Dafür werde ich nicht beten.

»Drei Tage lang dauerte die Schulung. Am Ende baten die chinesischen Christen Pastor Cordeiro, ob er für sie beten könnte – und zwar dafür, dass sie so werden wie die Christen in Amerika, die sich ganz frei zum Gottesdienst treffen können. Cordeiros Antwort war: «Nein, dafür werde ich nicht beten» Auf ihrer sprachlosen Gesichter hin erklärte er ihnen: «Ihr seid dreizehn Stunden im Zug hierhergefahren – in meinem Land kommen die Leute überhaupt nicht, wenn sie länger als eine Stunde fahren müssen. Ihr habt drei Tage lang auf dem Holzboden gesessen – wenn die Leute in meinem Land länger als 40 Minuten sitzen müssen, gehen sie wieder. Ihr habt nicht nur drei Tage auf dem harten Holzboden gesessen, sondern auch noch ohne Klimaanlage – wenn die Leute in meinem Land keine gepolsterten Stühle und Klimaanlage vorfinden, kommen sie nicht wieder. In meinem Land gibt es durchschnittlich zwei Bibeln pro Familie, wir lesen keine davon. Ihr habt kaum Bibeln und lernt sie von Papierfetzen auswendig. Ich werde nicht dafür beten, dass ihr so werdet wie wir, ich werde vielmehr dafür beten, dass wir so werden wie ihr! Autor unbekannt

Das Gute ist manchmal der Feind des Besten. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Leid belehrt uns:

′Ich hätte Joseph rausgezogen. Aus dieser Grube. Raus aus dem schrecklichen Gefängnis. Aus diesem Schmerz heraus. Damit hätte ich Völker um den betrogen, den Gott benutzen würde, um sie von der Hungersnot zu befreien.

Ich hätte David rausgezogen. Aus der Verfolgung von König Saul. Aus den Höhlen, in denen er sich versteckt hat. Aus dem Schmerz der Ablehnung heraus. Damit hätte ich Israel um einen gottesfürchtigen König betrogen.

Ich hätte Esther rausgezogen. Ich hätte niemals zugelassen, dass sie aus ihrer Familie heraus genommen wurde. Ich hätte sie herausgeholt aus der Lage, die sie nicht wollte. Aus der Hand eines bösen, machtgierigen Feindes hätte ich sie befreit. Damit hätte ich ein Volk um die Frau betrogen, die Gott benutzen würde, um ihr Volk vor dem Untergang zu retten.

Ich hätte Jesus gerettet. Runter vom Kreuz. Weg von der Straße, die zu Leiden und Schmerzen führte. Ich hätte ihm vom Weg der Blöße und Schläge, Nägel und Dornen weg geholfen. Ich hätte damit die ganze Welt um ihren einzigartigen Erlöser betrogen. Es gäbe keine Rettung mehr für uns. Wir wären verdammt zu einer Ewigkeit voller Leid und Schmerz.

Lieber Freund. Ich möchte dich auch gerne rausziehen. Ich möchte deinen Weg ändern. Ich möchte deinen Schmerz stoppen. Aber jetzt weiß ich, dass ich falsch liegen würde. Ich würde einen Fehler machen. Ich würde dich betrügen und die Welt um so viel Gutes betrügen. Nur Gott hat den Plan für dein Leben. Er allein weiß, was dein Schmerz und Schicksal hervorbringen wird. Er weiß, welche Schönheit aus deiner Not wachsen wird. Er wacht über dich und bringt dich durch. Er hat dir versprochen, dass du ihm vertrauen kannst. Selbst wenn sich um mehr Leiderfahrung handeln sollte, als du ertragen kannst. Anstatt dich rauszuziehen, bete ich für dich. Ich knie vor unserem himmlischen Vater und bitte ihn, dir Kraft zu geben. Er soll dir Hoffnung geben. Ich bitte ihn, dich zu beschützen und dich zu befreien, wenn die Zeit dafür reif ist. Ich bitte ihn, dir zu helfen, betend zu bestehen. Ich frage ihn auch, wie ich dir beistehen kann. Ich bin überzeugt, er wird dein Leben auf kraftvolle und schöne Weise führen und dich benutzen. Wege, die dein Herz dankbar und demütig dankbar machen für dein Schicksal und dein ganzes Leben.” Kimberly Henderson

“Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum besten dienen, die nach dem Vorsatz berufen sind.” Römer 8,28

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