Jackie Kennedy, die traditionelle Rolle der Frau und das christliche Evangelium

Letzte Woche erwarteten viele Amerikaner gespannt, was man aus den bisher unveröffentlichten Interviews mit Jackie Kennedy erfahren würde. Auch der stern hat in seiner aktuellen Ausgabe die Frau des US-Präsidenten John F. Kennedy auf dem Cover.

Was viele daran überrascht hat, war, dass sie sich so sehr mit ihrem Mann identifizierte. Sogar ihre Enkelinnen waren entsetzt. So ein Bild der Frau sei heute nicht mehr vermittelbar.

www.nytimes.com/2011/09/1…?_r=2&ref=maureendowd

Die Zeiten sind in der Tat völlig anders. Viele heutige Frauen (und Männer) hätten nichts als Spott übrig für ihre Ansichten. Sie sagte z.B., Frauen gehörten nicht in die Politik. Außerdem verriet sie in dem Interview, dass sie alle ihre Meinungen von ihrem Mann übernommen hätte.

So etwas ist heute fast undenkbar. Moderne Frauen bringen ihre eigenen Meinungen, Wertvorstellungen und vor allem ihr eigenes Gehalt in eine meist spät geschlossene Ehe.

Was ist nun die christliche Perspektive? Sollen wir alle wie in den 50er und frühen 60er Jahren leben? Nein! Das christliche Verständnis geht viel weiter als die 50er Jahre. Sowohl jene Zeit als auch unsere Zeit ist sehr stark durch den kulturellen Mainstream geprägt.

Dennoch sehe ich in den Interviews von Jackie O einige sehr interessante Einstellungen, die in unserer Zeit weigehend verloren gegangen sind. Sie machte klar, dass sie es als ihre Aufgabe sah, ihren Mann  zu unterstützen und ihm ein liebevolles Zuhause zu bereiten.

In einem Blog-Eintrag zeigt Courtney Reissig (also eine Frau, hinter deren Aussagen ich mich ab sofort verstecken werde), dass ihre Einstellung direkt aus Gottes Schöpfungsgedanken für die Frau entspringt. Das erste Buch Mose, so Reissig weiter, spricht nämlich davon, dass Gott die Frau als Gehilfin schuf, um das Wohl ihres Mannes zu suchen.

Auch wenn sich viele moderne Leser daran stören werden. Das sind die Gedanken aus Gottes Wort. Aber das Evangelium bleibt hier nicht stehen. Es geht nicht um ein schwarz-weißes Schema.

In Jackie Kennedys Sichtweise fehlt leider das wunderbare Evangelium, das Gott in der Bibel offenbart. Es geht in der Bibel nicht darum, in die viktorianische Ära zurückzufallen. Es geht nicht darum, Jackie O zu kopieren und auf das moderne Frauenbild zu schimpfen oder darum, dass Frauen keine eigene Meinung haben sollen. Der Apostel Paulus schrieb seinem Mitarbeiter Titus, dass das letztendliche Ziel des christlichen Geschlechterverständnis die Ehre Gottes ist, sodass den Menschen dadurch seinen Charakter der Schönheit und der Liebe erkennen, der sich am deutlichsten in Christus gezeigt hat:

…ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, zuchtvoll und gütig zu sein, ihren Haushalt gut zu versorgen und ihren Männern zu gehorchen, und zwar deshalb, damit das Wort Gottes nicht in Verruf kommt (Titus 2,5)

Auf jeden Fall ist Jackie O faszinierend und ihre Einstellung spiegelt etwas von Gottes Vorstellung über Mann und Frau wider, was wir heute nur selten finden. Wenn Feministen auch darüber lachen mögen, viele Menschen haben wieder eine Sehnsucht danach.Wie eine vor kurzem in der Süddeutschen veröffentlichte Studie zeigt, sind z.B. Paare mit Kindern zufriedener, wenn der Mann arbeitet und die Frau sich um den Haushalt kümmert. Doch ein traditionelles Rollenverständnis ohne ein von Christus verändertes Herz, das nicht Gottes Herrlichkeit widerspiegelt, wird wohl schnell zu einer sinn- und freudlosen Sache werden.

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