Jugend – wohin? Eine hoffnungslose Generation?

… viele sind von zuhause abgehauen. Die einen sitzen im Aufenthaltsraum, rauchen und spielen Schach, die anderen hören etwas lauter Musik und tanzen dabei. Manche haben noch weiche, fast kindliche Gesichtszüge. Beim Versuch, tiefer mit ihnen ins Gespräch zu kommen, fallen ihre Antworten mager aus: „Keine Ahnung.“ – „Weiß nicht.“ – „Noch nicht drüber nachgedacht.“

Demos und wahrer Friede

Ja, es fällt uns leicht gegen etwas Schlimmes zu protestieren – aber gleichzeitig haben wir es schwer selbst in Frieden zu leben. Es gibt unheimlich viel Gewalt und Hass in Schulen, Familien, Büros und Fabriken. Ehepaare bekriegen sich. Nachbarn zerren sich vor Gericht. Wir verlangen von den Mächtigen der Welt etwas, was wir selber nicht praktizieren. Darum verpufft unsere Demopower im Nichts. (Auch unter anderem deshalb, weil Kriege von bestimmten Medienkonzernen und Privatfirmen gesponsert werden und keine Bevölkerung eines Landes dieser Welt ihnen durch Konsumboykott den Geldhahn zudreht …)

Porträt einer Familie

In „Family Portrait“ zeichnet die amerikanische Popsängerin Pink aus der Sicht eines leidenden Kindes das Porträt einer zerbrechenden Familie. Erstaunlich, ja beängstigend lebendig erscheinen einem die in dem Lied geschilderten Eindrücke. Wer hat sich als Kind noch nie im Bett vor den sich gegenseitig anschreienden Eltern verkrochen? Wer kann leugnen, dass Kinder heutzutage oft viel mehr Zeit mit Computer oder Playstation verbringen als in gesunder Gemeinschaft mit Gleichaltrigen? Wer will sich noch länger vormachen, dass Familienglück oft nicht mehr als eine Fassade ist?

Der Amoklauf von Erfurt

Die halbe Welt denkt, was für ein fieser Mörder dieser Robert Steinhäuser war und wie viel Leid er über die Angehörigen der Ermordeten gebracht haben muss. Aber was für jeden Menschen persönlich wichtig wäre zu durchdenken, fällt irgendwie unter den Tisch: Wo sind jetzt eigentlich die Toten?

Moorhuhn

Schon mal drüber nachgedacht, warum Kinder immer öfter von Fernsehern erzogen werden als von ihren Eltern? Warum Jugendliche lieber am Gameboy rumfingern, als gemeinsam was zu unternehmen? Warum schmierige Sex-Sites (12 Millionen!) und 0190er-Stöhnnummern unsere Welt zupflastern?

Pokémon

Dein Ziel ist es, alle 151 Pokémons zu überwältigen, und ihr „Herr“ zu werden. Die Gefahren dieses Spiels lassen sich am besten dadurch aufzeigen, dass man die Erziehungsziele von Eltern dem „Erziehungs-Ergebnis“ von Pokémon-erzogenen Kindern gegenüberstellt: