Wort zum Wochenende: Gottes Liebeserklärung

Liebe Leserin, lieber Leser, sie sind rar geworden, die Liebesbriefe. Im Zeitalter von SMS und Internet scheinen sie etwas aus der Mode. Aber kurzlebige und schnell wieder gelöschte Botschaften sind nur ein schwacher Ersatz für einen ausführlichen handgeschriebenen Liebesbrief. Den nimmt man auch noch nach Jahren gern zur Hand.

Für Liebende ist es beglückend, solche Zeichen der Liebe und Zuneigung zu besitzen. Sie können auch dann, wenn sich im Lauf der Zeit vielleicht Routine und Monotonie in eine Beziehung eingeschlichen haben, neue Impulse für diese vermitteln. Eine Liebesbeziehung braucht immer wieder Vergewisserung und Bestätigung. „Ich habe Dich lieb!“ Kann es Schöneres als diese Zusage geben? Jeder Mensch braucht das Wissen: „Ich bin wichtig. Ich bin wertvoll. Ich bin geliebt.“ Es ist so wichtig wie die Luft zum Atmen und das tägliche Brot.

Ich möchte Sie an Gottes Liebeserklärung erinnern. Sie ist in menschlicher Gestalt unter uns erschienen: Jesus, der Sohn Gottes. In der Bibel, dem Buch, das Gottes Liebeserklärungen an die Welt überliefert, steht eine ganz wichtige: „Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben!“

Die Wochen der Passionszeit münden in die Karwoche, die mit dem kommenden Palmsonntag eingeleitet wird. Wir Christen bedenken den Weg Jesu ans Kreuz. Wir danken Gott für dieses Zeichen größter Liebe. Jesus opfert sich auf für die Sünde der ganzen Welt, also auch für unsere. Er nimmt auf sich, was wir verdient haben. Wir werden nicht festgeschrieben bei unserer Schuld, unserem Scheitern und Versagen.

Durch Jesu Opfertod ist der Zugang zu Gott wieder frei. So wird das Kreuz von Jesus zum Symbol der Hoffnung und des Sieges über die Macht von Sünde, Tod und Teufel. Gerade angesichts der Krisen und Katastrophen im Großen und im Kleinen schenkt der Blick auf das Kreuz Jesu neuen Lebensmut und neue Hoffnung. Wir können wieder aufatmen. Wir dürfen Mensch sein, wie es Gott von Anfang an gewollt hat. Es gilt, was Gott sagt: „Ich habe nie aufgehört, Dich zu lieben. Ich bin Dir treu, wie am ersten Tag!“

Das Kreuz Jesu verletzt Menschenrechte nicht, wie jene Italienerin meinte, die vor dem europäischen Menschengerichtshof das Kreuz aus dem Klassenzimmer herausklagen wollte. Gerade die Botschaft vom Kreuz hilft uns Mensch zu sein und menschenwürdig zu leben. Im Kreuz zeigt sich Gottes Liebe am deutlichsten. Es lohnt sich, Gottes Liebeserklärung ernst zu nehmen.

Quelle: mainpost.de

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