Doom 3 – Dein interaktiver Horrorfilm

Der 12. August 2004 ist ein Tag der Freude für alle Horror-Zocker: Endlich! „Doom 3“ ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den Markt gekommen.


Doom 3 versetzt uns ins Jahr 2045 auf eine Forschungsstation auf dem Mars. Plötzlich kommt dort ein Heer von Dämonen an, die alles vernichten wollen. Der interaktive Spieler ist jetzt dazu aufgefordert mit mindestens ebenso viel Brutalität die Monster abzuwehren.


Todd Hollenshead, Geschäftsführer von id Software ist hellauf begeistert: „Durch die kinoähnlichen visuellen Effekte und dem unglaublichen 5.1-Surround-Sound bis zur Furcht einflößenden Atmosphäre und der hyper-realistischen Umgebung kommt das ganze Spiel einem interaktiven Horrorfilm gleich. Fügt man einige der grausamsten Dämonen hinzu, die die Hölle je hervorgebracht hat, erhält man eine so intensive Erfahrung, dass sie Ihre Herztropfen griffbereit haben sollten.“


In diesem Spiel kannst du also in deinen ganz persönlichen Horror-Film einsteigen, du bist die Hauptrolle. Der ultimative Zeitvertreib für alle, die in ihrem Leben noch nicht genug Horror haben. Es wird viel von Frieden und Niederlegung der Waffen geredet: Im Irak, in Israel, im Sudan und an vielen anderen Orten. Doch genau diese Spiele legen den Keim in die Herzen und Köpfe der Menschen, wie sie ihre Konflikte durch Brutalität und die Gewalt der modernsten high-tech Waffen lösen sollen.


Interaktive Computer-Gewalt-Spiele beeinflussen unsere Gesellschaft mehr als du denkst. Terror und Gewalt bestimmen unsere Zeit. Das wusste auch schon die Bibel 2000 Jahre vorher: „Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden; denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend,“ (2.Timotheus 3,1-3)


Was die Invasion der Dämonen angeht, so steht in der Bibel ausdrücklich, dass sie reale Mächte sind, mit den nicht zu spaßen ist, weit mehr als nur hohle Fratzen am Computerbildschirm.


Doch es gibt eine Lösung für alle, die den Horror in ihrem Leben beenden wollen.


Jesus sagt nämlich in Johannes 14,27: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt werde auch nicht furchtsam.“



Quelle: MSN

Kommentare

  1. chris

    Hallo hollowman,
    die Ursache von unseren Problemen sind nicht die Spiele – da hast du ganz recht. Wenn man das sagen würde hätte man es sich in der Tat leicht gemacht, indem man die wirklichen Ursachen übergeht. Was ist denn nun die Ursache? Du hast einige richtige Dinge gesagt – letztlich jedoch ist es die Sünde, die in jedem von uns ist.
    Ich habe diese Spiele selbst lange gespielt, ich kann auch gut verstehen, was du gesagt hast. Die Frage ist aber, ob wir es, besonders wenn wir uns auch noch Christen nennen, nötig haben, solche Spiele zu spielen. Die Welt versinkt im Terror und Massakern und wir finden nichts dabei, uns gegenseitig virtuell umzunieten. Naütrlich macht es Spaß – aber ich denke das liegt eher an unserer Verdorbenheit, als an dem genialen Spieldesign. Wie sehr diese Spiele dein Denken verändern, kannst du selbst garnicht abschätzen – das merkst du erst, wenn du aufhörst.
    Ich finde es besonders bedenklich wenn Kinder und Jugendliche Spiele spielen, bei denes es darum geht zu Töten und das auch in allen Details dargestellt wird. Es wird auf jeden Fall Einfluß auf ihr Denken und ihre Entwicklung haben. Und in diesem Sinn leisten Spiele schon ihren Beitrag zu Gewalt bei Kindern – jeder Mensch trägt die Veranlagung zur Sünde, zur Gewalt in sich. Wenn für uns das Töten in Spielen kein Problem ist, dann fördern wir einen großen Schritt in die falsche Richtung. Natürlich laufen auch viele andere Dinge falsch – aber das ändert nichts an der Sache an sich.

    Lg, Chris

  2. hollowman

    nicht so einfach

    Ich habe den Artikel, die Leserbriefe und die Antworten gelesen.

    Ich muss sagen ihr macht das ganze sehr einfach. so einfach ist es aber nicht.

    in einer antwort auf einen leserbrief wird die tat von erfurt mit Comuterspielen verbunden.
    klar ist ja auch das einfachste. Tatsache ist doch dass der mensch massive probleme hatte und keinen der ihm beistand. Nicht seine eltern und auch nicht die lehrer.
    gibt mann den Spielen die schuld braucht mann sie nicht bei sich zu suchen oder der gesellschaft.
    Dann braucht mann nicht darüber nachzudenken wieso die jugendlichen sich verloren fühlen wieso so viele davon sich selbs umbringen.
    Die junge generation verkommt weil es mehr mauern als wege gibt. man diskutiert viel lieber über verbote als über möglichkeiten. Und das finde ich falsch.
    Gerade die junge generation die in diese ungerechte welt aufwächst die ihnen nicht gefällt fühlen sich ohnmächtig. Sie haben erwartungen zu erfüllen. sie haben anweisungen was sie zu tun und was zu lassen haben.

    was sie nicht gelehrt bekommen ist der sinn des ganzen. ohne sinn ist das leben wertlos. Wie gibt man seinem leben einen sinn?
    Und genau da sollten wir als Christen ansetzten und nicht bei verboten.
    wo der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.
    Dass wissen viele jugendliche nicht. wieso?
    weil christen oft engstirnig denken und alles forsichshalber verbieten.
    dabei suchen die leute bei den spielen nur die möglichkeit denn alltag hinter sich zu lassen und nicht an ihn denken zu müssen. Wir müssen ihnen zeigen dass sie es auch beim Lobpreis machen können. Das sie in der Anbetung Gottes ihre sorgen ablegen können.

    ich bin der meinung dass doom3 spielen mich überhauptnicht näher zu gott bringt. es ist sinnlos.

    aber zu behaupten dass ich dabei an das töten denke ist doch weit hergeholt. die virtuellen gegner sind nicht echt und das ist dem spieler auch bewusst.
    Ich spiele auch  gerne gegen menschliche gegner im LAN aber da denke ich nicht an dass töten meines freundes/gegenspieler. Das interessante ist Taktik und schnelle reaktionsfähigkeit. Außenstehende sehen nur dass ich virtuell eine person erschieße. Und glauben zu wissen waran ich dabei denke.

    Die denen diese spiele schaden sind leute die ihrem realem leben entrinnen wollen. ob sie dass durch Spiele, drogen, chatten oder smsen ist egal. denn diese leute brauchen möglichkeiten in ihrem leben. sie brauchen freichei sie Brauchen JESUS
    Ihnen zu sagen was schlecht für sie ist und was sie nicht tun dürfen bringt sie nicht weiter.
    Was sie weiterbringt ist ein sinn in ihrem Leben. Und die beziehung zu Gott kann dies geben. Wie kommen sie aber zu gott wenn sie von christen einen schlechten eindruck haben?
    Willst du zu einem Verein gehören der einen nur bevormunden will?

    damit wollte ich sagen:
    ich finde die Spiele nicht schlimm (die meisten jedenfalls). Aber sie bringen einem nichts.
    Was ich schlimm find ist dass anhand von extremfällen diskutiert wird wie schlimm solche spiele doch sind und dabei vergessen was die eigentliche ursache von solchen Taten ist. Die Trennung von Gott. denn Da haben wir, auch ich, versagt ihn zu einem erfülltem leben mit gott einzuladen.

  3. conrad

    Trotzdem bleibt die Aussage stehen: Bei Gott ist schon der Gedanke an Mord Sünde!
    Wenn du am PC irgendwelche virtuellen Monster abknallst beschäftigst du dich nur noch mehr mit dem Morden. Ich hab noch keinen getroffen der durch Computerspiele friedlicher geworden ist, wenn das bei dir der Fall sein sollte, dann versorg am besten alle Krisengebiete der Welt mit Doom 3, du bekommst den Friedensnobelpreis und die Welt wird von allen Konflikten erlöst.
    Gott dagegen wird einmal einen gerechten Freiden herbeibringen, er wird auch alle Übeltäter zu Rechenschft ziehen, deswegen kann er auch so Dinge wie in Exodus beschrieben durchführen. Hast du ihm deine Sünde schon bekannt?

  4. ncd

    Bitte?

    “schlechte ausrede. der herr hat zu dir gesprochen. du weisst, dass virtuell morden nicht im willen gottes ist.
    du hältst das für ein spiel. aber wenn du deine bankgeschäfte im netz machst, dann ist es plötzlich kein spiel.
    bei gott ist schon der der gedanke  an gewalt eine sünde. er kennt unsere herzen. aber er vergibt auch dem, der ihn bittet.
    ali”

    Darf ich an dieser Stelle mal nach dem Bezug auf meinen Leserbrief fragen?

    Wo z.B. habe ich behauptet, dass “ich das für ein Spiel halte”? Bankgeschäfte sind insofern etwas anderes, da es um Handlungen zwischen zwei oder mehreren MENSCHLICHEN Parteien geht. Bei Videospielen kann direkt ich nur mir selbst schaden, die Dämonen sind NICHT ECHT.

    Darüber hinaus: Warum nicht an virtuellen Monstern abreagieren, um dabei Stress abzubauen, unter dem sonst u.U. die eigenen Mitmenschen zu Leiden hätten? Gewalt, wenn man das so nennen darf, kann, solange niemand dabei zu Schaden kommt (z.B. Kampfsport) als Abreaktion sehr entspannend wirken.

    Meine Anspielung auf Exodus sollte verdeutlichen, dass der Gott des Alten Testamentes sehr wohl Gefallen an Gewalt zu finden scheint, sowohl gegenüber den Menschen, als auch, was die Menschen untereinander betrifft. Allerdings nur, wenn man die Bibel als das tatsächliche, uneingeschränkte Wort Gottes betrachtet, und nicht als ein Sammelwerk historischer Dokumente.

    Ich muss Sie doch bitten, Leserbriefe sachlich zu beantworten. Schließlich sind Sie es, der bei diesem “Leserbrief und Antwort”-System immer das letzte Wort hat.

    Danke.

  5. ali

    schlechte ausrede. der herr hat zu dir gesprochen. du weisst, dass virtuell morden nicht im willen gottes ist.
    du hältst das für ein spiel. aber wenn du deine bankgeschäfte im netz machst, dann ist es plötzlich kein spiel.
    bei gott ist schon der der gedanke  an gewalt eine sünde. er kennt unsere herzen. aber er vergibt auch dem, der ihn bittet.
    ali

  6. ncd

    Beeinflussung

    Natürlich können gewaltverherrlichende Videospiele negativen Einfluss auf den Menschen haben, gerade auf leicht zu beeinflussende Jugendliche. Wer sein Leben nicht nach festen Werten ausrichtet, vergisst schnell die Grenzen zwischen (in diesem Fall) Unterhaltung und der Realität.

    Das ist allerdings nichts neues und gilt auch für andere Bereiche: So sollten Menschen, die in diese Kategorie fallen, vor der Lektüre archaischer Werke wie dem Alten Testament “geschützt” werden, da viele (extrem fragwürdige) Passagen auf das eigene Leben bezogen werden könnten, was fatale Folgen hätte.

    Ansonsten können wir gleich diese Woche damit annfangen, all unsere Mitmenschen eigenhändig zu töten, die am Samstag ihrer Arbeit nach gehen (Exodus 31,14-15).

    Danke.

  7. ali

    kann weder dich noch deinen bibelstundenleiter verstehen.
    ali
    steht nicht über das volk gottes im alten testament:” als das volk gegessen hatte, stand es auf, um zu spielen.”?

    Leitvers: Jesaja 33,15-17

    Am 26.04.2002 war in Erfurt die Welt alles andere als in Ordnung und wir fügen hinzu: Nicht nur in Erfurt. Deutschland hielt für kurze Zeit den Atem an und keiner will verstehen, was dort in Erfurt geschah. Eltern sind verunsichert und haben Angst, daß in der Schule ihrer Kinder ähnliches passieren könnte. Wenn wir auch Gott niemals zum Initiator solcher Anschläge machen dürfen, so sollten wir doch das Reden Gottes in mehrfacher Hinsicht nicht überhören. Was wird Deutschland aus dieser Katastrophe lernen? Wird man wohl endlich wach werden und die Imoralität unserer Gesellschaft erkennen und dagegen steuern. Ob sich wohl noch jemand fragt, daß diese Dinge besonders vermehrt dort auftreten, wo man sich mehr und mehr von Gott lossagt?

    Gott redet in mancherlei Hinsicht. Er zeigt uns die Vergänglichkeit des Lebens und in gewisserweise dann auch die scheinbare Sinnlosigkeit des Leben – sinnlos dann, wenn man ein Leben ohne den Schöpfer lebt.

    Aber Gott redet auch zu unserer Kultur. Wovon werden wir eigentlich geprägt? – Eltern, Familie, Verwandte, Lehrer, Klassenkameraden, Arbeitskollegen usw. Aber es gibt noch viele andere Dinge die uns prägen z.B. Computerspiele, Fernsehen und Kino. Diese Dinge spielten wohl bei dieser mörderischen Bluttat von Erfurt eine nicht geringe Rolle. Brutale Computerspiele und gewaltverherrlichende Filme wurden bei R.S. sichergestellt und Klassenkameraden bekannten, daß ihr Klassenkamerad fast süchtig nach diesen Dingen war.

    Man mag den Christen „Weltfremdheit“, „Prüderie“ und sonstwas vorwerfen. Auch mag jetzt mancher denken, daß solche Fälle wie in Erfurt herhalten müssen, um einen Feldzug gegen das (auch von vielen Christen geliebte) Fernsehen, gegen Computerspiele oder gegen das Kino zu führen. Mag sein. Jedenfalls sind die Christen in diesen Tagen nicht die Einzigen, die den Finger erheben und eine warnende Stimme erheben.

    So las ich heute am 08.05.2002 auf http://www.spiegel.de ( Spiegel-Artikel)eine sehr interessante Studie zu diesem Thema. Tatsächlich scheinen aufrichtige Wissenschaftler diese Medien auch sehr kritisch zu beurteilen und vor allen Dingen der Umgang mit diesen Dingen.

    So heißt es in der Studie:

    Nur wenige Experten bezweifeln heute noch, dass die Darstellung von Gewalt im Einzelfall ganz reale Gewalt hervorrufen kann – zu erdrückend sind die Selbstauskünfte der Täter und die Belege der Ermittler, die etwa nach den Schulmorden in Paducah (Kentucky, 1997), in Jonesboro (Arkansas, 1998), in Littleton (Colorado, 1999), im sächsischen Meißen (1999), im bayerischen Brannenburg (2000) und jüngst in Erfurt zusammengetragen wurden.

    Nicht nur für manche Selbstmorde (“Werther-Effekt”), sondern auch für etliche Morde und Massaker machen Wissenschaftler die Medien verantwortlich – vor allem, seit deren Nutzung sich so dramatisch verändert hat: Bis zur zwölften Klasse verbringt das deutsche Durchschnittskind heutzutage 15 000 Stunden in der Schule – aber 18 000 Stunden vor dem Fernseher. “Für die meisten Kinder ist das Fernsehen der beherrschende Sozialisationseinfluss geworden, und die Botschaft vieler Fernsehshows ermutigt gewaltsame Lösungen alltäglicher Probleme”, resümiert das Fachblatt “Kriminalistik”.

    Den bisher wohl fundiertesten Beleg, dass das ganz normale Fernsehprogramm Kinder und Jugendliche aggressiv macht, hat eine Forschergruppe um den New Yorker Psychologen Jeffrey Johnson vor wenigen Wochen veröffentlicht.

    Die Wissenschaftler beobachteten die Entwicklung von 707 Kindern über 25 Jahre hinweg. Resultat: Junge Erwachsene, die zu Gewaltausbrüchen neigen, haben mehr ferngesehen als ihre friedfertigen Altersgenossen. Ein Drittel der Männer, die als 14-Jährige täglich ein bis drei Stunden vorm Fernseher verbracht hatten, wurde später gewalttätig. In der Kontrollgruppe (weniger als eine Stunde) waren es nur neun Prozent. Bei Frauen tritt ein auffälliger Zusammenhang erst in höherem Alter auf – weil 14-jährige Mädchen sich noch kaum brutale Sendungen ansehen, vermuten die Forscher.

    Dass die Psychologen nur die bloße Verweildauer vor der Glotze, nicht aber das Sehen gewalttätiger Sendungen gemessen haben, mindert die Überzeugungskraft der Studie nicht. Ganz im Gegenteil: Die Frage, was für Sendungen und Computerspiele für Kinder eigentlich geeignet sind, scheint demnach gar nicht mehr so wichtig.

    Autoren der Studie:
    LARS-OLAV BEIER
    JÖRG BLECH
    CHRISTOPH DALLACH
    ANSBERT KNEIP
    HELMUT SORGE
    MARTIN WOLF

    Sollten diese Dinge nicht eine Warnung für uns sein? Vielleicht meint jemand: Ja, das ist alles wahr, aber damit haben wir Christen doch nichts zu tun. Wirklich nicht? Liebe Miteltern, haben wir mal auf dem PC unserer Kinder nachgeschaut und uns damit beschäftigt, was dort alles gespielt wird, was da von Klassenkameraden still und heimlich auf den PC geladen wird? Haben unsere Kinder, wenn sie bei Freunden eingeladen sind, die Kraft „Nein“ zu sagen, wenn solche Gewaltspiele gespielt werden? Haben wir als Eltern unsere Kinder gut vorbereitet und sie wohl gut angeleitet und auch Alternativen aufgezeigt? Denn mit Verboten alleine werden wir heute nichts mehr bewegen können, unsere Kinder brauchen Hilfe und verantwortungsvolle Eltern.

    Natürlich könnte man jetzt argumentieren, daß Millionen Kinder diese Gewaltspiele und Gewaltfilme im Fernsehen sehen und es doch auf die Masse gesehen sehr selten vorkommt, daß so etwas wie in Erfurt passiert. Mir scheint dieses Denken jedoch sehr kurzsichtig zu sein. Ist dieses eine Mal in Erfurt nicht schon genau einmal zu viel? Was, wenn der Amokläufer nicht RS heißt, sondern den Namen deines Kindes trägt? Was, wenn man dann auch bei deinem Kind Spiele findet, die gewaltverherrlichend sind oder Videofilme, die jenseits von Gut und Böse sind?

    Interessant fand ich auch die oben zitierte Aussage: „Dass die Psychologen nur die bloße Verweildauer vor der Glotze, nicht aber das Sehen gewalttätiger Sendungen gemessen haben, mindert die Überzeugungskraft der Studie nicht. Ganz im Gegenteil: Die Frage, was für Sendungen und Computerspiele für Kinder eigentlich geeignet sind, scheint demnach gar nicht mehr so wichtig.“ Diese Feststellung ist doch wohl sehr interessant. Betrifft das nicht auch solche, die zwar Gewaltspiele und Gewaltsendungen ablehnen und doch die Kinder viel vor dem PC oder dem Fernsehen sitzen lassen? Damit möchte ich jetzt diese Dinge nicht total verbieten und wieder in der Gesetzlichkeit landen, aber es reicht eben nicht aus einfach nur auf Gewalt zu verzichten, sondern auch der Konsum an sich sollte eingeschränkt werden und wohl überdacht sein. Wichtig scheint mir hier die Botschaft: Empfinden wir als Eltern unsere große Verantwortung in diesem Punkt?

    Die Bibel kennt natürlich keine Computerspiele oder das Fernsehen und doch schweigt sie auch nicht gänzlich zu diesen Themen. Daß z.B. junge Menschen zu solchen Bluttaten kommen, ist für Gott keine Überraschung, denn schon in 1.Mose 8,21 heißt es: „…denn das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an;“.

    Und das Mord und Totschlag viel mit dem zu tun hat, was jemand sieht, zeigt uns die Bibel auf eindrucksvolle Weise. Z.B. heißt es von David, daß er die Bathseba „sich baden sah“ (2.Samuel 11,2). Und so ging er mit dieser Frau fremd und sorgte anschließend dafür, daß der Mann dieser Frau getötet wurde. Oder wir denken an Lot, von dem es in 2.Petrus 2,8 heißt: „(denn der unter ihnen wohnende Gerechte [Lot] quälte durch das, was er sah und hörte, {Eig. durch Sehen und Hören} Tag für Tag seine gerechte Seele mit ihren gesetzlosen Werken)“. Lot konnte dem Gericht in Sodom und Gomorra noch entgehen, aber seine Frau und seine Verwandschaft hatte er verloren. Und wie begann sein Weg bis hin zu diesem Gericht in Sodom? Als Abraham und Lot sich trennten, da sah er die bewässerte Jordan-Ebene. Das war der Beginn eines Weges der von Versagen gekennzeichnet war. Viele andere Beispiele könnte man anführen, aber diese Auswahl soll lediglich zeigen, daß das Prinzip zu keiner anderen Zeit wirklich anders war. Das Auge wird im Matthäus-Evangelium nicht umsonst „die Lampe des Leibes“ genannt. Das, was wir sehen und hören, hat auch einen Einfluß auf uns. Das gilt übrigens auch für die positive Seite, wenn wir den Herrn Jesus „anschauen“ und uns viel mit Ihm beschäftigen wird das nicht ohne Einfluß bleiben. Wir werden dem Bild des Herrn Jesus immer mehr entsprechen (Römer 8,29).

    Ein sehr passender Bibelvers ist auch: “Wer in Gerechtigkeit wandelt und Aufrichtigkeit redet; … wer sein Ohr verstopft, um nicht von Bluttaten zu hören, und seine Augen verschließt, um Böses nicht zu sehen: der wird auf Höhen wohnen, Felsenfesten sind seine Burg; sein Brot wird ihm dargereicht, sein Wasser versiegt nie. – Deine Augen werden den König schauen in seiner Schönheit, sehen werden sie ein weithin offenes Land.” (Jesaja 33,15-17)

    Zum Schluß noch einige nachdenkenswerte Passagen der Studie auf http://www.spiegel.de:

    Immerhin haben Bochumer Forscher vorvergangenes Jahr erstmals nachgewiesen, dass brutale Computerspiele ihre jungen Benutzer abstumpfen lassen. Sie registrierten an 280 jungen Probanden deren Gefühlsregungen mit Kameras und Elektroden. Jene Kinder, die sich mit einem Gewaltspiel beschäftigen, blickten anschließend besonders lange auf Fotos von Menschen und Tieren in Not – und zeigten dabei besonders wenig Mitleid. Trotzdem wird im Bundesjustizministerium erst jetzt über rechtlich verbindliche Alterseinstufungen für Computerspiele nachgedacht.

    Selbst im Fantasy-Opus “Der Herr der Ringe – Die Gefährten” (2001) wird von Anfang bis Ende geschlachtet; abgetrennte Gliedmaßen fliegen munter durch die Szenerie, im Eifer des Gefechts auch mal ein Kopf. Dass der Film in Deutschland bereits für Zwölfjährige freigegeben wurde, sorgte keineswegs für öffentliche Empörung.

    Tatsächlich stellt sich nach dem Protest wohlmeinender Jugendschützer beim jungen Publikum oft genug nur der Reiz des Verbotenen ein – das zeigt das Beispiel der Rockmusik besonders deutlich.

      

      

  8. masterchief85

    Meine Meinung

    Tag Veli,

    ich finde, man sollte das nicht veralgemeinern, dass es schlecht für einen ist. Ich bin selbst überzeugter Christ und Spiele das Spiel einfach nur aus Spaß! Unterhaltung. Zeitvertreib in der Freizeit.
    Man könnte den schlechten Einfluss von Computerspielen auch gleich veralgemeinern, indem man sagt, Spiele, in denen man kämpfen, Krieg führen oder töten muss sind schlecht. Aber das kann ich einfach nicht anerkennen. Mein Hauskreisleiter spielt im Geschäft mit seinen Kollegen “Age of Empires”.
    Ich denke nicht, dass er dadurch ein schlechterer Mensch ist oder sich damit was schlechtes antut.

    So, gute Nacht Ihr Leute von Soulsaver. Ich find euch weiterhin voll cool, weil Ihr überzeugt eure Meinung vertretet und sehr viele interessante Themen habt!
    Gottes reichen Segen wünsch ich euch.

  9. velimir

    nein.. mir reicht es schon, dass ein paar wenige es machen.
    warum soll man sich so einen schund ansehen?

    isst du gern vergammeltes obst?
    atmest du gern im hauptbahnhof-klo tief durch?
    hörst du dir gern die “flippers – best of” mit voller laut-
    stärke an?

    also, warum verschmutzt du dann so gerne deine seele mit gewalt und horror?

    “zum abreagieren” werden manche sagen. aber das ist totaler schmarrn: ebenso, wie die behauptung hardcore-metal kompen-siert aggro-gefühle. ich war schon bei vielen konzerten an-
    wesend und habe immer die aggressivität der metal-fans sofort bemerkt.

    ernähre dich doch mit etwas gesundem, gutem: dem wort Gottes! Gott hilft dir auch mit deiner Realität klar zu kommen; dann brauchst du auch keinen fantasy-, horror- oder gewaltfilm mehr glotzen, damit du deinen alltag überstehst!
    gruß, veli

  10. kogokg

    Horrorfilme und games

    Interaktive Computer-Gewalt-Spiele beeinflussen unsere Gesellschaft mehr als du denkst. Terror und Gewalt bestimmen unsere Zeit. Das wusste auch schon die Bibel 2000 Jahre vorher:

    ich würde sagen, das wussten bereits die christen, dass man terrorisieren kann.

    denkt ihr, dass sich alle nach einem horror-splatter eine motorsäge kaufen und dann auf jagd gehen?

    Mann, mein beileid für eure noch sooo schwierige zeit…

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