David Bowie, Milliardär und bisexueller Rock-Star, der vor drei Jahren von der Welt weggegangen ist, sagte mal: „Rock war schon immer die Musik des Satans; niemand kann mich vom Gegenteil überzeugen.“

David Bowie, Ex-Drogie, Milliardär und bekennender bisexueller Rock-Star, der vor drei Jahren von der Welt weggegangen ist, sagte mal: „Rock war schon immer die Musik des Satans; niemand kann mich vom Gegenteil überzeugen.“

 

Ein Vollmond verdeckt die Sonne, eine kaltblaue, düstere Atmosphäre auf einem fremden Planeten. Ein toter Raumfahrer liegt in einem geschlossenen Anzug an einem Hang. Ein vernebelter, eisiger Jazz mit orientalischen Elementen untermalt die Szenerie. Ein alter Mann mit einem Gesicht wie das einer Echse beginnt einen vibrierenden Sprechgesang. Er singt von einer Villa des Ormen, vom Tag der Exekution, von knienden Frauen und starrenden Augen. Die Augen des Mannes sind mit einer Binde bedeckt. Anstatt der Augen haften zwei schwarze Knöpfe am Stoff. In einem Schuppen im Hintergrund sieht man grotesk zuckende freie Oberkörper zweier »Tänzer«. Eine Frau mit einem Tierschwanz öffnet dem toten Astronauten den Helm und findet einen Edelstein besetzten Totenschädel. Mimik und Gestik des Sängers sind äußerst kontrolliert, aber immer an der Grenze des Unerträglichen. Die Musik verändert sich, sie wirkt ruhiger und dennoch bedrohlich, der Sprechgesang wird zum richtigen Gesang, und der Sänger ist nun ohne Augenbinde. Er singt, dass er der »Blackstar« ist. Er hält ein schwarzes Buch in der Hand, das an eine Bibel erinnert. Auf dem Cover ist ein schwarzer Stern: ein Pentagramm, ein Drudenfuß. Der Hexenmeister hält es beschwörend hoch und zeigt es in alle Richtungen. Dann sieht man den Protagonisten vor einer dreieckigen Wand in der Mitte stehen. Er singt davon, dass er uns nach Hause bringen will, währenddessen sieht man zombieartige Wesen wie Vogelscheuchen an Holzbalken hängen, es sind drei an der Zahl, und deshalb erinnert es eher an eine Kreuzigung. Der Schamane streckt ihnen sein Buch entgegen, und sie winden sich zitternd. Die Musik kehrt zum anfänglichen Thema zurück, doch die Szene ist eine neue: Frauen stehen in einem Kreis, sie wippen zuckend auf und ab. Der Schädel mit den Edelsteinen wird auf den Rücken einer Frau gelegt, die in der Mitte des Kreises im Staub kniet. Dann verschwimmen die Bilder. Es erinnert an eine Opferszene. Eine Art Dämon macht sich an den Vogelscheuchen zu schaffen. Ein Kreuz wird für den Bruchteil einer Sekunde sichtbar, dann ist es vorbei: ein offener Schluss! Was da beschrieben wurde, ist keine Szene aus einem Psycho-Horror-Spektakel, es ist eines der letzten Videos des AusnahmeMusikers David Bowie. Der Song »Blackstar« erschien auf seinem letzten und somit Studio-Album mit dem gleichnamigen Titel. Es ist Bowies Vermächtnis und gleichzeitig letzte Botschaft an die Menschheit. Auf dem Cover erscheint erstmalig nicht der Meister persönlich, der sich sonst immer selbst in Szene gesetzt hat, nein, dort befindet sich ein schwarzes Fünfeck mit einer Spitze nach oben. Das Alterswerk erschien zwei Tage vor Bowies Tod. Er thematisierte mit diesem durchwegs düsteren Werk seinen eigenen Abtritt von den Bühnen dieser Welt. Und dieses Mal starb er wirklich, nicht wie sein inszenierter »Rock ’n’ Roll Suicide«, mit dem er eines seiner bekanntesten Alter Egos begraben hat. Über David Bowies musikalische Epochen und sonstige künstlerische Tätigkeiten zu berichten, wäre müßig, weil man das in fast jedem Nachruf nachlesen kann. Zwei weitaus interessantere Fragen wollen beantwortet werden: Wer war David Bowie? Wer oder was trieb ihn an zu diesem Leben, das er lebte? Das geflügelte Wort »Ich ist ein anderer« von Arthur Rimbaud trifft auf Bowie folgendermaßen zu: Ich ist alles, ich ist nichts, ich ist ein Alien (Ziggy Stardust), ein Hundemutant (Diamond Dogs), ein Faschist in weißem Anzug (Thin White Duke), nur wer Bowie ist, das weiß niemand. Natürlich haben wir die Eckdaten seiner Kindheit und Karriere. Als David Robert Jones wuchs er in den Suburbs von London auf, wohl behütet, schüchtern und begierig nach der Musik der Londoner Clubs. Sein Hang zur Selbstdarstellung ließ ihn die Entscheidung fällen, ein Popstar zu werden. Der Rest ist Geschichte. Und nun ist Bowie tot. David Bowie war zeit seines Lebens ein getriebener Kontrollfreak, sexuell sowohl Männern als auch Frauen zugetan und immer begierig, diese Lust zu erfüllen. Er war eine launische Diva, ein androgynes Kunstwerk, ein genialer Songschreiber und paranoider Künstler, der wie kein anderer immer neue Grenzen überschritten hat. Sein Hang zum Okkulten zeigte sich bereits sehr früh in den 1970ern: Er befasste sich mit der Kabbala und war ein Anhänger der Lehren Aleister Crowleys. Von dem Filmemacher und bekennenden Satanisten Kenneth Anger erlernte er okkulte Praktiken. Bowie selbst hatte daraus nie ein Geheimnis gemacht und sagte einmal: »Ich weiß, dass Rock ’n’ Roll Anbetungsmusik für den Satan ist!« Bowie kannte seinen Herrn, in vielen seiner Songs gibt es eindeutige Hinweise auf die Finsternis. Seine Wandlungen im Laufe der Jahrzehnte, seine immer neuen Identitäten belegen den Verlust seiner ureigenen Persönlichkeit. Ursprünglich hatte doch Gott auch diesen Menschen als Individuum geschaffen, doch das hat David Robert Jones durch seinen eigenen »Rock ’n’ Roll Suicide« vereitelt. In diesem Leben war er überaus erfolgreich und reich, doch die vielen Millionen konnten ihn vor dem Krebstod nicht retten. Der Song »Lazarus« beginnt mit der Aussage: »Siehe, ich bin im Himmel!« Das Video dazu ist äußerst beklemmend. Welchen Himmel meinte Bowie? Jedenfalls nicht den, der in der Bibel beschrieben wird. Satan, der sich in einen Engel des Lichts verwandeln kann (2. Korintherbrief 11,14), verspricht seinen Anhängern einen wunderschönen »Himmel«, doch Vorsicht: Schenken Sie ihm keinen Glauben, denn er ist auch der Lügner und Menschenmörder schlechthin (Evangelium des Johannes 8,44), er hält nicht, was er verspricht! Sehen Sie sich diese Videos an, dann werden Sie verstehen, was ich meine. Nein, sehen Sie sich diese Videos besser nicht an!

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