Sie hat Undenkbares vergeben: Corrie ten Boom.

Als die Nazis 1940 einmarschierten, war für Corrie ten Boom klar, dass sie etwas unternehmen wollte, um Menschen zu helfen. Das Familienhaus sollte ein Zufluchtsort werden. In Corries Schlafzimmer wurde ein Versteck gebaut, doch 1944 gab sich ein Informant als Hilfsbedürftiger aus und verrat Familie ten Boom. Sie wurden verhaftet und in das KZ Ravensbrück gebracht. Mit ihrer Schwester veranstaltete Corrie heimlich Gottesdienste in ihrer Baracke.

Ihre Familie starb in Ravensbrück, doch Corrie wurde kurz später auf Grund eines “Schreibfehlers” auf einer Liste entlassen. 1946 begann Corrie ten Boom die ganze Welt zu bereisen. Nach einem Gottesdienst kam ein Mann auf sie zu, den sie sofort erkannte: ein Wachmann aus Ravensbrück. Er stellte sich vor, sagte, dass er nun Christ sei, und bat um Vergebung. In ihrer Biographie schildert Corrie die Begegnung so:

“Sekunden stand ich wie gelähmt vor diesem Mann, doch es kam mir vor als wären es Stunden. Ich kämpfte in meinem Inneren. Kälte umklammerte mein Herz. Doch Vergebung ist kein Gefühl, sondern in erster Linie ein Akt des Willens. Ich betete und hob die Hand. Ich betete darum, dass Gott mir das Gefühl der Vergebung schenken möge. Mit einer mechanischen Bewegung legte ich meine Hand in die Hand, die sich mir entgegen streckte.Dann geschah etwas Unglaubliches! Ein heißer Strom entsprang in meiner Schulter. Er lief meinen Arm entlang und sprang über in unsere beiden Hände. Mein ganzes Sein wurde von dieser heilenden Wärme durchflutet. Ich hatte plötzlich Tränen in den Augen und konnte sagen:’Ich vergebe dir! Ich vergebe dir von ganzem Herzen’” goodbuzz.de

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