Starker Tobac(co)

„Ey gib mal ne Zichte!“ – Ja, klar. Hier, nimm gleich zwei.“


Haste ne Fluppe? Kann ich eine haben?“ – Hab nur Tabak. Schnorrer!“


Die Zigarette – Gesellschaftsdroge Nummer eins. Du kannst sie überall haben. Du kannst sie (fast) überall konsumieren. Allen sind die Konsequenzen bewusst, wenn sie die Glut so schön knisternd hören und den blauen Dunst inhalieren: Lungenkrebsrisiko, Kreislaufbeschwerden, verstopfte Blutgefäße, schlechte Haut, Kopfschmerzen, kaputte Bronchien, Unruhe und allgemeine Leistungseinschränkung.


Egal, ich brauch’ das jetzt. Mir ist langweilig, ich bin unsicher, mir ist sowieso alles total egal, es ist chic und baut Stress ab. Es ist kommunikativ. Alle rauchen doch … Tatsächlich wird das Rauchen von der Werbeindustrie als ein Mittel angepriesen, das Relaxtheit, Coolness, Freiheit, Stil und Urlaubsgefühle verspricht.


Übrigens, die Massenproduktion aus geschreddertem, minderwertigem Tabak, ummantelt mit dünnem Papier erlebte ihren wirtschaftlichen Boom im Zweiten Weltkrieg. Tausende von Frontsoldaten und vor allem Krankenlager bekamen von den USA den berühmten „Schnuller für Erwachsene“ geliefert, die billige Variante zur ehrenhaften Herrenzigarre. Der Zigarettenmarkt von morgen tat sich auf. Ob ein Soldat damals mit einem luxuriösen Lächeln in die Kamera gesagt hat: „Ich rauche gern!“?


Heute gibt es neben dem eingesetzten Filter und durchdesignten Schachteln auch noch 16 andere schwertoxische Stoffe in der Zigarette, wobei Nikotin allgemein das stärkste Nervengift für den menschlichen Körper bleibt. Der Kettenraucher ist längst in der Gesellschaft akzeptiert, währenddessen ein Neurotiker zur Therapie gebeten wird. Wer weiß schon, dass in Deutschland jährlich ca. 130.000 Menschen durch das Aktiv- und 3.000–5.000 durch das Passivrauchen sterben, gegenüber „nur“ ca. 2.000 Drogentoten? Hier herrscht nicht Unmoral und kranker Menschenverstand, sondern ein Markt, angefeuert von Zigarettenherstellern und anderen Profitierenden.


Ein berühmtes Marlboro-Model (abgelichtet als Wildwestcowboy, Mann von Welt in staubigen Stiefeln mit blitzenden Sporen und unheimlich befriedigtem Blick auf das gezähmte Pferd) dem ein Kehlkopfkrebs entfernt wurde, konnte nur noch durch ein medizinisches Sprechgerät am Hals erzählen, dass er gegen die genannte Zigarettenfabrik klagt und seinen Konsum bereut. Test the West?


Lieber haben wir das kleine Zepter unserer Nebelwelten in der Hand, als uns mit der Realität auseinander zu setzen. Es fällt auf, dass eine Generation heranwächst, die dieses Zepter schon in ganz jungen Jahren übernimmt und es noch schlimmer im Griff hält. Mädchen und Jungen ziehen sich Genuss aus dem Automaten für drei Euro die Schachtel, obwohl ihre Lungen sich erst im 18. Lebensjahr voll ausgebildet haben. Ein Lucky Strike?


Nikotin ist nach 30 Minuten im Körper abgebaut. Wer danach noch Entzug hat auf eine leckere Zigarette, der ist seelisch abhängig. Seelische Lücken füllen mit Teer?


Jesus sagt: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie wieder Durst bekommen. Dieses Wasser wird ihm zu einer Quelle, die bis ins Ewige Leben hineinfließt.“ (Johannes 4,14)

Kommentare

  1. frapewo

    jau, alles so wictig und richtig

    irgendwie hat mir das den letzten kick gegeben, mit dem rauchen aufzuhören, bisher wurde ich von ehemaligen mitchristen bestärkt in dem vorhaben weiter zu rauchen und zu trinken (im süden deutschlands trinken die christen gerne mal ihr glaserl wein, im norden rauchen sie gerne ihre zigarette)
    ich bin echt voll davon überzeugt das alle geschwister die das gerade lesen für mich beten (nur diejenigen die nicht schon wie viele für wichtigere anliegen beten). gott braucht mich noch in den nächsten jahren (habe so das unbestimmte gefühl)

    prost! ; frank

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