Gedanken zu „Terminator 3“

Hast du nicht schon mal davon geträumt, etwas wirklich wichtiges zu vollbringen? Etwas, das diesen Planeten prägt? Wahrscheinlich hast du, aber den Traum auch gleich wieder aufgegeben – ich kann nix, bin nix und werd auch nix, denkst du dir. Wozu du lebst, darüber denkst du schon gar nicht mehr nach. Du hast ja auch gute Betäubungsmittel, um die Sinnlosigkeit deines Daseins nicht wahrnehmen zu müssen … Hin und wieder gehst du ins Kino, um dir Streifen wie Terminator 3 reinzuziehen: Da gibt es noch einen Kampf, eine Bestimmung, etwas wofür es sich zu leben und zu sterben lohnt. Zwei Stunden lang kannst du mit John Connor, der eigentlich auch nur ein Loser ist, und seinem altersschwachen Terminator-Freund mitfiebern, die coolen Sprüche nachahmen und dich dem ultimativen Endzeit-Desperado-Feeling hingeben. Natürlich denkst du dir: ist doch nur ein Film. So was passiert hier nicht. Hier läuft alles wie gehabt. Von wegen Tag des jüngsten Gerichts. Diese Welt hat kein Ziel. Ein kleiner Planet, am Rande der Galaxie. Eine Menschheit, die sich viel zu wichtig nimmt. Und ich mittendrin. Was mach’ ich hier eigentlich?

Der bekannteste Film aller Zeiten

Was ist der meistgesehene Film aller Zeiten? Star Wars oder Titanic? Weit gefehlt. Es ist der Jesus-Film, eine Low-Budget-Produktion über das Leben des Messias. Über 5 Milliarden Menschen haben den Film seit 1979 gesehen, in 800 Sprachen wurde er übersetzt und in 236 Ländern gezeigt. Eine bombastische Statistik, von der jeder Hollywood-Regisseur nur träumen kann. Umso verwunderlicher mögen diese Zahlen für den säkularisierten Westeuropäer klingen, als die klare Zielsetzung des Films die Verbreitung des Evangeliums ist. Missionierung wird heute allgemein als etwas überholtes, mit mittelalterlichem Mief behaftetes angesehen. Für gut 188 Millionen Menschen war es ein Segen: sie entschieden sich nach dem Film, dessen Drehbuch das Lukas-Evangelium ist, für ein Leben mit Jesus Christus.

Affentheater

Studenten aus dem englischen Plymouth haben Makaken (eine Affenart) auf ihr literarisches Talent hin zu untersucht – sie setzten sie einfach vier Wochen lang vor einen Computer und warteten ab. Ergebnis: Nicht ein einziges menschliches Wort kam heraus. Dabei behauptete im 19. Jahrhundert Thomas Huxley, ein Verfechter der Evolutionstheorie, dass Affen sogar Shakespeare-Werke hervorbringen könnten, ließe man ihnen nur genug Zeit. Das müsste dann allerdings seeeehr viel Zeit sein, denn Wahrscheinlichkeitsrechnungen haben ergeben, dass ein Affe, um den 23. Psalm (etwa 100 Wörter) per Zufall zu tippen, etwa 10 hoch 1096 Jahre bräuchte. Zum Vergleich: unser Universum wird nach der Urknall-Theorie auf etwa 20*10 hoch 9 Jahre geschätzt, also schlappe 1.087 Zehnerpotenzen weniger.

Das Kreuz verbindet

„Ein + verbindet“ – so wirbt der Deutsche Mobilfunksender e.plus neuerdings, die Symbolkraft des Pluszeichens zwischen zwei Gesichtern, dem einer Frau und dem eines Mannes, ausnutzend. Das Plus steht für das Positive. Doch da gibt es noch ein anderes Zeichen, ganz ähnlich vom Aussehen. Nur kommt es nicht so harmonisch daher, ohne quadratischen Grundriss, denn eine Linie ist ein bisschen zu lang. Die Rede ist vom Kreuz. Wer käme auf die Idee, mit ihm ein „Ja“, eine Verbindung, ein Geschenk zu identifizieren? Sein Hintergrund ist so disharmonisch, so grausam, so unpassend für unser ästhetisches Empfinden: im alten Rom wurden gemeine Verbrecher an Holzkreuze geschlagen, der Abschaum der Gesellschaft. Man durchbohrte diese Menschen mit 11 cm langen Eisennägeln an Handballen und Fersenbeinen und ließ sie unter Spott und Hohn so lange dort hängen, bis sie elend verreckten.

Sorry seems to be the hardest word

„Sorry seems to be the hardest word“ trällern Elton John und die britische Popgruppe „Blue“ derzeit auf Heavy Rotation im Radio. Da ist was dran. Wem fällt es schon wirklich leicht, einen anderen Menschen, den er verletzt oder ungerecht behandelt hat, um Vergebung zu bitten? Meist stehen Stolz, ein hartes Herz oder Uneinsichtigkeit im Weg. Schimpfwörter und Beleidigungen kommen uns so leicht über die Lippen, doch dieser eine Satz „Es tut mir leid!“ scheint oft wie mit einem Superkleber an unserer Zunge festgemacht, zumindest wenn er ernst gemeint sein soll!

Porträt einer Familie

In „Family Portrait“ zeichnet die amerikanische Popsängerin Pink aus der Sicht eines leidenden Kindes das Porträt einer zerbrechenden Familie. Erstaunlich, ja beängstigend lebendig erscheinen einem die in dem Lied geschilderten Eindrücke. Wer hat sich als Kind noch nie im Bett vor den sich gegenseitig anschreienden Eltern verkrochen? Wer kann leugnen, dass Kinder heutzutage oft viel mehr Zeit mit Computer oder Playstation verbringen als in gesunder Gemeinschaft mit Gleichaltrigen? Wer will sich noch länger vormachen, dass Familienglück oft nicht mehr als eine Fassade ist?

Was Forscher über Jesus (nicht) wissen

Dieses Jahr überrascht uns der „Stern“ mit großen Plakaten an Bushaltestellen und Bahnhöfen, die weithin sichtbar den Namen „Jesus“ tragen. Ein bisschen kleiner darunter: „Was Forscher heute wissen“. Nun, was wissen denn die Forscher heute über Jesus Christus? Zuerst einmal ist der Plural „Forscher“ eine ziemliche Übertreibung, denn zu Wort kommt nur ein einziger: Theologie-Professor Gerd Theißen. So ein totales Fehlen anderslautender Stimmen (und derer gibt es genug) könnte man auch bewusste Manipulation und Propaganda nennen, doch die schiebt Autor Frank Ochmann lieber den Evangelisten in die Schuhe.

Gott – eine Erfindung?

Darf man dem Spiegel glauben, so halten wir mit dem Alten Testament, dem ersten Teil der Bibel, ein gewaltiges Machwerk in der Hand – ein „Märchen und monumentale Camouflage“. Abraham, Mose und Salomo sind Fabelfiguren, an denen bis in nachchristliche Zeit von einer Gruppe von gewieften Bibelfälschern, ähnlich dem „Wahrheitsministerium“ aus Orwells 1984, gedreht und geschliffen wurde. Wo sind die Beweise für solche verrückten Theorien? Zuerst einmal hält sich der Spiegel durch Tonfall und journalistische Substanz dieses Artikels selber einen Spiegel vor – indem er genau das praktiziert, was er den angeblichen Bibelfälschern vorwirft.

Das Jesus-Video

Die Umsetzung ist neu, die Idee nicht: was wäre, wenn man heutzutage Jesus Christus mit den eigenen Augen sehen könnte, Sein Wirken, Seine Lehren live vernehmen könnte? Mit dieser Frage beschäftigt sich Das Jesus Video, ein Science-Fiction-Roman des deutschen Schriftstellers Andreas Eschbach aus dem Jahr 1998, der mittlerweile verfilmt wurde und diese Tage erstmals ins Fernsehen kommt.

Warum kann Gott Sündern vergeben?

Eine junge Frau wurde wegen eines Delikts vor Gericht geladen, sie war eindeutig schuldig und gestand. Sie wurde vom Richter verurteilt 500 € zu zahlen. Dann geschah etwas bemerkenswertes: Die Verhandlung wurde beendet, der Richter ging in sein Büro, legte die Robe ab und ging zur Gerichtskasse. Dort zahlte er die 500 € ein.