15. März 2006 – Vor 910 Jahren: Aufbruch zum ersten Kreuzzug.

“Im März 1096 brechen die ersten Heere nach Osten auf. Ihr Schlachtruf lautet: “Gott will es!” Es sind nicht nur Ritter unter adeliger Führung, sondern auch improvisierte Volkstruppen. Schließlich hat der Papst allen Kreuzzüglern vollkommenen Ablass versprochen, Vergebung aller ihrer Sündenstrafen. Der Kreuzzug bringt das Himmelreich. Und vielleicht bringt er zuvor noch weltlichen Reichtum dazu. Frömmigkeit und Abenteuerlust, die Armut zu Hause, Beutegier und religiöser Fanatismus: Die Motive der Kreuzfahrer sind sehr gemischt.

Der “Volkskreuzzug” erreicht den Nahen Osten nie. Auf seinem Weg beginnen einige schon im Rheinland mit dem Krieg gegen “Ungläubige”: Sie ermorden jüdische Frauen, Männer und Kinder in den großen Gemeinden von Worms, Mainz und Speyer. Später werden die plündernden Gruppen auf dem Balkan und in Kleinasien vernichtend geschlagen. Das Ritterheer dagegen erobert im Juli 1099 Jerusalem und richtet ein Blutbad unter der muslimischen und jüdischen Bevölkerung an. “Die Franken”, wie die Westeuropäer hier alle genannt werden, errichten Burgen und Kleinstaaten in der Region. Die Kämpfe zwischen arabischen und türkischen muslimischen Herrschern ermöglichen ihnen eine Zeit lang, diese Kolonien zu halten. Über 200 Jahre werden die Kreuzzugskriege dauern, dann sind die Franken wieder vertrieben. 1453 fällt auch Konstantinopel an die Osmanen. Urbans Aufruf ist gescheitert.” WDR

Man hängt dem Christentum Kolonialismus, Sklavenhandel, Kreuzzüge, Manchestertum und andere Abscheulichkeiten an; aber dies alles wurde nicht der Bibel entnommen und auch nicht von wahren Nachfolgern Jesu Christi ausgeübt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Ich stimme zu

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.