Das Beten der Deutschen.

Warum beten Deutsche? Umfrage:
Insgesamt geben 43 Prozent der Befragten an, nie zu beten. Das bedeutet, dass 45 Prozent angeben, zu beten. Jeweils 27 Prozent beten in Not- bzw. Krisensituationen sowie aus Dankbarkeit bzw. Freude. 16 Prozent beten, weil es fester Bestandteil ihres Lebens ist und 15 Prozent aus Anlass eines christlichen Festes. 14 Prozent beten, damit sich ein Wunsch erfüllt.

Es ist keine größere Schande zu beten, als zu trinken und zu atmen. Der Mensch brauch Gott, wie er das Wasser und den Sauerstoff braucht.
Alexis Carrel (1873-1944), französisch-amerikanischer Arzt und Naturforscher, Nobelpreisträger

„Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben werden“ (Lk 11,9a).
Alexander der Große hatte an seinem Hof einen berühmten Phi­losophen, der selbst völlig mittellos war. Eines Tages befand sich der Gelehrte finanziell in einer besonderen Notlage. An wen sollte er sich sonst wenden, als an seinen Gönner, den Herrscher der da­maligen Welt? Kaum hatte er die Bitte ausgesprochen, als sie ihm auch schon gewährt war. Alexander gab ihm eine schriftliche Voll­macht, sich jeden gewünschten Betrag aus der Schatzkammer aus­zahlen zu lassen.
Sogleich verlangte er im Namen seines Herrschers 10 000 Pfund. Bestürzt über eine so große Forderung, weigerte sich der Schatz­meister, das Geld auszuzahlen. Er wartete erst auf seinen Herrn und legte ihm die Angelegenheit vor. Er äußerte, ihm erscheine die­ses Ansinnen unvernünftig und die Summe ungeheuerlich.
Geduldig hörte sich Alexander den Einspruch seines Beamten an, gab dann aber zur Antwort: „Laß das Geld sofort auszahlen; ich freue mich, daß der Mann so hoch von mir denkt; damit hat er mir eine einzige Ehrung zuteil werden lassen. Die Höhe seines Gesu­ches zeigt, wie hoch er mich einschätzt, sowohl im Blick auf meinen Reichtum als auch auf meine königliche Freigebigkeit.“
In gleicher Weise wollen auch wir die wunderbare Liebe und Freundlichkeit Gottes, unseres Herrn, ehren, die Paulus im Römer­brief mit den Worten zum Ausdrude gebracht hat: „… welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schen­ken?“(Röm 8,32).
Das Gebet ist die Tür zur Schatzkammer Gottes, und unser Glau­be der Schlüssel, der sie aufschließt.
Unbekannt

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