Herzlichen Glückwunsch Mr. President!

Heute hat Barack Obama den Friedensnobelpreis entgegengenommen. Seine Dankesrede war bemerkenswert, bedenkt man zudem, dass er als Oberkommandeur der vielleicht größten Armee in mindestens zwei größeren Kriegen verwickelt ist. Angesichts einer bis heute unvermindert andauernden Menschheitsgeschichte von Kriegen versuchte er seinen Zuhörern nicht weniger als die Grundproblematik und -Lösung von Krieg und Frieden, Leid und Glück zu erläutern. Dabei kann man Obama nicht wirklich einen Schwärmer nennen, denn er versteht es dieses Thema mit seinen vielen komplexen Variablen gut auf den Punkt zu bringen.

Während der Friedensnobelpreis-Verleihung die Notwendigkeit von Krieg und Gewalt zu verteidigen, kann man als eine (zumindest rhetorisch) gekonnte Leistung anerkennen. Sehr scharf herausgestellt hat er auch, dass Frieden mehr sein muss als das Fehlen von kriegerischer Gewalt. Frieden kann nur da sein wo Freiheit herrscht, wo Menschen geachtet werden und einen ausreichenden Lebensraum haben, wo Gerechtigkeit herrscht. Er betonte auch, dass die bloße Meinungsäußerung, Frieden seie erstrebenswert nicht ausreiche. Echter Frieden kostet echte Opfer. Es kostet den persönlichen Einsatz, der den Blick vor der Realität einer bösen und ungerechten Welt nicht verschließt und fähig ist, über die umittelbaren eigenen Bedürfnisse hinwegzuschauen. Wahre Worte, die das Problem eines schwärmerischen Pazifismus im Kern treffen.

Obama hat natürlich nicht nur eine Problemanalyse vollzogen, sondern auch konkrete Vorstellungen an die Welt welche Schritte zu gehen notwendig sind. Dabei hat man, wie in vielen Reden von Obama, zum Schluß den Eindruck einem vollmächtigen Prediger zuzuhören, was man auch einigen gebannten und betroffenen Gesichtern im Festsaal ansehen konnte. Das betrifft aber nicht nur die Rhetorik, auch inhaltlich kommt er zum Ende seiner Rede langsam aber sicher auf Gott und die Religion hinaus – womit er meiner Ansicht einmal mehr beweist, dass er die Grund-Problematik sehr wohl gut einzuschätzen vermag.

Fast unmerklich bringt Obama seinen Hauptpunkt in der Mitte seiner Rede in einem Zitat seines Amtsvorgängers J.F.Kennedy unter: Wir dürfen die Lösung nicht in einer plötzlichen Änderung der menschlichen Natur suchen, sondern in einer "Evolution" von gemeinsamen Prinzipien, denen sich alle unterordnen. Wir als Weltgemeinschaft entwicklen uns weiter, wir lernen kontinuierlich und verbessern uns. Und erreichen somit gemeinsam das, was wir uns alle wünschen: Ein Platz auf dem wir in Glück und Wohlstand leben können. Das ist mit anderen Worten das, was von Anfang an die Obama-Botschaft ist: "Yes We Can!". Obama schließt seine Rede auf geniale Art und Weise, indem er alle Zuhörer, alle Nationen, alle Religionen zusammen auf einen Punkt vereint: Wir brauchen LIEBE. Und recht hat er. Er redet in seinen letzten Worten von dem "divine sparkle in us" (dem göttlichen Funken in uns) und motiviert seine Zuhörer, ja die ganze Welt, diesen Funken zum Brennen zu bringen. Obama setzt sich, der begnadete Pianist Lang Lang spielt auf dem Flügel eine berührende Interpretation des "Liebestraum" von Liszt und die Festgemeinschaft, die ganze Welt applaudiert, tief getroffen.

Vor 2000 Jahren kam ein Mensch zur Welt, der genauso wie Obama den Friedenspreis bekam bevor er überhaupt die Gelegenheit hatte, sein Amt auszuführen. Und diesen Preis bekam er nicht von einem norwegischen Komitee, sondern von einem himmlischen Heer von Engeln, die sangen: "Friede auf der Erde, an den Menschen ein Wohlgefallen!", um ihn anzukündigen. Die Welt von damals war der heutigen (bis auf die Abwesenheit von Handys, Computern und Flugzeugen) sehr sehr ähnlich. Es gab vielleicht ein bischen weniger Kriege und weniger Leid als heute. Damals wie heute dürsteten die Menschen nach echtem Frieden – nach echter Liebe. Doch seine Botschaft war eine andere als die von Obama. Er sagte: "Ich kenne euch!" – die Bibel sagt, dass dieser Mensch der Schöpfer, der Erdenker des Lebens und der Menschen selbst ist. Er konnte nicht nur die Problematik der Menscheit haarscharf beurteilen und auf den Punkt bringen, sondern er zeichnete sich auch durch eine tiefe Kenntnis der menschlichen Natur aus. "Ich kenne euch, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt." – das sagte er seinen Zuhörern ins Gesicht. "No You Can’t!". Ist das nicht entmutigend? Ja, sehr. Aber dieser Mensch sagte: "Ich bin die Wahrheit."

Ja, wir brauchen Ermutigung in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Liebe erkaltet und die Kriege zunehmen. Aber, lieber Leser, du musst dich entscheiden auf was du deine Hoffnung setzen willst. Willst du angesichts einer Weltgeschichte, die immer grausamere und brutalere Züge nimmt, auf die "Evolution der Gesellschaft" und auf den angeblichen "göttlichen Funken in uns" Hoffnung setzen, oder auf den, der gesagt hat: "Ich kenne euch – ", ihr habt den göttlichen Funken NICHT in euch und das ist der Grund, warum ihr keinen Frieden habt. Ja, dieser Mensch nahm seinen Zuhörern den Glauben an sich selbst. Manchmal ist es gut seinen Glauben zu verlieren. Er tat es nicht, ohne ihnen etwas Neues zu geben, er sagte: "ICH bin der Weg."

Dieser Mensch von dem ich dir erzähle ist Jesus. Er wurde ärmlich geboren und starb erbärmlich. Sein Wirkungskreis betrug zu seinen Lebzeiten nur einige Kilometer. Er sagte: "Ich bin das Leben." Er ist das Leben, dass du brauchst. Er ist der Funke, den du brauchst um dein erlöschtes Leben zum leuchten zu bringen. Obama hat recht: Das einzige was uns in dieser Welt ans Ziel bringt ist echte Liebe. Das einzige was diesen grausamen Kreislauf aus Leid, Hass und Krieg von der Weltpolitik bis zu unseren Familien durchbrechen kann ist echte Liebe. Aber es bleibt ein "Liebestraum". Denn die Menschheit scheitert seit ihrem Bestehen an dem Fehlen derselben. Gott hat gehandelt, indem ER Liebe in diese Welt brachte.

"Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden." (1.Johannes ,9-10)

Er ist "das Leben", das wir brauchen, sonst ist jede Hoffnung nur ein gutes Gefühl, dass einmal einen ganz bitteren Nachgeschmack haben wird. Jesus sagt dir "die Wahrheit". Er ist "der Weg", den Gott dir ganz persönlich anbietet, als Antwort auf deine und meine tiefsten Nöte. Gehen musst du ihn selber.

"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben." Jesus, in Johannes 14,6

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