich dem Gott sind.

  4. conrad

    Laut Bibel ist Gott nicht in uns allen, sondern nur in denen, die ihn auch reinlassen. Die Gläubigen werden Gottes Geist empfangen. Warum sonst sagt Paulus im Epheserbrief Kap. 5, 8: Denn ihr wart einst Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn.
    Das Wort Selbstverwirklichung taucht in der Bibel nicht auf, stattdessen eher Selbstverleugnung:
    “Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!”

  5. Shrell

    Hallo Brüder und Schwestern,

    Dies deckt sich auch mit der tiefenpsychologie von C.G. Jung. Denn “Gott” ist die Mitte der “Persönlichkeit”. In der Psychologie nennt man die Mitte auch das SELBST. Es ist das göttliche in uns allen. Daher ja auch das Wort “Selbstverwirklichung”. Selbstverwirklichen kann sich ein Mensch nur, wenn er seine Masken (Persona) fallen läßt. Dies ist ein Weg…

    Bis dann,
    Nico

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