Ein Alkoholkonsumverbot an Bahnhöfen ist reinste Symbolpolitik – und entlarvt das strukturelle Versagen der Bahn.
Denn was passiert in der Praxis? Wer friedlich ein Feierabendbier auf dem Bahnsteig trinkt, wird zum Regelbrecher gestempelt. Wer hingegen völlig betrunken und aggressiv den Bahnhof betritt, hat gar kein Regelproblem – er konsumiert dort ja schließlich nichts mehr. Die eigentliche Gefahr geht nicht von der geschlossenen oder geöffneten Bierflasche aus, sondern vom unberechenbaren Verhalten stark Alkoholisierter. Doch genau hier greift das Verbot völlig ins Leere.
Anstatt für ausreichend Sicherheitspersonal, funktionierende Infrastruktur und echte Präsenz zu sorgen, flüchtet sich die Bahn in zahnlose Papiertiger. Ein Verbot zu erlassen, das man weder flächendeckend kontrollieren kann noch das eigentliche Problem löst, ist kein Sicherheitskonzept. Es ist schlicht billiges Ablenkungsmanöver. In der Bahnhofsgastronomie darf man weiterhin Alkohol trinken. In Zügen bleibt Alkohol auch erlaubt. Genauso wie vor dem Bahnhofsgebäude. Diese Ankündigung ist nur dazu gedacht, die schweigende Masse zu beruhigen und wieder einmal zu täuschen.
Warum trinken die Leute soviel am Bahnhof? Wahrscheinlich müsse sich sich den Zustand der Bahn schön saufen?
Warum wird soviel getrunken?
Warum wird eigentlich so viel getrunken? Viele Menschen geben als Grund an, dass sie die Sorgen und den Stress des Alltags durch Alkohol lindern können. Ein österreichischer Schriftsteller sagte dazu einmal treffend: „Es hat keinen Sinn, Sorgen in Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer.“
Die Bibel verbietet keine alkoholischen Getränke (sie sind geschaffen zum Genuss). Jesus selbst machte Wasser zu Wein für eine Hochzeitsgesellschaft. Doch sie sagt uns auch, dass wir das mit Maß tun sollen, denn ein betrunkender Mensch tut Dinge, die er im nüchternen Zustand nicht tun würde. So sagt Gott in Epheser 5,18: “Betrinkt euch nicht; das führt nur zu einem ausschweifenden Leben.” Deine Sorge wird der Alkohol auch nicht wegnehmen, sie werden nur aufgeschoben. Echte Befreiung von Sorge gibt es nur bei Jesus, der alle einläd, sie auf ihn zu werfen.
Über ihn heißt es: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1.Petrus 5,7)
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