“Am ersten Tag der Passionswoche brennt Notre Dame in Paris. Hätte es ein Symbol geben können, das lauter schreit: ‘Kehrt um!’? G. Kuby

Die nun stark zerstörte Kirche Notre Dame, die mit 13 Millionen Besuchern (keine Gottesdienstbesucher!) jährlich auch ein Touristenmagnet war, ist über Nacht zum Symbol des Niedergangs auch unserer Kultur geworden. In leerem Geiste staunen wir die Leistungen früherer Generationen an, finden aber keinen lebendigen Bezug mehr zur Kunst, die sich in den Wahrzeichen unserer Kultur finden. Notre Dame sieht jetzt auch äußerlich so aus, wie in vielen Herzen der Menschen schon vor diesem verheerenden Brand. Der Aufschrei über den Verlust unersetzlicher Kunstwerke wird verhallen, in einer Zeit grenzenloser Oberflächlichkeit. Ja, Frankreich hat den Glauben verraten und es kann nicht mehr geleugnet und verniedlicht werden. Und nicht nur Frankreich, es ist der gesamte hochmütige “Westen”. Interessant ist auch auch, wie diese Kirche über die Jahrhunderte immer wieder teilweise zerstört wurde, nicht nur durch natürlich Feuer, v.a. durch mutwillige Zerstörungen durch Hugenotten 1542 und durch die Franz. Revolutionäre im 18./19. Jh.. Letztere haben den Innenraum geplündert und weitgehend zerstört. Deshalb findet sich dort außer primitiven Stuhlreihen auch wenig. Und dann wollten die Säkularen im 19.Jh die Kirche vollends niederbrennen – ein Ansinnen, das von franz. Bürgern um den Schriftsteller V.Hugo verhindert wurde.

Gabi Kuby meint dazu:

“Die westliche Welt ist abgefallen vom Glauben. Immer mehr Kirchen werden geschlossen, immer mehr Kirchen fallen Vandalismus zum Opfer, besonders stark in Frankreich. Gott ist den Menschen gleichgültig geworden, schlimmer als das: Die Mächtigen tun alles, um die christliche Kultur zu zerstören, den Glauben auszuradieren aus den Herzen der Menschen und Christen ihrer Wirkungsmöglichkeiten zu berauben….

Wir sind am Anfang der Passionswoche. Jesus sagt: „Und wenn jene Zeit nicht verkürzt würde, dann würde kein Mensch gerettet; doch um der Auserwählten willen wird jene Zeit verkürzt werden (Mt 24,22). Der Karfreitag wird uns nicht erspart bleiben. Aber wir wissen und glauben und haben in unserem eigenen Leben erfahren, dass danach die Auferstehung kommt. Lassen wir uns von der Freude über die Auferstehung unseres Herrn am kommen Ostersonntag bis auf den Grund unseres Herzens erfüllen, auf dass wir die Kraft haben mögen, standzuhalten am Fuß des Kreuzes. (G. Kuby)

ES IST FEUER AM DACH … der Kirche! Das sagt alles. Es gibt kein klareres Zeichen für uns.

Doch das Kreuz in der Kirche steht wie eine Eins. Trotz der Katastrophe ein schönes Symbol. Gott ruft uns zur Umkehr. Gott ruft uns zum Kreuz.

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