Klimaerwärmung: Eine unbequeme Wahrheit

Al Gore heizt die Klimadebatte neu an. Der einstmals nächste Präsident der Vereinigten Staaten ist derzeit mit seinem Film “Eine unbequeme Wahrheit” in den Kinos zu sehen. Nachdem Gore im Jahr 2000 den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf knapp gegen George Bush verlor, konzentrierte er sich stark auf Aufklärungsreisen über Umweltverschmutzung. Der Vortrag, den er weltweit schon über 1000 mal gehalten hat, ist jetzt als Dokumentation auf der Leinwand zu sehen.
Es geht darin um die massiven Umweltschäden, welche von uns Menschen herbeigeführt worden sind und immer noch werden.
Größtes Problem ist, dass wir viel zu viel CO2-Gas (und andere sogenannte Treibhausgase) produzieren. Messungen zeigen, dass der CO2-Gehalt in unserer Atmosphäre direkt zusammenhängt mit der Temperatur auf der Erde. Viel CO2, hohe Temperatur. Wenig CO2, niedrige Temperatur. Zwar schwankt die CO2-Konzentration über die Jahre und Jahrtausende, aber wir sind jetzt schon weit über dem höchsten je gemessenen Wert. Die Temperatur wird zeitlich leicht verzögert nachziehen. Sie wird vielleicht nur sehr wenig steigen, aber die weltweiten Ökosysteme sind so eng miteinander gekoppelt, dass dieser Temperaturanstieg schon unvorstellbare Folgen nach sich ziehen wird. Nicht “kann”, wie die Populärmedien oft abgewiegeln, sondern “wird”. Die Wissenschaft ist sich einig, dass es definitiv zu schwersten Umweltkatastrophen kommen wird, wenn wir unseren Lebensstil beibehalten.

Erste Anzeichen sind schon heute sichtbar:

– Schwere Hurricanes haben sich in den letzten 30 Jahren fast verdoppelt
– Die Schmelzgeschwindigkeit der Gletscher hat sich weltweit stark erhöht
– Pflanzen- und Tierarten wandern in Richtung der Erdpole
– Hitzewellen, Kältewellen, Trockenheiten und Waldbrände nehmen an Intensität und Häufigkeit zu
– Die Malaria-Höhengrenze stieg, weil die Überträgerinsekten jetzt nicht nur in den warmen tieferen Lagen überleben können

CO2 entsteht, sobald wir fossile Brennstoffe verbrauchen. Das heißt, wenn wir Auto fahren, Flugzeuge fliegen, Strom in Kohlekraftwerken herstellen, Wälder abbrennen. Allein Brandrodung von Urwald ist für ein Viertel der weltweiten Treibhausgase verantwortlich. In manchen Ländern wird systematisch Urwald abgebrannt, um neue nutzbare Flächen zu erschließen.
Wenn wir uns nicht ändern, ist unter anderem folgendes zu erwarten:

– Die oben genannten Probleme werden nochmals häufiger
– In den nächsten 25 Jahren werden sich die Toten durch Erderwärmung verdoppeln auf 300000 Menschen pro Jahr
– Der Meeresspiegel kann weltweit um 6 Meter steigen. Knapp 200 Millionen Menschen müssten umgesiedelt werden. Eine unvorstellbare humanitäre Katastrophe
– Im Jahr 2050 können über eine Million Arten ausgestorben sein.

Al Gore berichtet, wie er bei der Krankheit seines Sohnes gemerkt hat, dass tatsächlich etwas auf dem Spiel steht. Dass wir tatenlos zusehen, wie wir unser großes Kapital zerstören. Wir sind im Alltag gefangen und erkennen unseren Reichtum erst, wenn er nicht mehr da ist. Wir haben uns an unsere Schätze und Geschenke gewöhnt. Denn wenn sich Atheisten und Gläubige oft streiten, in einem Punkt sind sie sich dann doch wieder einig: Die Erde ist wunderschön.
Wir Menschen malen, bauen kunstvolle Skulpturen und Bauwerke, aber sie kommen mit Abstand allesamt nicht heran an die Herrlichkeit der Natur. Sie sind nur billiger Abklatsch. In einer einzigen Körperzelle steckt mehr Intelligenz als in einem Space Shuttle und mit einer guten Lupe könnte man sich länger an den Details eines blosen Grashalms erfreuen als am Kölner Dom. Unsere Kleidung kann sich farblich beißen, aber ein Blumenwiese passt immer zusammen.

Die Natur in ihrer beindruckenden Majestät drängt uns regelrecht dazu, Gott zu danken. Wer am Rand des Grand Canyon steht, wird in die Knie gezwungen vor solch einer Größe. Wer sich nach einem heißen Sommertag im kühlen Badesee erfrischt, sollte Gott zujubeln. Wer in einem orangenen Sonnenuntergang versinkt, sollte Gott ein Liebesgedicht flüstern.
Denn an der Schöpfung können wir Gott erkennen. Wir können sehen, dass es ihn gibt. Wir können erahnen, wie wunderbar er ist. Wir können spüren, wie machtvoll er ist.
Wegen der unfassbaren Größe und Schönheit der Welt und des Universums wird Gott einmal zu dem gottlosen Menschen sagen: “Du hattest keine Entschuldigung.”

Dazu sei gesagt: Wir danken ihm nicht. Jedenfalls nicht in dem Maße, wie uns seine Schöpfung dazu anreizt. Wir danken ihm nicht in einem stillen Gebet und wir danken ihm nicht durch unsere verschwenderisch-zerstörerische Lebensweise.
Wer Al Gores Film sieht, empfindet unter Umständen eine Art Hilflosigkeit und Schockierung, fast schon Wut über den gedankenlosen kurzsichtigen Umgang von uns Menschen mit der Erde. Er kann ein bisschen nachvollziehen, wie Gott sich fühlt, wenn er uns Menschen beobachtet. Wir haben nur einen schwachen Einblick in die erschreckenden Zusammenhänge der Welt und selbst davor können wir die Augen verschließen. Aber Gott schaut nicht weg. Er sieht alles und wird uns daran messen, wie wir eine einstmals gute Erde verwaltet haben. Die Bibel gibt uns den konkreten Auftrag von Gott, für unseren Planeten Sorge zu tragen und ihn gut zu verwalten:


Und Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren. (1. Mose 2,15)


In diesem Sinne seien uns die Vorschläge aus Gores Dokumentation ans Herz gelegt. Die Veränderung fängt zuerst bei jedem persönlich an, jeder ist in erster Linie für sein eigenes Verhalten verantwortlich. Aber viele Einzelne sind eine ganze Menge und können ihre CO2-Produktion stark reduzieren.

Einige Vorschläge von Al Gore:

– Bete zu Gott
– Benutz energiesparende Elektrogeräte
– Spare Wasser, besonders heißes Wasser
– Isoliere dein Zuhause
– Recycle
– Wechsel zu einem grünen Energieversorger
– Kaufe lokale Produkte
– Fahr mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad wenn möglich
– Weiteres auf www.climatecrisis.net


Quellen:
https://www.climatecrisis.net
https://www.soulsaver.de/assets/dld/1210/3402_treibhaus_2004.pdf

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Kommentare

  1. Tauron

    Wie immer…

    Der Mensch weiss seit tausenden von Jahren, dass die Welt untergehen wird. Jesaja, Hesekiel, Daniel, Jesus, Johannes,… Alle habes es gesagt und sogar wie es aussehen wird und nun sind die Menschen ganz erschrocken, dass es doch tatsächlich kurz bevorsteht.

    Jeder Prophet flehte die Menschen an, ändert euch. Lobt Gott und bewahrt seine Schöpfung. Hat es einen interessiert? Das ist nur die verdiente Ernte die die Menschheit nun einfährt.

    “Man erntet was man säht.”

  2. ali

    “Zu Rabbi Jankele aus Boryslaw kommt ein Kaufmann und klagt: “Was ist bloß mit dieser Welt los? Ich habe einen Lebensmittelladen und ein Textilgeschäft. Wenn die Welt lebt, müßte ich doch Lebensmittel verkaufen. Ist sie gestorben, müßte ich doch Leichentücher verkaufen (die Juden hüllen ihre Toten in Leinentücher ein). Aber die Kassen meiner beiden Geschäfte haben seit Monaten nicht mehr geklingelt. Was ist bloß los” “Mein Lieber”, antwortet ihm Rabbi Jankele seufzend: “Die Welt lebt nicht, und sie ist nicht tot. Die Welt quält sich so dahin.””

  3. nina2

    Umwelt

    Wundert mich nicht,dass dieser Artikel nicht von Ali stammt.  Die Umweltzerstörung ist ihm ja-wie vielen christen-egal,denn wir sollen ja nicht die Welt lieben und Gott macht ja alles eh neu. Finde es gut,dass hier wenigstens einer die Dinge klarer sieht!

  4. seht ihr die Ip, ja oder?

    blubb

    Neues Anfachen der Klimadebatte..nicht schlecht..wenn des n Grüner nach 20 Jahren Atomschutzbunker gesagt hätte, alle achtung für die schnelle auffassungsgabe..aber is des nichn bischn verspätet?
    Abgesehen davon, des Al Gore des gute Stück schon vor geraumer zeit veröffentlicht hat, gibt es WISSENSCHAFTLER, und zwar fast alle, die diese Entwicklung anprangern…Ob beten gegen einen Hurricane hilft, bezweifel ich mal, denn der is kein unerklärliches wunder der natur, sondern in seiner entstehung gut erforscht..und des in dem artikel von euch noch ein seitenhieb auf die katholiken sein musste, war schon abzusehen..die bösen mit ihrem papst und so..ich weiß nicht wieviel von euch als kleine kinder mal in nem dom standen und euch gewundert habt, warum menschen sowas nur bauen..vielleicht, weil die menschen die unermessliche größe gottes ausdrücken wollten…is aber nurn gerücht, könnte auch profitgier vom papst selber gewesen sein…

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