C.S. Lewis verstarb mit 64 Jahren am 22. November 1963 in Oxford.

C. S. Lewis starb an den Folgen eines Nierenversagens eine Woche vor seinem 65. Geburtstag am 22. November 1963. In der Presse wurde sein Tod kaum beachtet, weil knapp eine Stunde später das Attentat auf John F. Kennedy stattgefunden hatte und zudem Aldous Huxley am selben Tag starb.
Das Grab befindet sich im Garten der Holy Trinity Church in Headington Quarry in Oxford. Lewis’ Bruder Warren starb am 9. April 1973. Ihre Namen stehen auf einem gemeinsamen Stein mit der Inschrift, die Warren ausgewählt hatte: Men must endure their going hence („Dulden muss der Mensch sein Scheiden aus der Welt“). (Wikipedia)

Am 28. September 1931 fand der Schriftsteller C. S. Lewis (1898-1963) zum christlichen Glauben. An jenem Tag fuhr er mit seinem Bruder Warren im Daudel-Motorrad in den Zoo von Whipsnade. „Als wir aufbrachen, glaubte ich nicht, dass Jesus Christus der Sohn Gottes sei, und als wir den Zoo erreichten, glaubte ich es“, schreibt Lewis in seiner Autobiographie „Überrascht von Freude“.

Dabei hatte sich auf dieser Fahrt nichts Besonderes ereignet. Was in dieser Schilderung wie ein mühe- und ursachloses Ereignis aussieht, war in Wirklichkeit die Frucht eines langen Weges.

Bereits zwei Jahre zuvor hatte sich Lewis von einem Atheisten in einen Theisten verwandelt, als er nach langem Ringen, in dem er sich widerstrebend immer mehr dem Gedanken an Gott annäherte und in Gesprächen mit Freunden wie Owen Barfield (1898-1997) ein materialistisches Vorurteil nach dem anderen zertrümmert aufgeben musste, schließlich auf eine Weise Gottes innewurde, dass er sich einen „empirischen Theisten“ nennen konnte.
„Was ich so sehr fürchtete, hatte mich endlich eingeholt. Im Trinity Term 1929 lenkte ich ein und gab zu, dass Gott Gott war, und kniete nieder und betete; vielleicht in jener Nacht der niedergeschlagenste und widerwilligste Bekehrte in ganz England.“ („Überrascht von Freude“).

Doch Lewis war noch kein Christ. Er verstand nicht den Sinn von Gottes Menschwerdung und Christi Tod und Auferstehung. Er begann, das Johannesevangelium in der griechischen Ursprache zu lesen. Chestertons „The Everlasting Man“ brachte das Christentum seinem Verständnis näher.
Die entscheidende Schranke aber, die ihn am Glauben hinderte, wurde in einem Gespräch mit John Ronald R. Tolkien und Hugo Dyson (1896-1975) niedergerissen, das am Abend des 19. Septembers begann und bis zum Morgengrauen dauerte. Tolkien hat dieses Gespräch in seinem Gedicht „Mythopoeia“ verarbeitet und seine Gedanken im Aufsatz „Über Märchen“ weiter entfaltet.

Der entscheidende Gedanke Tolkiens war, dass das Evangelium gleichzeitig Mythos und historische Tatsache sei, oder besser gesagt: der einzige Mythos, der einen göttlichen Autor hat und sich in der historischen Wirklichkeit abspielte. Lewis kannte die Mythen vom sterbenden Gott und vom Opfertod, z.B. in den nordischen und ägyptischen Mythen von Baldur oder Osiris.
Nun stellte sich heraus, dass die Existenz solcher Mythen kein Einwand gegen die Historizität der Evangelien sind. Letztere sind keine weitere Variante desselben Mythenstoffs. Es ist genau umgekehrt: Weil der christliche „Mythos“ Wirklichkeit ist, finden in ihm alle Mythen ihre Vollendung, insofern sie einen Schatten von Wahrheit oder ihre Vorahnung darstellen.

Damit schlägt Lewis den entgegengesetzten Weg wie Bultmann ein: Dieser verflüchtigte die historische Wirklichkeit der Evangelien zu Mythen, Lewis dagegen erhob die christlichen Mythen zu historischen Tatsachen. Mit dem christlichen Glauben hatte sich Lewis nicht für einen Mythos unter vielen entschieden, sondern den einen archimedischen Punkt erreicht, der ihn befähigte, die anderen Mythen und Religionen besser zu verstehen als sie sich selbst verstehen, zu erkennen, wie die Fragmente ihrer Teilwahrheiten sich im Christentum zu einem Ganzen zusammenfügen.

Dies einmal erkannt, war Lewis als Mythenkenner bestens geeignet, der Entmythologisierung entgegenzutreten. Von dem Literaturwissenschaftler Lewis mussten sich die entsprechenden Theologen den Vorwurf gefallen lassen, vom Thema keine Ahnung zu haben. In „Geblök eines Laien“ schreibt er:

„Welche Bedeutung diese Männer auch immer als Bibelkritiker haben mögen, ich misstraue ihnen, sofern sie Kritiker sind. Mir scheint, es fehlt ihnen an literarischer Urteilskraft, an Intuition bezüglich der Qualität der Texte, die sie lesen. Dieser Vorwurf klingt seltsam Männern gegenüber, die ihr ganzes Leben inmitten dieser Bücher zugebracht haben.
Aber vielleicht besteht gerade hierin die Schwierigkeit. Einer, der seine Jugend und seine Mannesjahre mit dem gründlichen Studium der Texte des Neuen Testaments und den Studien anderer darüber verbracht hat und seine literarische Erfahrung mit diesen Texten nicht mit der Erfahrung vergleichen kann, wie sie nur aus einer weiten und tiefen, lebendigen Beschäftigung mit Literatur im allgemeinen hervorgeht, läuft mit ziemlicher Sicherheit Gefahr, die nächstliegenden Dinge an diesen Texten zu übersehen.
Wenn er mir sagt, eine Stelle im Evangelium sei Legende oder Dichtung, so will ich wissen, wie viele Legenden und Dichtungen er gelesen hat, wie geübt sein Gaumen im Unterscheiden ihres Geschmacks ist, und nicht, wie viele Jahre er über diesem Evangelium verbracht hat.“

Lewis stellte sein schriftstellerisches Leben fortan in den Dienst des christlichen Glaubens, seiner Verteidigung, Darstellung und Erklärung, und wurde einer der erfolgreichsten christlichen Autoren des Jahrhunderts. (kath.info)

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