2. Thessalonicher 2, 11 spricht vom Geist des Irrwahns. Was wir heute erleben ist ein Vorgeschmack davon.

Beispiel:

Wird der männliche Vorname ›Hermann‹ verboten, wird aus der Frauke die ›Mannke‹? Wird aus der Fußgängerzone die Flaniermeile, werden aus Studenten nun Studierende, um nur ja nicht irgendjemanden zu diskriminieren, wobei Unterschiede in Begriff und Sache schlicht übergangen werden? Nicht alle Musizierenden sind sogleich Musiker. Wird aus dem Papagei die ›Mamagei‹? Wird aus der Muttermilch: ›Milch vom Menschen‹ (FAZ, 20.02.2021, 11)? Soll zukünftig vom ›gebärenden Elternteil‹ (FAZ, s.o.) die Rede sein und von ›Oberkörperfütterung‹ (so der Leitfaden der Universitätskliniken des britischen Gesundheitsdienstes in Brighton und Sussex)(als ob es beim Stillen um feste Nahrung ginge)?

Was wird aus dem Weihnachtsmann, was aus den Stiefmütterchen, was aus ›dem Weib‹, was aus der Muttersprache, was aus dem Vater-unser-Gebet? Was soll´s, wenn ›die Katholische Studierende Jugend‹ (›KSJ‹) Gott mit ›Gender-Sternchen‹ schmücken will? Also (?): Gott*in oder Gött*in (?) mit was für einem bestimmten Artikel voran? Wann wohl folgt aus der Gottesanrede: ›HERR‹ konsequent-gegendert die Anrede: ›Herr*in‹? Man könnte an den ›Turmbau zu Babel‹ (Gen. 11,1-9) denken: »dass keiner mehr des anderen Sprache verstehe«. — Man könnte überrascht sein, wenn die Duden-Online-Redaktion auf das Gendern von Sprache hereinfällt und sich für die Einführung einer geschlechtsneutralen Sprache verwendet. Immerhin jedoch wurde im März 2018 durch den Bundesgerichtshof letztinstanzlich festgehalten, dass sich die Bezeichnung: ›der Kunde‹ im Sinne des generischen Maskulinums auf Menschen jeden Geschlechts bezieht. Wer sich nun aber über das generische Maskulinum auslässt, der wird doch sicher auch um das generische Femininum wissen.Die Klage, wonach eine Frau als ›Kundin‹ angeschrieben werden wollte, wurde vom Bundesverfassungsgericht abgewiesen.

— Man könnte die gender-sensible Anrede: ›Herr Professorin‹ (siehe Leipzig) mit Hohn und Spott bedenken. — Man könnte in der gender-gerechten Sprache einen Beitrag sehen wollen für mehr Emanzipation und Gleichberechtigung (›wenn´s denn aber nur so wäre!‹). ›Gleicher Lohn für gleiche Arbeit‹ (?), aber ja!Doch hinter der pseudowissenschaftlichen Gender-Ideologie verbirgt sich ein radikaler Ansatz (im Kampf gegen alles Männliche?) zur Umwandlung der bisherigen (Geschlechter-) Gesellschaft auf dem Weg hin zu einer sog. ›fluiden Geschlechtlichkeit‹: wobei bereits Jugendliche vom 14. Lebensjahr ab jährlich neu vor dem Standesamt festlegen können sollen, ob sie als männlich oder als weiblich gelten wollen (so ein Gesetz-Entwurf 2021 von ›Bündnis 90/die Grünen‹ und SPD, der jedoch nicht die erforderliche Mehrheit fand).

Jeder Mensch sei zunächst ›geschlechtsneutral‹, müsse sich sein Geschlecht selbst wählen, könne sein Geschlecht innerhalb seines Lebens (mehrfach) wechseln. Nichts sei angelegt, alles sei wählbar, alles sei wandelbar, nichts sei festgelegt, alles sei anerzogen. Es gibt mehr als zwei Geschlechter, doch wie viele? Sechzig etwa oder mehr? Jetzt noch dient die Frau soz. als ›Durchgangsstadium‹, bis dass es wie angestrebt zur Auflösung (!) des bi-polaren Geschlechterkonstrukts von Mann und Frau und zur Einführung eines pluralen Modells (angefangen in der ›Ehe für alle‹?) mit vielfältigen Variationen von ›sexuellen Orientierungen‹ im Sinne ›sexueller Vielfalt‹ kommen soll. Ist dann noch klar, wer denn nun Vater und Mutter ist, wer für die Erziehung des Kindes verantwortlich ist?

Droht da nicht ein gesellschaftliches Chaos? Was für ein katastrophaler Irrweg! Man will offen sein für alles (auch für das Adoptionsrecht für ›Homo-Partner‹? / auch für die Polygamie? / auch für Pädophilie?), man will niemanden mehr diskriminieren, alle sollen gleich sein: obwohl ein jeder Mensch ein unverwechselbares Original aus Gottes Schöpferhand ist / obwohl alle Menschen verschieden sind / obwohl sich ein jeder Mensch vom anderen unterscheidet, wofür nicht allein ›der genetische Fingerabdruck‹ Zeugnis ablegt.

Gender — ein Begriff, der verschleiert. Stets aber geht´s dabei ums Geschlecht(liche), wie auch immer. Dabei verwischen sich die Unterschiede zwischen dem biologischen, sozialen, kulturell geprägten Geschlecht. Ein erklärtes Ziel besteht darin, aus vermeintlich patriarchaler Unterdrückung zu befreien und: die ›Heteronormativität‹ der Gesellschaft zu überwinden. Weiß jemand schließlich noch, ›was Sache ist‹? Wohin der Zug der gesellschaftlichen Entwicklung ›unter Volldampf‹ fährt?

Es ist wohl höchste Zeit, auch in Kreisen von Politik und Kirche zu intervenieren, Menschen mit gesundem Menschenverstand zu mobilisieren, die breite Öffentlichkeit aufzuschrecken, gegen das Diktat der Gender-Sprache (etwa in Universitäten und Hochschulen) vorzugehen, Anfeindungen (mit dem Vorhalt bzw. mit dem ›Totschlag-Argument‹, ›homophob‹, ›transphob‹, ›fundamentalistisch‹ zu sein) zu widerstehen: um Gottes willen und um eines jeden einzelnen Menschen willen! Sollen die tragenden und verbindlichen Grundlagen unserer Gesellschaft doch nicht preisgegeben werden!

Was Sie tun können? Diese Erklärung in Ihrem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis im Sinne freier Meinungsäußerung (nach Art. 5 GG) verbreiten und in einer seriösen Streitkultur für einen offenen Diskurs eintreten, in dem die Fakten klipp und klar benannt werden, ohne dass etwa diffamiert, diskreditiert oder gehetzt wird. Sachliche Kritik üben ohne Menschenscheu, etwa auch als Eltern in der Schule, wenn Kinder und Jugendliche im Unterricht zum Sex angeleitet werden sollen.

Dr. Hans-Gerd Krabbe

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