Happy Slapping: Die Zukunft des Entertainment?










































Der neueste Trend aus Großbritannien sind “Happy Slapping” Filme. Sie laufen in etwa so ab: Ein Mann sitzt schlafend in einem Bus. Auf Einmal taucht eine maskierte Person auf und schlägt dem Ahnungslosen mit voller Kraft mitten ins Gesicht. Dies tut er einige mal hintereinander. Voller Panik flüchtet sich das Opfer aus dem Bus. Johlendes Gelächter erschallt, eine Stimme ruft: “Guck dir den Idioten an.” “Happy Slapping” (etwa: “Fröhliches Schlagen”) ist der neue Zeitvertreib vieler britischer Jugendlicher. Die Täter treten meist im Schutz der Gang auf und richtet sich wahllos gegen irgendwelche Passanten. Das Neue, Besondere, was diese Gewalt so auszeichnet ist, dass sie gefilmt wird und dann per Handy verschickt wird oder auf Internet-Foren gestellt wird.


In einem anderen heftigeren Fall zündeten drei Jugendliche einen Betrunkenen an und filmten ihn, wie er brannte. Ein anderes Mal vergewaltigten drei 14-jährige ein elfjähriges Mädchen und schickten den Film davon an ihre Mitschüler.


Der Medien- und Kulturforscher Graham Barnfield von der University of East London hat sich ausgiebig mit diesem neuen perversen Phänomen auseinander gesetzt. Nachdem vor allem in den britischen Medien ein regelrechter Hype ausgebrochen ist, warnt er auch davor, dass nun alles mögliche zum Happy Slapping erklärt wird. Man muss zwischen den schweren Fällen von Körperverletzung und kleineren Delikten wie Ohrfeigen unterscheiden. Manche Jugendliche


wurden durch die Berichterstattung in Zeitung und Fernsehen erst auf die Idee gebracht. Der Reiz der unmenschlichen Attacken sieht er im schnellen Ruhm innerhalb der Gang. In einem 15-Sekunden Film sehen die Jugendlichen die Gelegenheit sofort Ruhm zu erlangen. Instant-Ruhm in einer “Ich nehme mir alles, was ich will und zwar sofort”-Gesellschaft. Natürlich kommen die jungen Täter meistens aus sozial schwachen Familien, viele von ihnen fühlen sich gedemütigt, ihnen wurde beigebracht, dass sie Abschaum sind. Das eigentliche Ziel von Happy-Slapping auch nicht der körperliche Angriff an sich, sondern die Demütigung, dass der Übergriff festgehalten ist und damit beliebig oft wiederholt werden kann.


In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung kommt Barnfield schließlich zu einer treffenden Aussage über unsere Zeit:


“Happy Slapping ist genauso wie “Jackass” eine Reaktion auf eine Gesellschaft, die immer exhibitionistischer und voyeuristischer wird. Die Einstellung zu Privatheit und Intimität hat sich total geändert. Es gibt einfach keinen Respekt mehr vor dem Gegenüber, keine Empathie, keine Solidarität. Wir sehen Menschen, die sich bei Big Brother einsperren lassen, um vor laufender Kamera Sex zu haben. Wir sehen Saddam Hussein in Unterhosen. Und wir sehen Jugendliche, die andere schlagen und das filmen.”


Die Faszination am Bösen ist nichts Neues, in unserer Zeit aber machen Internet und Handy die ganze Welt zum Publikum für Perverses. Unsere Entertainment-Gesellschaft fragt nicht mehr was moralisch ist, sondern was unterhaltsam ist. In einem Internet-Forum postete jemand: “Happy Slaps is da future of entertainment”. Auch wenn es zur Zeit der Bibel noch kein Internet gab ist die Botschaft vielleicht aktueller als zu vielen anderen Zeiten. Paulus schrieb in seinem Brief an die Römer über die Notwendigkeit, sich Gott zuzuwenden. Sein Sohn Jesus Christus, hat durch die Auferstehung von den Toten bewiesen, dass er der Sohn Gottes ist. Paulus beschreibt die Menschen wie folgt: “solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig.” Nach dieser Aufzählung folgt eine Äußerung, die genau auf unsere exhibitionistische Medien- Gesellschaft passt: Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, dass die des Todes würdig sind, die solche Dinge verüben, tun sie diese nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, sie verüben.” Die Faszination an der Gewalt steckt ein Stückweit in jedem von uns. Wir können sehen, dass die Bibel auch uns Menschen von heute viel zu sagen hat. Gottes Lösung heißt immer noch Umkehr zu ihm und seinem Sohn Jesus Christus.

Kommentare

  1. ali

    Genesis 8:18 So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, 19 dazu alle wilden Tiere, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen. 20 Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. 21 Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

  2. fels

    happy slapping

    bravo, conrad.
    ich finde, du hast mit treffenden Worten dieses grauenhafte Phänomen beschrieben und in den treffenden zusammnenhang mit der Bibel gebracht, die dieses Phänomen schon vor tausenden Jahren charakterisierte, als ob Paulus schon internet gehabt hätte. Damals wie heute ist  das Trachten des Menschen böse von Jugend an und es gibt nichts neues unter der Sonne.

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