Bestattungsunternehmen haben gerade so wenig Aufträge, dass sie staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Geht die Zahl der Todesfälle in Deutschland während der Corona-Pandemie sogar zurück?

“Ausgerechnet zur Corona-Zeit? Was wie ein makaberer Scherz klingt, ist für das Bestattungsunternehmen Frye in Frankfurt bittere Realität. Den Familienbetrieb mit zwei Standorten gibt es seit 1971, so schleppend wie derzeit sind die Geschäfte lange nicht mehr gelaufen. „Es versterben viel weniger Menschen als sonst“, sagt Inhaberin Karin Frye. „So schön das ist, für uns bedeutet es schlimme Einbußen.“ Normalerweise kümmert sich Frye um fünfzehn Beerdigungen im Monat, seit Ausbruch der Pandemie Ende Februar sind es nur noch fünf. Deshalb hat sie ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. „Zwei Drittel weniger Einnahmen, und die Kosten bleiben dieselben, wir sind böse am knabbern“, klagt Frye.” FAZ

Eine Pandemie, in der nicht nur Krankenhäuser, sondern auch Bestattungsunternehmen in Kurzarbeit gehen, ist unterwältigend.

“Ob wir es nun wollen oder nicht, derzeit bekommen wir jeden Tag aktuelle Zahlen über Corona präsentiert. Dabei entsteht schnell ein etwas schiefes Bild der Realität. Gegenwärtig werden in ganz Deutschland täglich rund 700 Neuerkrankungen festgestellt. Das ist erfreulich niedrig. Gleichzeitig sterben täglich 7 Personen infolge von Corona. Wer nur darauf schaut ist schnell schockiert und fordert weitere Schutzmaßnahmen. – Ohne die bisherigen Einschränkungen währen die Zahlen sich auch um Einiges höher.

Man sollte dabei allerdings nicht vergessen, dass in Deutschland allein im vergangenen Jahr 940 000 Menschen gestorben sind. Während momentan also täglich etwa 7 Personen an den Folgen von Corona sterben, verlieren 8 im Straßenverkehr ihr Leben, 27 begehen Selbstmord und 900 sterben an einer Krebserkrankung. Es ist durchaus erfreulich, dass wir vom Staat mit einmalig großem Aufwand vor Corona geschützt werden. Man würde sich allerdings wünschen, Politiker würden sich auch bei häufiger auftretenden Gefahren so engagieren wie hier.” Michael Kotsch

Und dazu eine ganze Predigt:

Kommentare

  1. Peter Vollath

    hallo, liebe Geschwister.
    Als Christ und Intensivkrankenpfleger möchte ich bezeugen, was ich im Zusammenhang mit Corona erlebt habe: unsere Region war sehr stark betroffen und innerhalb von wenigen Tagen habe wir fast alle Intensivbetten unserer Station mit meist sehr instabilen Beatmeten belegt. Die meisten davon sind gestorben. In 12 Jahren Intensiveinsatz habe ich Vergleichbares nicht erlebt. Meine Kollegin, die 40 Jahre Intensiverfahrung hat, ebenfalls nicht. Eine andere Kollegin, die nach Texas ausgewandert ist, habe Kollegen zufolge berichtet, dass dort die Leute”wie die Fliegen” sterben.Jeder Vergleich mit Influenza oder Krebs hinkt. Natürlich ist jede Krankheit schlimm, und auch den Hinweis von Hrn Kotsch auf den Hunger finde ich hilfreich. Diese Predigt ist ziemlich differenziert und gut. Aber leider lassen sich viele Christen auf die Seite von Verschwörungstheoretikern und Coronaleugnern ziehen, darum hier mein Zeugnis. Seid gesegnet.

  2. Thomas

    Wenn dies keine Ausnahme ist, lässt sich davon wohl ableiten, das
    die Pharmaindustrie und der Medizinkomplex, nicht in unerheblichen
    Maß, am ableben einer Person beteiligt sind. Ich habe schon vor Jahren
    eine Studie gelesen das bei abnehmenden Krankenhausbesuch, die Sterblichkeit
    sinkt.

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