Pazifistendeutschland handelt Waffen mit Unterdrückerregimen

Unsere werten deutschen Politiker wären wohl schon gerne in der Sommerpause, doch ein heißer Deal lässt sie in diesen Tagen noch einmal richtig warm laufen. Deutschland diskutiert: Darf man 200 hoch moderne Kampfpanzer nach Saudi-Arabien liefern?

Während diese Diskussion noch nicht ganz abgeschlossen ist, setzt die Kanzlerin ihre Deals mit Schurken fort und schließt einen 60-Millionen Rüstungshandel mit Angola ab. Waffenboote für die Armen, Waffensommerschlussverkauf in Afrika.

Manch einer hört zum ersten Mal, dass unser Vaterland zu den ganz großen Waffenschmieden unseres Planeten gehört. Denn der Leopard ist überhaupt keine Ausnahme, nein, er reiht sich ein neben weitere Panzer, neben U-Boote, Militärflugzeuge, Raketen und Handfeuerwaffen, die wir an alle Herren Länder verkaufen. In der Wüste Saudi-Arabiens lässt die schwäbische Waffenschmiede Heckler & Koch in Lizenz sogar das berühmte Sturmgewehr „G 36“ bauen. Tatsächlich gibt es nur zwei Staaten, die noch mehr Geld mit Waffen machen als Deutschland.

Ist das unser Beitrag zu Frieden und Stabilität im Nahen Osten? Dabei erscheint eine Sache etwas widersprüchlich: Während wir an den Schauplätzen dieser Welt gerne mahnend die weiße Flagge fordern und Gewalt verachten, liefern wir gleichzeitig beeindruckend-beängstigende Waffenarsenale in alle Welt. Unsere Rhetorik ist pazifistisch, doch was sind Worte wert, wenn die Taten völlig anders aussehen?

Einerseits zeigt sich unser Außenminister in der Rebellenhochburg Lybiens und sichert friedliche, humanitäre Hilfe zu, doch in Saudi-Arabien unterstützt man das Regime mit Panzern aus der Upperclass. Irgendwas ist daran falsch. Genauso Angola: Wer versichert uns, dass diese Waffen nicht genutzt werden, um sich selbst als Regime vor den eigenen Leuten zu schützen, sprich, sie zu töten? Saudi-Arabien wird von Amnesty International als unfreies Land eingestuft, in dem Rechtssystem und Medien Kollaborateure der Regierung sind, Meinungs- und Pressefreiheit besteht nicht. Man muss sich einmal vorstellen: Saudi-Arabien verbietet sogar unter Todesstrafe das Feiern von außersunnitischen Gottesdiensten, selbst für Gäste und Diplomaten! Unsere Regierung scheint das wenig zu stören.

Angola lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: viel Öl, wenig Menschenrechte. Das Land, das seit über 3 Dekaden von denselben Machthabern regiert wird, änderte zugunsten seines Regierenden sogar die Verfassung. Menschen werden verfolgt, ohne Prozesse erwarten zu können, die fair sind. Stellen wir uns vor: Unser Pazifistendeutschland liefert Waffen an genau solche Diktatoren! Darin steckt eine unglaubliche Doppelmoral und wir müssen uns fragen:

Wieviel Wert hat eine Aussage über Frieden, wenn Geschäfte abgeschlossen werden, die der Aussage entgegenstehen? Was bringt es, deinem Nachbarn zu sagen, dass du nicht mit ihm streiten willst, während er dir dabei zusieht, dass du von seinem Apfelbaum klaust?

Jesus Christus war nicht einfach nur Pazifist, er war kein Friedensrethoriker, er war der Friede selbst (Epheser 2,14) und ein Friedefürst in einer Welt, die ihn hasste und Streit wollte. Die Pharisäer kamen oft zu ihm, um ihm Fangfragen zu stellen, um ihn zu irgendeiner verfänglichen Aussage zu bewegen. Aber er war souverän und sie konnten ihn nie durch eine Hinterlist zu Fall bringen. Erst als er sich in ihre Hände begab und sich selbst auslieferte (er hätte sich jeder Zeit wehren können), war er in ihrer Gewalt. Doch selbst da begegnet er ihnen mit Frieden. Petrus haut jemandem das Ohr ab, er nimmt es und flickt es seinem Feind wieder an den Kopf. Ist jemand aus unseren Reihen dazu fähig? Jesus war ein Friedefürst, der durch Taten liebte, nicht nur mit Worten.

Er selbst ging als erstes voran, wenn es darum ging, das zu tun, was er predigte. Wenn er seine zwölf Jünger dazu aufforderte, einander zu dienen, dann war er der erste, der ihnen die Füße wusch. Wenn er seine Zuhörer zu Liebe und Mitleid ermahnte, dann war er es, der zu den Krüppeln und Bettlern ging, um ihnen zu helfen. Und wenn er den Menschen predigte, nicht zu vergelten, sondern die andere Backe hin zu halten, dann war er es, der sich bis zu seinem Tod nicht wehrte und seinen Peinigern sogar vergab.

Er predigte den Frieden und verhielt sich so, aber nicht nur das. Vor allem war er für Frieden in unserem Herzen, das manchmal herum getrieben wird von Fragen, Schuldgefühlen, Zukunftsängsten. Der anfängliche Terrorist und spätere Friedensstifter Paulus (Apostelgeschichte 9) schrieb über ihn:

„Denn er ist unser Friede“ (Epheser 2,14)

Er ist deswegen unser Friede, weil er Schuld wegnimmt. Europa, Amerika und der Rest der Welt wird weiter um Frieden kämpfen, sie werden sich untereinander aber auch weiter Waffen zuschieben, denn es bleiben Menschen, die Schuld und Stolz, Machtgeilheit und Regierungssucht in sich tragen. Friede ist nur möglich, wenn unser Herz von Schuld befreit wird. Und genau das tat Jesus Christus, der kommende Friedefürst und König der Welt, der niemanden unterdrücken wird, keine Waffen verkauft, sondern die Welt regieren wird in Gerechtigkeit. Sacharja spricht über ihn:

Der Herr spricht: Ich will die Sünde des Landes wegnehmen an einem einzigen Tag. Zu derselben zeit, spricht der Herr, wird einer den andern einladen unter den Weinstock und unter den Feigenbaum. (Sacharja 3, 9b-10)

Sprich: Wenn die Schuld weggenommen ist, wird es Frieden geben, und die Menschen werden die Gemeinschaft mit den Anderen suchen! Er nahm die Schuld weg, an einem einzigen Tag, als er am Kreuz hing! Am Kreuz hängt der Hass und die Kriege dieser Welt! Hier noch ein gewaltiger Psalm Salomos, der prophetisch von dem Friedensreich redet, das Jesus aufbauen wird:

Psalm 72

Gott, gib dein Gericht dem König und deine Gerechtigkeit dem Königssohn, dass er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden rette. Lass die Berge Frieden bringen für das Volk und die Hügel Gerechtigkeit. Er soll den Elenden im Volk Recht schaffen und den Armen helfen und die Bedränger zermalmen. Er soll leben, solange die Sonne scheint und solange der Mond währt, von Geschlecht zu Geschlecht. Er soll herabfahren wie der Regen auf die Aue, wie die Tropfen, die das Land feuchten. Zu seinen Zeiten soll blühen die Gerechtigkeit und großer Friede sein, bis der Mond nicht mehr ist. […] Er wird gnädig sein den Geringen und Armen, und den Armen wird er helfen. Er wird sie aus Bedrückung und Frevel erlösen, und ihr Blut ist wert geachtet vor ihm.

Übrigens haben unsere Waffendeals ein Ziel: sie sind Wirtschaftsfördernd und man hegt damit nur unsere Interessen. Deutschland verkauft seine Seele für ein paar lächerliche Barrel Öl. Gott hatte zum Ziel, dass der Mensch wirklich befriedet wird und noch mehr: er ließ es sich etwas kosten. Er handelte nicht eigensinnig, sondern aus Liebe. Liebe fehlt unseren Politikern. Sie lieben weder die Saudi-Arabische Frau, die verhüllt von ihrem Ehemann unterdrückt wird noch den angolanischen Minenarbeiter, der für ein paar Diamanten nicht einmal einen Euro am Tag bekommt. Gott liebt sie alle. Er nahm ihre Schuld weg an einem einzigen Tag und bezahlte dafür unendlich, nämlich das Leben seines Sohnes! Ihr Blut ist wert geachtet vor ihm, wie dieser Psalm sagt. Nimm seine Liebe an!

von: Felix

Kommentare

  1. ali

    Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe, oder Frau Roth? Unter der Rot-Grünen Regierung wurde der Waffenexport verdoppelt
    nur die USA und Russland exportierten mehr Waffen.
    Waffen und Waffenteile wurden verkauft u.a. an China Saudi Arabien
    die VAE Malaysia etc. etc.
    wer es nicht glaubt bitte Bundestagdrucksache 15/4400 lesen
    Und Frau Roth stellt sich jetzt hin und ist ganz zerknirscht wegen ein paar
    Pistolen ?
    Da sind ja die 200 Panzer von Merkel Kleinkram.
    Jesus warnte schon seine Jünger damals: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauertaig des Herodes.

  2. Con-Bendit der Kindergärtner

    Behauptend in der Tradition der Friedensbewegung stehend hat sie einen Präzedensfall für weitere Kriegseinsätze schaffend, dafür gesorgt, daß sich Deutschland zum erstenmal nach dem 2. Weltkrieg mit Kampftruppen an einem aktiven Angriffskrieg beteiligte, der rechtlich nicht nur umstritten ist sondern dessen Legitimationsgründe zudem genauso fadenscheinig von westlichen Geheimdiensten konstruiert waren wie die des Angriffs auf den IRak und Libyen.Leider wissen einige der Grünen auch nicht, was ihre Parteifreunde in den Jahren der Rot-Grünen Regierung teilweise veranstaltet haben… diese Partei der Friedensbewegten würde doch notfalls die Panzer noch persönlich nach Arabien fahren, wenn es sich in Dienstwagen und schönen Pöstchen aufwiegen liesse.

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