Kriegsende vor 60 Jahren

 

Der 8. Mai 1945 beendete eines der dunkelsten Kapitel der Weltgeschichte. In zahlreichen Zeitungsartikeln und Gedenkveranstaltungen wird an die letzten Tage des Krieges gedacht. Das ist vielleicht die letzte große Gelegenheit Zeitzeugen zuzuhören. Es leben noch knapp 15 Millionen Menschen in Deutschland, die vor 1940 in Deutschland geboren wurden, beim nächsten runden Jahrestag 2015 werden längst nicht mehr so viele Menschen aus dieser Zeit am Leben sein. Mit diesen Menschen werden auch die Erinnerungen sterben. Die Erinnerungen, wie furchtbar es ist in einem totalitärem System zu leben und wie schrecklich die Erfahrungen des Krieges sind: Hunger, Flucht, Vertreibung, Vergewaltigung und Tod.


Im Mai 1945 herrschte eine große Perspektivlosigkeit. Der Traum des 1000-jährigen Reiches, das viele sehnsüchtig erwarteten war geplatzt. Aus Verzweiflung heraus begingen nicht wenige Leute Selbstmord. Gleichzeitg wurde die „Stunde Null“ für viele eine neue Gelegenheit, sein Leben von neuem zu beginnen.


Heute, 60 Jahre später ist die Situation eine völlig andere. Krieg kennen wir nur noch aus dem Kino und die Überflussgesellschaft ist für uns Normalität. Doch auch bei uns gibt es Probleme: Massenarbeitslosigkeit, hohe Kriminalität und zerstörte Familien. Nach dem Krieg fingen viele Menschen an, sich neu Gedanken über Gott zu machen und schöpften Hoffnung auf einen Neubeginn. Tausende Menschen hörten mit Begeisterung Prediger, die aus der Bibel in ihre anscheinend hooffnungslose Situation sprachen. Auch heute hat die Bibel an Aktualität nichts eingebüßt. Die Botschaft vom ewigen Leben für jeden, der an Jesus glaubt bringt Menschen immer noch dazu ihr Leben der Herrschaft Gottes anzuvertrauen.


„Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen.“ (Jakobus 4,8)








Quelle: Rheinischer Merkur Nr.13, 31.03.2005

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