Am 5. November konnte man in der Zeitung einen langen Artikel mit folgender Überschrift lesen: „Nein zum Umpolen“.

„Es ist unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.“ Prof. Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)

Am 5. November konnte man in der Zeitung einen langen Artikel mit folgender Überschrift lesen: „Nein zum Umpolen“ – Gesundheitsminister Spahn legt Gesetzentwurf zu Konversionstherapien vor.

Jörg Recknagel war homosexuell:
„Nein, auch ich bin nicht mit diesem Gedanken aufgewacht. Wie bei vielen anderen von Homosexualität Betroffenen ging ein längerer Kampf voraus, bis ich mir eingestehen konnte: Ich bin schwul. Als das jedoch geschehen war, stürzte ich mich voll rein ins homosexuelle Leben. Auf einmal wusste ich: Ich gehöre hier dazu. Das, was ich mein Leben lang gesucht hatte, erfüllte sich nun: die Sehnsucht nach einem männlichen Freund, einem Gegenüber, nach Nähe und Zugehörigkeit.“

Er hat einen langen Weg hinter sich, dieser Mann. Ich bin ihm persönlich begegnet. Er ist eine beeindruckende Persönlichkeit.

Auf die Frage „Ist Homosexualität noch faszinierend?“ antwortet er heute: „Für mich nicht. Neulich sah ich einen jungen Mann und dankte Gott für sein Aussehen. Homosexuelle Gefühle empfand ich dabei nicht. Ich will und kann auch nicht mehr in die Homosexualität zurück. Denn die Veränderung, die ich erlebte, ist tiefgründig und von Dauer. Seit der Begegnung mit Jesus Christus sind nun 24 Jahre vergangen. Ich muss bekennen: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.“

Dieser Mann ist heute verheiratet und Vater von sieben Kindern.

Wenn du diese Predigt hörst und du leidest unter unerwünschten homosexuellen, bi- oder transsexuellen Gefühlen und hast bisher nie gewagt, mit jemandem zu sprechen, dann fass dir ein Herz und komme damit ans Licht. Nicht in aller Öffentlichkeit, aber sprich mit einem Christen, dem du vertraust. Du musst mit diesen Gedanken nicht allein bleiben. Komm zum Kreuz. Nicht Coming out, sondern Coming to the cross. Finde gemeinsam mit anderen Christen Antworten auf diese brennenden Fragen, die in dir schlummern. Wenn so etwas in dir steckt, dann scheue dich nicht, das zu offenbaren. Wir sind ein Ort, wo Sünder Sünder sein und zum Kreuz kommen dürfen. Lass dir von niemandem die Freiheit nehmen, Veränderung dieser Gedanken und Gefühle anzustreben. Kein Gesetzgeber kann dich zwingen, homosexuell zu empfinden, schwul oder lesbisch zu bleiben. Kein Gesetz kann dich zwingen, etwas zu sein, was du nicht sein willst. Niemand darf dir diese Freiheit rauben. Wenn du zu Jesus kommst, dann wirst du echte Freiheit und Veränderung finden. Denn Jesus hat gesagt: Wer zu mir kommt, der findet die wahre Freiheit: „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ (Joh 8,36). Das ist die wahre Freiheit, und das kann kein Mensch und kein Gesetz verbieten.

Ich möchte zum Schluss Jörg Recknagel zu Wort kommen lassen: „Eine Bibelstelle hat mir vor allem am Anfang meines Lebens mit Jesus Christus Mut gemacht. Sie steht im neuen Testament, im 1. Korintherbrief, im 6. Kapitel. Darin berichtet der Apostel Paulus, wie ehemals homosexuell empfindende Menschen nun sagen können: „So waren wir auch einmal, aber jetzt sind wir durch Gottes Hilfe freigeworden, wir sind nun abgewaschen, geheiligt und gerecht. Das alles geschah durch Jesus Christus und die Kraft des Heiligen Geistes. Wenn das keine Verheißung ist, kein Versprechen Gottes, was kann dann noch helfen? Wage den Weg mit Jesus Christus! Sei gesegnet auf dem Weg in die Freiheit!“

Amen.

Johann Hesse

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