Junghexen-Bewegung hat in Deutschland Zulauf

Tausende von Teenagern interessieren sich in Deutschland für Hexenwesen und heidnische Inhalte. Wie der Weltanschauungsbeauftragte der Württembergischen Landeskirche, Dr. Hansjörg Hemminger, gegenüber TOPIC erklärte, nehme die Zahl der 12- bis 14jährigen Teenie-Hexen deutlich zu. Dies könne man aus Reaktionen von jungen Mädchen auf entsprechende Internet-Seiten entnehmen. So biete die Württembergische Landeskirche kritische Beiträge zum Thema Hexen im Internet an, auf die viele junge Mädchen per E-Mail reagierten. Dies zeige, welches Interesse da sei und wie intensiv sich junge Mädchen mit dem Thema auseinandersetzten.


Als wirksames Kontaktmagazin für das Hexenwesen nannte Hemminger das Mädchen-Magazin W.i.t.c.h. (zu deutsch Hexe). Das “magische Mädchen-Magazin” W.i.t.c.h. wird von dem Egmont Ehapa Verlag (Berlin) herausgegeben und liegt praktisch in jedem Supermarkt und an jedem Zeitungskiosk aus. Das Copyright für die Hexenzeitschrift für Mädchen hält der US-Unterhaltungskonzern Disney Enterprise. W.i.t.c.h. erscheint in Deutschland (aber auch in etlichen EU-Ländern) monatlich in einer Auflage von 141 000 Exemplaren, von denen aber nur etwas über die Hälfte wirklich verkauft wird. 15 450 Mädchen haben die Hexenzeitschrift fest abonniert.


Neben Trends zu Kleidung oder Handys präsentiert W.i.t.c.h. Comics und konkrete Hilfen zur Lebensbewältigung per Esoterik: “Was sagt das Luna-Horoskop zur nächsten Klassenarbeit, und was für eine Hexe bin ich selber?” Dazu liefert W.i.t.c.h. ganz praktische Anweisungen, wie eine heidnische Religiosität ausgelebt werden kann: “Wie mache ich aus einem alten Ast einen tragbaren Zauberaltar? Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um ein magisches Armband zu tragen?” Der Januar-Ausgabe 2005 lag ein “Magisches Kartenset” bei, mit dem man sich im Kartenlegen üben konnte: “Befrage die magischen Karten und erhalte Informationen über dein Leben, über Freundschaft und Liebe”. Hemminger: “W.i.t.c.h. preist jungen Mädchen die Hexe als Identifizierungsmodell an.” Nach Beobachtungen des kirchlichen Weltanschauungs-Beauftragten wird durch W.i.t.c.h. ein Erstkontakt zum Hexenwesen hergestellt, aus dem für einige Mädchen dann auch mehr würde, wie Beratungsfälle zeigten.


Wie viele Junghexen es inzwischen in Deutschland gibt, ist schwer zu sagen. Hemminger kann keine Zahlen nennen, auch nicht für die gesamte Hexenszene, “weil dort einfach alles im Geheimen stattfindet”. Dass die Hexenzeitschrift scheinbar auch Kinder erreicht, zeigen einfach die ganzseitigen Werbeanzeigen von “Playmobil”. Da lächeln werbeträchtig bereits Fünfjährige – in einer Hexenzeitschrift.


[Quelle: TOPIC]

Kommentare

  1. ali

    1. Definition und Wesen des “Okkultismus”
    (lat. occultum = das Geheime) ist die Lehre vom Geheimen, Verborgenen, von der unsichtbaren und übersinnlichen Welt, biblisch-theologisch beurteilt: vom >Aberglauben und >Dämonischen. Okkultismus wird heute eher mit dem nicht so negativ klingenden Begriff “Esoterik” bezeichnet (griech. esoteros = das nach innen Gekehrte, das Geheime). Es gibt Tausende Formen des Okkultismus (z.B. >Hellsehen, >Wahrsagen, Spiritismus, Magie, >Zauberei, Astrologie, okkulte Heilpraktiken usw.). Bei näherer Betrachtung bemerkt man, dass alle okkulten Methoden letztlich auf das gleiche Grundmuster zurückzuführen sind, da sie derselben Quelle entstammen. Und dieses Grundmuster ist uns in der Heiligen Schrift in den vier Lügen der Schlange (Satans) in 1. Mose 3,-5 geoffenbart. Sie lassen sich so zusammenfassen:

    Erste Lüge:
    “Sollte Gott gesagt haben…?”:

    Die erste Lüge ist die Leugnung der Autorität Gottes. Diese Lüge verbirgt sich hinter der Frage “Sollte Gott gesagt haben?”. Durch diese raffinierte Formulierung wird Gottes Autorität, insbesondere die Offenbarung in seinem Wort, in Frage gestellt. Auch die heutigen Esoteriker, Gurus und >New-Age-Propheten wollen Gottes Wort, die Bibel, relativieren. Das geschieht z.B., indem sie der Bibel keinen größeren Wert als den Schriften nichtchristlicher Religionen einräumen, indem sie ihre eigenen “Inspirationen” und “Erleuchtungen” über die Bibel stellen oder indem sie biblische Aussagen, die ihnen nicht passen, einfach umdeuten. Auch die Gültigkeit der Zehn Gebote wird bestritten, indem man sie als Erfindung des Mose und zeitbedingte Moral hinstellt. Das Motto der Okkultisten und Satanisten hingegen lautet: “Tu, was du willst – das sei das ganze Gesetz.” Kommt uns diese Denkweise im “Zeitalter der >Selbstverwirklichung” nicht auffallend bekannt vor?

    Zweite Lüge:
    “Ihr werdet keineswegs des Todes sterben”:

    Die zweite Lüge bezieht sich auf die Leugnung der Endgültigkeit des Todes. Sie soll den Menschen, der sich über Gottes Wort und Ordnung hinwegsetzt, in Sicherheit wiegen. Sie lautet: “Ihr werdet keineswegs des Todes sterben.” Wir wissen, dass dies nicht stimmt. Um sich dennoch zu behelfen, haben die Okkultisten, die östlichen Religionen und die New-Age-Bewegung – inspiriert von den Dämonen – eine Lehre entwickelt, die ebenso unbeweisbar wie unmoralisch und verderblich ist: die Lehre von den wiederholten Erdenleben, der Reinkarnation. Diese vertröstet den Menschen, der mit seiner Schuld nicht fertig wird und vor Gott davonläuft, auf immer weitere Existenzen, die es aber nach klarer biblischer Aussage nicht gibt. In Hebr 9,27 lesen wir: “Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.” Wer der Lehre der Reinkarnation folgt, verpasst die Chance, jetzt zu Gott umzukehren, und geht auf ewig verloren.

    Dritte Lüge:
    “Ihr werdet sein wie Gott”:

    Die dritte Lüge ist die Behauptung, der Mensch habe göttliches Wesen. Diese ist die Hauptlüge der Dämonen: “Ihr werdet sein wie Gott.” Die Bibel sagt, dass Gott den Menschen “nach seinem Bilde” geschaffen hat (1. Mose 1,27). Hier aber wird die Erschaffung “nach dem Bilde” Gottes zu einer “Gottwerdung” des Menschen verändert, was etwas völlig anderes ist. Eine Fotografie von mir z.B. bin keineswegs ich selber, und ebenso wenig wird der Mensch, der “nach dem Bilde” Gottes erschaffen ist, mit Gott identisch. Wo er sich das dennoch anmaßt, zieht er den Zorn Gottes auf sich. Als Folge davon wird er von Gott getrennt und aus dem ursprünglichen Paradies der Gottesgemeinschaft vertrieben (1. Mose 3,23f.). Wiederum vertuschen die Esoteriker, Gurus und New-Age-Propheten diese Tatsache, indem sie behaupten, es gebe gar keinen persönlichen Gott, sondern nur eine unpersönliche Urkraft, eine >kosmische Energie, >Brahman, >Gaia u.a. Diese sei “Gott”. Sie finde sich überall – sowohl im Kosmos als auch im Menschen -, und der Mensch könne sie durch >Bewusstseinserweiterung, durch Freisetzen seines verborgenen Potentials, durch >Selbstverwirklichung, >Versenkung, Meditation usw. in sich entdecken oder sich ihrer durch okkulte Praktiken bedienen. Der bekannte Dogmatiker Karl Heim bezeichnet diese “Konzentration des Menschen auf sich selbst”, die “hinter dem ganzen Heidentum in allen seinen Abwandlungen” steht, als “die eine Grundsünde des Menschen” (Das Heil der Welt, 1986, 117).

    Vierte Lüge:
    “Eure Augen werden aufgetan …”:

    Die vierte Lüge ist die Behauptung, der Mensch habe göttliches Wissen. Die angebliche Fähigkeit des Menschen zur >Bewusstseinserweiterung wird in den Worten zum Ausdruck gebracht, die lauten:

    “Eure Augen werden aufgetan … und ihr werdet wissen, was gut und böse ist.”

    Wurde in der dritten Lüge dem Menschen göttliches Wesen versprochen, so ist es hier das göttliche Wissen. Der Mensch soll zur “>Erleuchtung” gelangen und sich so seine eigene Welt, sein eigenes Universum schaffen, in welchem er als allwissender “Gott” regiert. Doch was geschieht in Wahrheit? Der Mensch erhält keine wirkliche göttliche Erkenntnis, sondern lediglich die Erkenntnis seiner eigenen Schuld und Gottesferne. Er erkennt seine Verlorenheit vor dem heiligen Angesicht des lebendigen Gottes. In 1. Mose 3,7 heißt es: “Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.”

    Hinter dem Okkultismus – auch in seinen positiv scheinenden Formen (weiße Magie, Heilungszauber, missbräuchliche Anwendung von christlichen Formeln oder Bibelversen) – verbirgt sich zuletzt immer die Macht Satans, der den Menschen vom rettenden Glauben an Gottes Sohn Jesus Christus und Sein stellvertretendes Opfer für uns am Kreuz auf Golgatha abhalten möchte. Satan möchte nicht, dass Menschen gerettet werden, sondern dass sie zu ihm in die Verdammnis kommen und ewig verloren gehen. Jesus dagegen möchte uns einladen in Sein Reich der Reinheit und des Lichts, in dem keine Träne mehr geweint wird und der Tod besiegt ist.

    2. Befreiung aus dem Okkultismus
    Wie können Menschen von okkulten Bindungen frei werden? Hierzu können folgende Schritte dienen:

    Zuerst sollte der okkult Behaftete dazu geführt werden, seine Schuld zu erkennen und zu bereuen. Das kann dadurch geschehen, dass man ihn die Bibelstellen aufschlagen lässt, die das okkulte Tun verwerfen und als schwere Sünde vor Gott brandmarken.

    Wichtige Stellen sind:

    3. Mose 19,4.26.31 (Götzendienst, Wahrsagerei, Zauberei, Geisterbeschwörung, Zeichendeuterei);
    5. Mose 18,9-14 (Feuerlaufen, Wahrsagerei, Hellseherei, okkulte Praktiken, Zauberei, Bannungen, Geisterbeschwörung, Zeichendeuterei, Totenbefragung);
    2. Kön 23,4f. (Götzendienst, Astrologie);
    Jes 47,12-14 (Beschwörungen, Zauberei, Astrologie);
    Jer 10,1-16 (Götzendienst, Astrologie);
    Jer 27,9f. (falsche Propheten und Traumdeuter, Wahrsagerei, Zeichendeuterei, Zauberei);
    Hes 13 (falsche Propheten, Visionäre und Friedensapostel);
    Apg 19 (Zauberei);
    1. Kor 10,20 (Götzendienst, heidnische Religionen);
    Gal 5,19-21 (Götzendienst, Zauberei);
    Offb 21,8; 22,15 (Götzendienst, Zauberei).
    Danach sollte der okkult Behaftete bekennen, auf welchen Gebieten er sich okkult betätigt und was ihn in diese Betätigung geführt hat. Nur dann nämlich, wenn die Sünde offengelegt wird, kann ihre Macht gebrochen werden. Dabei ist es auch nötig, etwa das persönliche Mantra preiszugeben oder die okkulten Bücher, Zaubertexte, Götzenfiguren, Glücksbringer, Amulette und ähnliches auszuliefern und zu vernichten. Von all diesen Dingen muss er sich radikal trennen.

    Sind alle okkulten Verstrickungen bekannt und alle okkulten Gegenstände vernichtet, dann kann die Befreiung erfolgen. Sie umfasst die Lossprechung des Gebundenen im Namen Jesu, die Inanspruchnahme des Erlösungsopfers Jesu am Kreuz und die volle Übergabe des Lebens an Gott. Kurt Koch schreibt zu Recht:

    “Wer frei werden will, muss die Bereitschaft haben, sein Leben völlig Christus anzuvertrauen. Sonst gibt es keine Lösung aus all den Banden” (Okkultes ABC, 757).

    Detmar Scheunemann nennt folgendes Beispiel für ein Lossagegebet:

    “Ich sage dem Teufel und allen seinen Werken ab.
    Er hat keinerlei Anrecht mehr auf mein Leben.
    (Nun folgt die namentliche Nennung aller okkulten Praktiken.)
    Im Namen Jesu löse ich mich davon.
    Ich übergebe jetzt mein Leben dir, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.
    Nur dir will ich folgen und dir bis ans Ende meiner Tage vertrauen”
    (Evangelisation unter Okkultisten und Spiritisten, in: Alle Welt soll sein Wort hören. Lausanne-Dokumente, 1974, 1185).

    Jetzt gilt es für den Freigewordenen, im Glauben an Jesus Christus fest zu werden und zu wachsen. Nur so können Angriffe aus der dämonischen Welt abgewehrt und eine neue Behaftung verhindert werden.

    Dazu können dienen:

    eine dauernde seelsorgerliche Begleitung;
    die Einbindung in eine Gemeinschaft gläubiger Christen;
    regelmäßiges Bibelstudium und Gebet; die Inanspruchnahme des Sieges und Schutzes Jesu;
    die Stärkung durch das Mahl des Herrn; d
    der Abbruch aller okkulten Freundschaften und Kontakte;
    die völlige Auslieferung aller Lebensbereiche an Jesus gemäss seinem Wort.
    Ist dies alles geschehen, dann darf der Betreffende erfahren: Jesus ist Sieger. Jesus befreit.
    bible-only.org

  2. PolskaLady

    Glaube zu uninteressant?

    Ich verstehe nicht wie man sich eine Religion danach aussuchen kann, was denn nun interessant ist. Ich muss sagen, dass Hexenkulte sicherlich interessant erscheinen und gerade in der Pubertät, die die Zeit der Selbstfindung ist sollten Kinder und Jugendliche nicht auch noch durch “Okkulte Wege zur Macht” in die Irre geführt werden. Verliebte Teenies versuchen ihren Schwarm vergebens mit Zauberei zu verführen und lernen Sprüche und Rituale, in einem solchen Alter darf man sicherlich schwärmereien haben, aber man kann so junge Menschen doch nicht aus der Realität “herausreißen” und sie im Nachhinein mit einem Gebrochenen Herzen da stehen lassen. Meiner Ansicht nach sollten Eltern die Gefühle ihrer Kinder berücksichtigen und mit ihnen reden, außerdem sollten Kinder eher für die Schule lernen als okkulte Sprüche aufzusagen.

  3. ali

    In der Öffentlichkeit nehme ich immer mehr Hexenangebote wahr, die  

    auch Auswirkungen auf die christliche Gemeindearbeit haben. So hatte  

    ich in der letzten Zeit gleich mehrmals mit Leuten zu tun, die sich  

    auf Hexen, okkulte Heilpraktiken (Reiki), Pendeln, Geisterbeschwören,  

    Stühlerücken und mehr eingelassen haben. Die Folgen davon waren so  

    gravierend, daß diese Menschen teilweise nicht mehr lebensfähig  

    waren, nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden konnten  

    und sich darum in ärztlicher Behandlung befanden.

    Zuerst möchte ich einmal erklären, warum ich nicht zwischen weißer  

    und schwarzer Magie,  Hexentum, Okkultismus, Kartenlegen usw.  

    unterscheide, sondern sie gemeinsam der Vielfalt satanischer  

    Erscheinungsformen zuordne:

    Magie und Zauberei

    haben gemeinsam, daß sie Menschen und Ereignisse durch übernatürliche  

    und okkulte (geheime) Mittel beeinflussen wollen. Dazu setzen sie auf  

    Flüche, Zaubersprüche und weitere Methoden, mit denen sie  

    übernatürliche Kräfte, Geister und Energien in Anspruch nehmen. In  

    der Bibel werden ebenfalls mit den Begriffen Magie und Zauberei  

    diverse okkulte Praktiken beschrieben. Zauberer waren, wie z.B. in 2.  

    Mose 7,11, in der Lage, dieselben übernatürlichen Fähigkeiten  

    aufzuweisen wie Mose und Aaron im Auftrag Gottes. Dabei wird in der  

    Bibel jedoch klar verboten, daß Menschen sich auf solche Praktiken  

    einlassen. Denn hinter allen Mächten, die nicht dem Gott der Bibel  

    zuzuordnen sind, steht Satan mit seinen Mächten. Nach der Bibel gibt  

    es nur zwei  Machtbereiche: Den Machtbereich des Gottes, der diese  

    Welt geschaffen hat, am Leben hält und wenn seine Zeit gekommen ist,  

    von jedem Menschen Rechenschaft fordern wird (Phil. 2,9-11). Der  

    Gegenspieler, den die Bibel auch den Fürsten dieser Welt nennt, ist  

    Satan (Joh. 12,31). Er hat seit Ostern, der Auferstehung Jesu, zwar  

    endgültig verloren, wird aber noch heftige Rückzugsgefechte  

    anzetteln, die die Welt ins Chaos stürzen werden.

    So spricht die Bibel von der Welt Gottes – dem Bereich des Guten –  

    und der Welt Satans – dem Bereich des Bösen, wobei der Machtbereich  

    Satans letztlich von Gott begrenzt wird. D.h. welche Macht Satan hat  

    und wie weit er gehen kann, bestimmt er nicht selber, sondern muß er  

    sich von Gott sagen lassen! (vgl. Hiob 1,12 und 4. Mose 22,12). Zu  

    den Spielarten Satans gehört eine große Sammlung von Religionen mit  

    ihren Gottheiten, esoterischem Gedankengut usw.  Kurz: alles, was  

    nicht mit dem Gott, dem Schöpfer von Himmel und Erde zu tun hat, hat  

    mit der Vielfalt der Erscheinungsformen Satans zu tun.

    Warum Gott intolerant tolerant ist.

    Im Unterschied zu allen Religionen, Kulten und Gottheiten, zeigt der  

    Gott der Bibel, daß er für die Menschen ist, daß er sie liebt und das  

    Beste für sie will. Während alle Religionen zuerst mit einer  

    Forderung an den Menschen treten, daß er etwas tun muß, worauf hin er  

    hoffen kann, daß sein Gott/sein Glaube für ihn auch etwas tut, hat  

    der Gott der Bibel zuerst etwas für den Menschen getan. Obwohl der  

    Mensch sich durch sein Verhalten vom Paradies ausschloß, hat Gott  

    konsequent über Jahrhunderte hinweg einen Weg geschaffen, auf dem der  

    Mensch die Möglichkeit hat, wieder zu ihm zurückzukommen. Dieser Weg  

    hat einen Namen: Jesus Christus (Joh. 14,6). Auf diesen einzigen Weg  

    hat Gott sich festgelegt. Folglich sind alle anderen Wege, wer auch  

    immer dafür wirbt, Wege ins Verderben.

    So, wie Gott den Sündenfall toleriert hat, weil er den Menschen nicht  

    wie eine Marionette halten will, so toleriert er bis heute die  

    Entscheidung der Menschen gegen ihn. Allerdings macht Gott dabei  

    unmißverständlich deutlich, daß alle Wege ohne ihn in einem ewigen  

    Chaos enden werden, das auch Hölle genannt wird.

    Diese Freiheit, die Gott den Menschen gibt, sich gegen ihn zu  

    entscheiden, wird vielfach als Zustimmung zum eigenen Irrweg  

    empfunden. Und sogar Kirchen gehen so weit, daß sie hier Sachen und  

    Praktiken dulden, die Gott und seinem Willen widersprechen. Aus  

    dieser Toleranz abzuleiten, daß es vor Gott ok ist, sich solchen  

    Mächten zu öffnen, ist gefährlicher Selbstbetrug  (siehe Phil. 2,11).  

    Gott toleriert den Sünder, aber nicht sein Tun. Dafür muß sich am  

    Ende jeder vor Gott verantworten und dann wird Gott völlig intolerant  

    seinen ewig gültigen Maßstab anlegen.

    Aus diesem Wissen heraus ist es eine Pflicht der Liebe, Menschen zu  

    warnen, die auf dem Weg in ihr Unheil sind. Besonders wird es zur  

    Pflicht, wenn aus gewissen Praktiken eine Abhängigkeit entsteht, die  

    menschlich nicht mehr zu überwinden ist.

    Die besondere Gefahr okkulte Praktiken

    Wer beispielsweise pendelt, Stühle rückt, Geister beschwört, Rituale  

    zelebriert oder an schwarzen Messen teilnimmt, muß wissen, daß er  

    sich damit immer übermenschlichen Mächten öffnet. So, wie der Christ  

    in der Wiedergeburt mit dem Heiligen Geist den Geist Gottes in sein  

    Leben bekommt, so zieht Satan mit seinen Geistern bei denen ein, die  

    ihn mit welchem Mittel oder Medium auch immer darum bitten. (Wobei  

    Satan hier als der Urheber und die Summe der Vielfalt der Geister  

    steht). Unerheblich ist dabei, ob man sich mit weißer Magie (die  

    Gutes tun will) oder schwarzer Magie (die Böses bewirken will)  

    beschäftigt. Dahinter steht immer eine der teuflischen  

    Erscheinungsformen.

    Daß Menschen auf diesem Weg zu Marionetten Satans werden können, zu  

    fremdbestimmten Wesen, zeigen immer wieder Berichte über die Folgen  

    okkulter Praktiken. Dieser Vorgang geht meistens schleichend voran,  

    so daß der Betroffene es zunächst nicht selber bemerken muß, was mit  

    ihm geschieht.

    Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem, der sich so über  

    Reiki diesen Mächten geöffnet hat, daß er nicht mehr Herr über seine  

    Gedanken und sein Realitätsbewußtsein war. Schließlich suchte er  

    Hilfe von einer, die ihn mit kosmischen Mächten davon befreien  

    wollte. Das konnte nicht klappen, da man den Teufel nicht mit dem  

    Teufel austreiben kann. Und wer erst einmal in der Hand dieser Mächte  

    ist, für den ist es oft sehr schwer, sich dieser Fremdbestimmung zu  

    entziehen.

    Im NT lesen wir davon, daß solche “fremdgesteuerten Menschen” sofort  

    erkannten, daß Jesus Christus kein gewöhnlicher Mensch war, sondern  

    Gott selber, dem sie gehorchen mußten (Mt. 8,28ff, Mk 1,34; 3,11  

    usw). An ihnen wird deutlich, was der Teufel aus Menschen macht und  

    wie schwer es ist, ihn wieder los zu werden. Gleichzeitig aber wird  

    deutlich, daß Jesus Christus der HERR ist. Ihm müssen sich alle  

    unterordnen und wen er frei macht, der wird frei, heute wie damals.

    Gottes Verbot – ein Rat der Liebe

    Im AT wie im NT verbietet Gott den Umgang mit allen okkulten Mächten  

    unter Nachdruck. Im AT steht die Todesstrafe auf jegliche  

    Beschäftigung mit teuflischen Mächten (2. Mose 22,18 / 3. Mose  

    20,27 / 5. Mose 18,9). Im NT ist nicht mehr von der Todesstrafe die  

    Rede, aber es wird deutlich, daß Nachfolge Jesu (Christsein) und  

    okkulte Praktiken einander ausschließen (Gal. 5,19ff / Offb. 22,15).

    Gott, der selbst die Entscheidung der Menschen gegen ihn toleriert,  

    möchte so einen Schutzraum aufstellen, in dem diese Menschen nicht zu  

    einer leichten Beute für Satan werden. Oft fängt der Einstieg mit  

    scheinbar harmlosen Dingen an, wie dem Gläserrücken nach Anleitung  

    einer großen deutschen Jugendzeitschrift. Der Dienst von Wahrsagern  

    oder Hexen kann Scharlatanerie sein oder aber der sichere Einstieg in  

    den Machtbereich Satans. Früher oder später wird sich die  

    Gefangenschaft des Menschen zeigen.

    Auch wenn es Menschen geben mag, die sich nie soweit darauf einlassen  

    oder an denen okkulte Phänomene nicht sichtbar werden, gilt: Wer sich  

    in Gefahr begibt, kommt darin um.

    Wer jedoch merkt, worauf er sich eingelassen hat und frei werden  

    möchte, dem gilt: Jesus Christus ist auch heute HERR über alles. Er  

    kann frei machen, und wen er frei macht, der ist wirklich frei! (Joh.  

    8,36)

    Das gilt auch allen Hexen, egal ob sie mit schwarzer oder weißer  

    Magie arbeiten. Jesus hat mehr zu bieten – für  Euch und für alle,  

    die Ihr mit Eurem Ausüben des Hexentums in diese teuflische  

    Abhängigkeit bringt.  

    lebensbrot.de

  4. leandra

    Hexen

    Ich glaube ihr braucht hier nicht von unserem Weg berichten, denn diese Christen lassen neben ihrem Glauben nichts bestehen. (bedenklich-klar)
    Liebe christen ihr braucht auf diese Leserbriefe meiner hexenschwestern gar nicht mit der bibel antworten, da wir diese nicht anerkennen, werden wir uns auch nicht von euch von unserem Weg abringen lassen!
    Diese Briefe bringen keinem was! 😉

  5. ali

    Seit Mitte der 30er Jahre dieses Jahrhunderts bildete sich, ausgehend von England, eine moderne, magisch-okkultistische Hexenbewegung, die vor allem im Kleinbürgertum stark verbreitet ist. Der Wiccakult, der im Gegensatz zum Christentum eine matriarchalische Religionsform mit einer Hohenpriesterin an der Spitze jeder Gruppe oder jedes Stammes ist, lehnt sich an die historischen Hexen an. Die Mitglieder, die sich als Nachfahren der mittelalterlichen Hexen sehen, bezeichnen sich als Hexen oder Hexer und versuchen, in kultischen Handlungen die Muttergöttin zu verehren.

    “Du sollst neben mir keine anderen Götter haben” heißt die Weisung der Zehn Gebote, die Gott Mose geoffenbart hat. Den “Götzendienst” entdeckt der Katechismus “in den falschen Kulten des Heidentums”. Jede Form des Aberglaubens sagt der Weltkatechismus (Nr. 2111) “ist eine Entgleisung des religiösen Empfindens und der Handlungen, zu denen es verpflichtet.

    Scharf verurteilt der Katechismus alle “Praktiken der Magie und Zauberei, mit denen man sich geheime Mächte untertan machen will, um sie in seinen Dienst zu stellen und eine übernatürliche Macht über andere zu gewinnen – sei es auch, um ihnen Gesundheit zu verschaffen -, verstoßen schwer gegen die Tugend der Gottesverehrung. Solche Handlungen sind erst recht zu verurteilen, wenn sie von der Absicht begleitet sind, anderen zu schaden, oder wenn sie versuchen, Dämonen in Anspruch zu nehmen. Auch das Tragen von Amuletten ist verwerflich. Spiritismus ist oft mit Wahrsagerei oder Magie verbunden. Darum warnt die Kirche die Gläubigen davor. Die Anwendung sogenannter natürlicher Heilkräfte rechtfertigt weder die Anrufung böser Mächte noch die Ausbeutung der Gutgläubigkeit anderer.”

    Es wird deutlich, daß es keine Gemeinsamkeit geben kann zwischen Christentum und dem sog. “Wicca-Kult”, der sich zur Verehrung heidnischer Götzen zusammenfindet. Unsere Ahnen, die zwischen dem 4. und 8. Jahrhundert zum ersten Mal mit dem Evangelium Jesu Christi in Berührung kamen, wurden von iroschottischen und angelsächsichen Mönchen unterwiesen, die bewunderswerte Leistungen vollbrachten. Einer der größten unter ihnen war Bonifatius. (754 bei Dokkum in Friesland mit 52 Begleitern wegen seines Glaubens erschlagen). Sie alle haben unmißverständliche scharfe Trennlinien zwischen heidnischen Kulten und christlichen Sakramenten und Sakramentalien gezogen.

    Die Botschaft Jesu ist und war für die Menschen unseres Kulturkreises eine Antwort, sie war Licht und Kraft, um aus der kalten und dunklen Welt des Aberglaubens, der dämonischen Schrecken und der unpersönlichen Götter herauszufinden.

    Neuheidnische und religiöse Sondergemeinschaften werfen ein bezeichnendes Licht auf unsere gesellschaftliche Situation. Ein alter Priester hat dies mit den Worten kommentiert: “Es ist schon interessant, was die Leute alles glauben, wenn Sie nichts mehr glauben”.

    Herzliche lade ich ein, das Geschenk der Erlösung durch Christus Jesus anzunehmen, den Weg des Glaubens mit dem Beistand des Heiligen Geistes zu gehen und Gott, den Vater aller Menschen anzubeten. Er “will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen” (1 Tim 2,3-4).

  6. Wolfheart

    Zauberei & Heidentum

    Hallo!
    Ganz ehrlich, glaubt ihr wirklich, die Teenies, die da mit einem Zauberstab nach Anleitung einer Zeitschrift rumfuchteln, sind “Hexen”? Die meisten machen’s, weils cool ist und geben es später wieder auf.
    Es heißt, Kartenlegen & Co, mentale Techniken, Medidation usw. hasst Gott und es ist ihm ein Greuel.
    WAs spricht dagegen, den Geist zu erweitern und Fähigkeiten zu entwickeln? Wenn  ihr nicht über den Tellerrand sehen wollt, euer Problem, aber hört auf, rumzuerzählen, das wäre Teufelszeug. Ich wette, ihr habt euch noch nie wirklich damit auseinandergesetzt, mal jemanden gefragt, der Karten legt oder meditiert. Also könnt ihr auch nicht urteilen.
    Ihr habt von Hexen und Magie keine Ahnung. Ihr wisst nicht, dass da mehr dazugehört, als eine Teeniezeitung zu lesen und im Hexenkostürm runzuhüpfen. Macht doch bitte eure Augen mal auf, diese “bösen Hexen” sind ganz normale Leute mit ganz normalem Leben, viele sind auch engagiert zB. in Umweltprojekten, weil sie die Natur achten.

    Wenn man eine andere Weltanschauung schlecht macht, dann hat das in der Regel den Zweck, dass man sich selber mit der eigenen besser fühlt, und dann drängelt man das eigene anderen auf.
    Habt ihr denn das Hetzen gegen andere Religionen so nötig?

  7. ali

    ich kann dir ganz bestimmt sagen, dieser weg ist ein weg in dein persönliches unglück:
    Hexenkulte haben in unserer Gesellschaft Platz wie so vieles andere im Markt der Weltanschauungen. Altes und Neues Testament lehnen jedoch Zauberei und Magie klar ab. Allein in der Verbindung und Verehrung des Schöpfergottes und seines Sohnes Jesus Christus liegt das Versprechen ewigen Lebens. „Zauberei“ und „Wahrsagerei“ sind „Gott ein Greuel“ und schliessen aus seiner Lebensgemeinschaft aus (5. Mose 18,12, Offb. 21,8). Deshalb waren sie auch streng verboten (5. Mose 18,10.11). Weil es selbst in Israel zu gewissen Zeiten viele Hexen und Wahrsager gab, drohten die Propheten dem Volk mehrmals mit göttlichen Katastrophen (Jesaja 47,9; Maleachi 3,5). „Ungehorsam gegen Gott, Götzendienst und Zauberei“ werden auf eine Stufe gestellt. Dass Hexen nicht immer das Böse schlechthin verkörpern, macht die in der alttestamentlichen Geschichte von König Saul erwähnte „Hexe von Endor“ deutlich. Sie lässt den Propheten Samuel erscheinen, der Saul die künftigen Ereignisse unverfälscht mitteilt. Für Saul jedoch war die Botschaft niederschmetternd: Sie sagte ihm seinen Untergang und Tod voraus. Die Geschichte deutet an, dass Menschen, die sich Hexenpraktiken und Okkultismus hingeben, oft ihre Freiheit und Selbstbestimmung verlieren und in Depressionen bis hin zu Besessenheit versinken. Dass es Leute gibt, die davon verschont bleiben und Hexenkulte mit Spass betreiben, ist kein Beleg gegen das Gefahrenpotenzial, das in solchen Praktiken liegt.

  8. Laith

    Der alte Weg

    Nun, keine Sorge mein liebes Christentum *hust*, die Kiddies, die Witch lesen und dann sagen “Ich werde jetzt Hexe, das ist cool.“ bleiben sowieso nicht lange dabei. Bei diesen ist es eine Modeerscheinung. Nur wenige dieser Mädchen werden dabei bleiben, nur wenige werden dem alten Weg folgen, weil sie spüren, dass es IHR Weg ist.
    Ich habe es schon immer abgelehnt, an das Christentum zu glauben und auch zu anderen Religionen fühlte ich mich nie hingezogen, bis ich dann über Hexen las. Ich beschäftigte mich immer mehr damit und schließlich spürte ich einfach, dass das das richtige für mich war.
    Jeder sollte das selbst entscheiden und auch die Christen machen genug “Werbung“ für ihre Sache. Wenn ich da nur mal an den Religionsunterricht denke…

    Laith

  9. ali

              
            
            
          
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    Hexenwahn im Mittelalter

    Von Rolf Ch. Strasser – Schweiz

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    Vorwort
    Setzen wir uns ins Mittelalter, in eine Zeit zurück, in welcher es bei uns eine Volksbildung praktisch nicht gab.
    Die allermeisten Menschen waren aufgrund ihrer Armut täglich mit dem Überleben beschäftigt. In jener Zeit
    kam es zu einer beispiellosen Verfolgung von Menschen, vor allem von Frauen. Die Hexenverfolgung fand nicht
    nur im sogenannten finsteren Mittelalter, sondern in erster Linie nachher statt – zur Zeit nach der Reformation,
    auch Gegenreformation genannt. Es war auch die Phase der Wissenschaftsrevolution. Diese kam aber zu spät
    und konnte den Hexenwahn nicht mehr aufhalten. Die Hexenverfolgungen fanden nicht nur in katholischen
    Gegenden statt, sondern hatten auch in protestantischen Gebieten zu gewissen Zeiten ihre Hochblüte. Einige
    Tatsachen über den Hexenwahn sind noch wenig bekannt oder überraschend. Deshalb sollen sie hier
    aufgegriffen werden.

    Anfänge des Hexenwahns
    Als Einstieg müssen wir die Frage klären, worum es bei der Hexenverfolgung überhaupt geht. Das Prinzip ist
    ganz einfach: Frauen wurden beschuldigt, mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Als Folge davon wurden sie
    gefoltert und hingerichtet. Aufgrund der zeitgenössischen Dokumente müssen wir davon ausgehen, dass
    praktisch alle Hingerichteten unschuldige Opfer einer hysterischen Volksbewegung wurden. Neudeutsch würde
    man heute wohl von Mobbing sprechen. Opfer dieses Mobbings wurden mehrere zehntausend Personen, vor
    allem Frauen, teilweise Kinder und später auch Männer, zuerst Leute aus dem unteren, später auch aus dem
    höheren Stand. Auffallend ist, dass ungefähr die Hälfte aller weltweiten Hexen-Hinrichtungen im
    deutschsprachigen Europa stattfanden. Angefangen hat der Hexenwahn allerdings in Frankreich. Es sei in diesem
    Zusammenhang an den Prozess der Jeanne d’Arc, der 1920 von der katholischen Kirche heiliggesprochenen
    Jungfrau von Orléans erinnert. Sie wurde 1431, erst 20jährig, als Ketzerin verbrannt. Das Ende des Hexenwahns
    scheint vor allem in der Schweiz zu liegen.
    Vom zeitlichen Gesichtspunkt gesehen liegt die Spitze der Verfolgung ums Jahr 1700. Vereinzelte Prozesse
    aufgrund von Anklagen wegen Zauberei gab es zwar schon um 1000, und vereinzelt auch noch bis etwa 1900.
    Als letzte hingerichtete Hexe in der Schweiz wurde der Fall der Anna Göldi bekannt. Die Dienstmagd wurde in
    Glarus Ende 1782 mit dem Schwert hingerichtet, also nur wenige Jahre vor Ausbruch der Französischen
    Revolution. Diese sollte durch ihre Auswirkung die alte Ordnung in Europa wegfegen.
    Während allen Phasen des Hexenwahns wurde das Verfolgen unschuldiger Menschen teilweise heftig kritisiert.
    In einzelnen Gebieten Europas gab es deshalb überhaupt keine Hexenverfolgung oder höchstens vereinzelte
    Verhöre ohne Folterungen, nach denen man die Angeklagten wieder freiliess – mangels Beweisen. Hier stossen
    wir bereits auf das Kernproblem der Hexenverfolgung. Zaubereisünden lassen sich nicht beweisen, weil ihre
    Auswirkungen das Nachvollziehbare und damit Beweisbare überschreiten. Dass es heute noch Zauberei durch
    Schwarze Magie gibt, welche Menschen objektiven Schaden zufügt, daran würden heutzutage ohnehin die
    meisten Zeitgenossen nicht mehr glauben. Aus der Bibel wie aus der Überlieferung von Naturvölkern wissen wir
    jedoch, dass es durchaus gewisse magische Praktiken gibt, welche Menschen wirklichen Schaden zufügen
    können. Da sich solche Vorkommnisse aber nicht beweisen lassen, ist es nicht möglich, sie durch weltliche oder
    kirchliche Gerichte beurteilen zu wollen. Gewisse Dinge werden eben erst am Jüngsten Tag ins richtige Licht
    gerückt werden. Von einer solchen Perspektive des Jüngsten Tages wichen zur Zeit der Hexenverfolgung
    kirchliche wie staatliche Obrigkeiten ab. Sie stützten sich dabei auf das Bibelwort, dass man die Zaubereisünde
    nicht dulden solle und gingen dagegen an. Allerdings – und hier liegt der Kernpunkt – nicht mit geistlichen,
    sondern unangebrachterweise mit weltlichen Waffen. Die Folge davon war eine Katastrophe, die uns heute noch
    erschüttert und bei der das Christliche im ursprünglichen Sinne vollends auf der Strecke blieb. Eine Spätfolge
    davon ist das Misstrauen oder sogar die Abscheu, welches man der Institution Kirche in weiten
    Bevölkerungskreisen noch heute entgegenbringt, wenn die Rede auf die Hexenverfolgung oder auch die
    Kreuzzüge fällt.
    Die Massenhysterie gegen Frauen in früheren Jahrhunderten hatte ihren Ursprung zu einem grossen Teil in den
    heidnischen Götter- und Dämonenvorstellungen. Diese lebten in den Köpfen der Menschen fort, auch lange
    nachdem Europa christianisiert war, und teilweise sind solche Vorstellungen heute noch vorhanden. Die
    Christianisierung Europas brachte es zwar mit sich, dass viele Menschen Christen wurden, so wie auch viele
    andere, die über den Status der getauften Heiden nicht hinweg kamen. Das Christentum war die offiziell
    erwartete Denk- und Lebensweise, sodass sich viele mehr nur äusserlich anpassten und der christliche Glaube
    immer in einem Wettlauf mit den animistischen Vorstellungen stand. Da war zum Beispiel die Vorstellung, dass
    Geister an den Zäunen hausten und die Menschen bedrohen würden. Genau von dieser Vorstellung stammt das
    Wort Hexe. Der Begriff geht zurück auf das alt-nordische Wort für Zaunsitzerin, hagazussa. Jedenfalls begann
    sich mit der Christianisierung die Vorstellung des Teufels mit derjenigen von Hexen, Dämonen und Unholden zu
    vermischen. Man spricht in der Fachwelt auch von der Christianisierung des antiken, keltischen, germanischen
    und slawischen Dämonenglaubens.
    Teilweise wurden gewisse Formen der Magie bewusst von der frühmittelalterlichen Kirche übernommen, damit
    die heidnische Bevölkerung das Christentum leichter annahm. Jedenfalls wurden der Teufel, aber auch die
    Hexen von der christianisierten Bevölkerung verantwortlich gemacht für schlechtes Wetter, Missernte,
    Fehlgeburten, die Pest und so weiter. In Zeiten der Missernte und der damit verbundenen sozialen Folgeschäden
    waren solche Vorstellungen noch höher im Kurs. Und in der Tat war der soziale Niedergang breiter
    Bevölkerungskreise ein wesentlicher Nährboden für das Aufkommen des Hexenwahns. Zudem gab es tatsächlich
    vereinzelte und verborgene Wahrsager, Volksmagier und auch – meist sehr kleine – Gruppen, welche den
    christlichen Glauben verhöhnten – teilweise aus reiner Prahlerei, teilweise auch als Satanskulte, welche mit
    umgekehrtem Kreuz ihre Schwarzen Messen zelebrierten. In jener Zeit, da es praktisch noch keine Zeitungen
    gab, waren die Gerüchte das hauptsächlichste Massenmedium. Man kann sich ausmalen, wieviel Dichtung und
    wie wenig Wahrheit damit weitergegeben wurde. Jedenfalls erschien die Gefahr von seiten der Hexen und
    Zauberer um ein X-faches grösser, als sie es in der Wirklichkeit je war.
    Bereits im Jahr 1090 gab es in Freising einen Fall, bei dem drei sogenannte Wettermacherinnen am Isarstand
    verbrannt wurden – übrigens damals gegen den Willen der Kirche. Der Fall fand auf dem Hintergrund der
    umstrittenen Besetzung des Bischofssitzes statt. Dies brachte eine grosse Verunsicherung mit sich und
    verursachte die Suche nach irgendwelchen Sündenböcken. In Freising wurde vorweggenommen, was ein halbes
    Jahrtausend später bei den Hexenprozessen der Fall war. Der blosse Verdacht auf Zauberei genügte, um
    unschuldige Frauen zu foltern und damit ein Geständnis zu erpressen. Die Frauen gaben unter der Folter alles
    mögliche zu, um den Schmerzen zu entgehen. Das Geständnis war für ein rechtsgültiges Urteil notwendig,
    Indizienprozesse wie heute kannte man damals noch nicht.

    Zaubereisünden wurden von der Kirche nicht immer gleich beurteilt
    Im frühen Mittelalter war die Todesstrafe für Zaubereisünden noch nicht vorgesehen, deshalb wandte sich die
    Kirche gegen die Hinrichtung der drei Freisinger Frauen. Bekämpft wurden Zauberei und Ketzerei bis zum 11.
    Jahrhundert in der Hauptsache mit Kirchenbussen. Die Kirche schwankte lange zwischen einer Überschätzung
    und einer Geringschätzung teuflischer und zauberischer Einflussnahme. Vor allem in der Literatur der
    organisierten Ketzerverfolgung, der Inquisition, begann man aber später die Existenz des Hexenfluges als
    wirkliches Ereignis zu verstehen. Unter Hexenflug verstand man den Ritt der Hexen auf einem Besen durch die
    Luft. In aufgeklärteren Zeiten verlagerte sich diese Vorstellung von der theologischen in die Märchenliteratur,
    wo sie heute noch anzutreffen ist.
    Die Literatur der Inquisition wurde auch immer wieder von anderen zur Legitimierung der Hexenverfolgung
    herangezogen, so auch das damals bekannte und weit verbreitete Buch namens Hexenhammer aus der Feder des
    Inquisitors Heinrich Cramer von 1487. Zur eigentlichen Waffe der Kirche gegen die Zauberei erwuchs seit dem
    13. Jahrhundert das kirchliche Inquisitionsverfahren. In der Inquisition führte die gleiche Instanz, welche
    Anklage erhob, auch die Untersuchung und fällt die Urteile. Das wäre in der heutigen Rechtspflege undenkbar.
    Erst mit diesem Verfahren häuften sich damals die Hinrichtungen von sogenannten Hexen und anderen Ketzern.
    Zur gleichen Zeit liess man in Spanien und Frankreich die Folterung von Verdächtigten zu, wenn es um
    Kapitalverbrechen ging. Auch in Deutschland begann man etwa seit dem 14. Jahrhundert die Folter auch im
    weltlichen Strafprozess anzuwenden.

    Ungerechte Prozessführung
    So sehr man auf kirchlicher Seite um die Existenz von Zaubereisünden wusste, so gab es auf der staatlichen Seite
    zu Beginn des 15. Jahrhunderts noch kein Hexerei-Delikt. Der Begriff der Hexerei soll zum ersten Mal in einem
    Strafprozess vor dem weltlichen Gericht der Stadt Luzern 1419 aufgetaucht sein, also schon rund einhundert
    Jahre vor der Reformation. Der Begriff der Hexe wurde, so vermuten andere Experten, erst am Konzil von Basel,
    also zwanzig Jahre nach dem Luzerner Fall erfunden. Nach dieser Ansicht sei der Begriff der Hexe vom Konzil
    neu aufgegriffen und mit alten, angstbesetzten Inhalten gefüllt worden. Es könnte also durchaus sein, dass die
    gedankliche Verbindung zwischen dem Wort Hexe zum erwähnten altnordischen Begriff hagazussa bewusst von
    der Inquisition inszeniert wurde, um die Volksängste vor Dämonen gegen die angeblichen Hexen zu schüren.
    Bereits zeitgenössische Darstellungen kritisierten, dass die Hexen nicht wirklich existierten, sondern lediglich
    eine ideologische Einbildung der Inquisitoren seien. Die Inquisitoren gehörten auch zu den Wenigen, welche
    relativ gut gebildet und zu einer gezielten Manipulation der Sprache überhaupt fähig waren.
    Nach der Kirchenspaltung durch die Reformation brachen die kirchlichen Inquisitionsgerichte zusammen. In der
    Folge wurden Zaubereiprozesse nur noch vor weltlichen Gerichten behandelt.
    Der Begriff der Hexerei, genau so wie ihn die Inquisition mit Inhalt füllte, wurde zwar vor den weltlichen
    Gerichten vorerst nicht anerkannt. Gerade deshalb war es nicht voraussehbar, dass ein weit verbreiteter
    Hexenwahn je ausbrechen würde. Es kam aber so, dass die weltliche Strafprozessordnung in jener Zeit die Folter
    institutionalisierte. Diese war zu Beginn gegen Attentäter und Königsmörder gerichtet. Jedenfalls wurden durch
    die Folter der Willkür grössere Tore geöffnet, als es die kirchliche Inquisition alleine je zustande gebracht hätte.
    Trotzdem vollzog die Inquisition selber auch die Folter, um Geständnisse zu erpressen. War ein solches
    vorhanden, mussten die kirchlichen Inquisitoren den Angeklagten an das weltliche Gericht übergeben.
    Betrachten wir das Prozessverfahren gegen Personen, die der Hexerei beschuldigt wurden, näher: Der Ankläger
    ist in der stärkeren Position. Er kann jemanden aufgrund von Aussagen irgendwelcher Leute anklagen, gleich ob
    und wie glaubwürdig diese sind. Man geht davon aus, dass der Ankläger aus Sorge gegenüber dem Staat oder
    dem rechten Glauben handle und deshalb müsse er seine Anklage nicht beweisen.
    Ungeschützt war hingegen der Angeklagte, und sein Verteidiger kommt gegen die Behandlung des Falles meist
    nicht an. Die Unschuldsvermutung kannte man damals nicht. Um mit der Folter des Angeklagten die Wahrheit
    zu ermitteln, genügte ein blosser Verdacht des Richters. Dem Richter war es freigestellt, dem Gefolterten sein
    Leben für ein Geständnis zu versprechen, es dann aber nicht zu halten, sondern im Gegenteil die Todesstrafe zu
    beschliessen. Denn die Todesstrafe konnte nur verhängt werden, wenn ein Geständnis vorlag. Die Folter wurde
    deshalb solange angewandt, bis Geständnisse vorlagen, auch von Unschuldigen.
    Damit eine Frau der Hexerei angeklagt wurde, genügte die Beschuldigung von irgend jemandem, zum Beispiel,
    dass die betreffende Frau einen schlechten Ruf habe. Von daher wird es nachvollziehbar, dass die ersten als
    Hexe verurteilten Frauen dem Bild der modernen Märchenhexe durchaus ein wenig entsprachen. Es handelte
    sich oft um ältere, zurückgezogene, teilweise auch behinderte Frauen, die infolge ihrer Zurückgezogenheit den
    Verdächtigungen der dörflichen Gemeinschaft schutzlos ausgeliefert waren.
    In den meisten Fällen war die Folge einer solchen Verleumdung die Folter und der Tod. Wurde in den seltenen
    Fällen jemand mangels genauer Anklage oder fehlendem Geständnis wieder freigelassen, so ging die Rede
    schnell um, dass diese bestimmte Frau vor den Richter musste. So wurde der Ruf schnell und endgültig
    beschmutzt, was Grund war für eine neuerliche Verhaftung, Folterung und schliesslich Hinrichtung. Das
    vorurteilsbehaftete Verleumden wurde insbesondere gefördert durch amtliche Anweisungen, welche Handlungen
    als Aberglauben, Zauberei oder Hexerei anzusehen seien. In einer bayrischen Anweisung Maximilian I. wurden
    auch gängige Bräuche der Volksmedizin auf den Index gesetzt und damit verboten. Dazu gehörte auch das
    Baden am Weihnachtsabend gegen Fieber und Zahnschmerzen. Für die eigentlichen Sünden gegen den
    christlichen Glauben wurde das Strafmass wie folgt festgesetzt:

    – wer den Teufel direkt anruft und anbetet, wird lebendig verbrannt,
    – wer den Teufel indirekt anruft, wird vor der Verbrennung enthauptet,
    – wer mit dem Teufel einen Pakt hat, landet auf dem Scheiterhaufen und das Vermögen wird eingezogen.
    – bei Schadenzauber wird die Verurteilte vor dem Verbrennen mit glühenden Zangen gezwickt.

    In Spezialinstruktionen forderte Maximilian zudem, dass alle Amtsuntertanen verpflichtet werden, jeden
    Verdacht auf Hexerei zu melden. Diese Bestimmung zählt zu den unheilvollsten Verlautbarungen in der
    Geschichte des Hexenwahns. Denn dadurch wurde man verpflichtet, schon beim geringsten Verdacht jemanden
    anzuklagen. Es führte sogar soweit, dass Angeklagte unter der Folter ihrerseits irgendwelche Leute der Hexerei
    beschuldigten, um den Schmerzen zu entgehen.
    So wird nachvollziehbar, dass mit der zunehmenden Verfolgung auch hochgestellte Persönlichkeiten auf dem
    Scheiterhaufen endeten. Die Vorschriften Maximilians mussten jeweils zu Weihnachten und Pfingsten von den
    Kanzeln verlesen werden. Die Hysterie wurde damit nicht besänftigt, sondern im Gegenteil geradezu
    angestachelt.
    Wo der Teufelskreis zwischen Verhaftung, Verhör, Folter, Denunzierung und weiterer Verhaftung begonnen
    hatte, hörte er nicht so schnell auf. Die Hysterie ging so weit, dass sich Richter teilweise weigerten, mit den
    vermeintlichen Hexen überhaupt zu reden oder für die Dauer der Untersuchung im gleichen Haus zu wohnen.
    Man hätte sie später bezichtigen können, sie seien selber verhext.

    Mutiger Widerstand gegen den Hexenwahn
    Die Gegner der Hexenverfolgung hatten unterschiedliche Hintergründe. Die einen waren Ärzte, Juristen,
    Gelehrte anderer Art oder auch Seelsorger. Zu letzteren zählte auch der Jesuitenpater Friedrich von Spee: Er
    begleitete während den Prozessen die Hexen seelsorgerlich und wurde so zu einem überzeugten Gegner der
    Verfolgung. Seine Erkenntnisse hatte er in einem Buch zusammengefasst und 1631 veröffentlicht, aus
    Sicherheitsgründen allerdings nicht unter eigenem Namen und ohne Genehmigung seiner Ordensoberen. Dies
    wäre auch schwierig gewesen, fand man doch auch viele Jesuiten auf Seiten der Befürworter einer
    Hexenverfolgung. Spees Buch, es trug den Namen Cautio Criminalis, deckte die Zustände mit scharfsinniger
    Logik schonungslos auf und nahm auch gegenüber den Geistlichen und seinen Jesuiten-Brüdern kein Blatt vor
    den Mund. Da Spee in seinem persönlichen Umfeld, er war Lehrer der Moraltheologie, offen über sein Anliegen
    sprach, war bald bekannt, wer die Cautio Criminalis geschrieben hatte. Die Empörung über Spee klang dann aber
    ab, als durch den Schwedeneinfall unter Gustav Adolf andere Probleme anstanden. Trotzdem wurde Spee von
    Köln nach Trier versetzt. Vier Jahre nach der Veröffentlichung seines Buch starb er. Spee hatte sich bei der
    Versorgung pestkranker Soldaten angesteckt. Trotz aller Anfeindungen blieb er dem Jesuitenorden treu.
    Spee wurde einst gefragt, woher er denn schon graues Haar hätte. Er antwortete, das komme davon, dass er viele
    Hexen als Beichtiger zum Scheiterhaufen hätte begleiten müssen. Er fügte bei, dass er in keinem einzigen Fall
    davon überzeugt war, die Verurteilte sei der Hexerei wirklich schuldig. Viele Angeklagte hätten, nachdem sie
    Vertrauen gefasst hätten, ihm die Unwissenheit oder Bosheit der Richter geklagt oder noch im Sterben in den
    Flammen Gott selber zum Zeugen ihrer Unschuld angerufen. Die Hexenverfolgung war allzu oft eine
    Verfolgung von Christinnen und Christen durch die Kirche. Evangelium und christliche Gemeinde einerseits und
    Dogmatik und Kirche anderseits waren nie dasselbe und werden es auch nie sein.

    Das Ende des Hexenwahns
    Das Ende der Hexenprozesse brachte erst der Sieg der Aufklärung, welche nicht mehr die Kirche, sondern die
    Vernunft in den Mittelpunkt rückte. Die letzte Hexe wurde in der Schweiz 1782 hingerichtet, wie eingangs schon
    erwähnt. Elf Jahre später kam es in Posen, noch unter polnischer Hoheit, zur Verbrennung zweier Frauen. Sie
    wurden zum Tod verurteilt, weil sie rot entzündete Augen gehabt hätten und das Vieh ihres Nachbarn dauernd
    krank gewesen sei. Dies zog man als Beweis heran, dass die Frauen Hexen gewesen seien. Die Fälle von Glarus
    und Posen sind die beiden letzten bekannten Hexenprozesse mit anschliessender Hinrichtung. Der Hexenwahn
    war zwar nicht sofort besiegt, vielmehr lebte er im Aberglauben weiter.
    Die Hexenprozesse verschwanden – wie erwähnt – aufgrund der Aufklärung. Die Aufklärung brachte unter
    anderem eine Humanisierung des Strafrechtes hervor. Dazu gehörte auch die Abschaffung der Folter. Man
    erkannte, dass sie ein untaugliches Mittel zur Wahrheitsfindung sei. Zudem verlor das Geständnis seine
    prozessentscheidende Rolle. An seine Stelle setzte man den Zeugen- und Indizienbeweis. Der Sieg der Toleranz
    wurde auch dadurch mitbegünstigt, dass die konfessionell motivierten Kämpfe in Europa zu Ende gingen. Man
    fand sich damit ab, dass es in Westeuropa zwei Möglichkeiten des christlichen Glaubens gab, nicht nur die
    katholische, sondern auch die evangelische. Damit verbunden war die Achtung vor der Religion des anderen, ja
    der Menschenwürde im allgemeinen. Dass sich der Humanismus durchsetzte, bedeutete Freiheit – Freiheit, wie
    sie die Menschen zuvor noch nie gekannt hatten. Und damit war auch der christliche Gedanke im ursprünglichen
    Sinn wieder hergestellt. Denn wo der Geist des Evangeliums ist, da ist auch der Geist der Freiheit.

    Es werden nicht alle, die zu mir sagen «Herr, Herr!», in das Himmelreich kommen, sondern nur
    diejenigen, welche den Willen meines Vaters im Himmel tun.
    Jesus Christus zu seinen Schülern (Matthäus-Evangelium 7, 21)

  10. terrorzwergin

    Glück

    Zum Glück gibt es in Deutschland noch die Glaubensfreiheit!
    Wenn es nach euch ginge, würden die “bösen Religionen” verboten!
    Ihr habt die einzige Wahrheit…schon klar…Satan ist doch eine Erfindung der Kirche!
    Lebe dein Leben wie es dir gefällt, solange du keinen verletzt! das und die Liebe zur Natur ist es, was Menschen brauchen!

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