Das Wort Gottes ist lebendig und wirkt.

In einem schwedischen Dorf kaufte sich ein Müllerbursche von einem Bibelboten eine Bibel. Und das kam so: Johannes, der Müllerbursche, war kurz vorher ins Wasser des Mühlenbachs gefallen und zwar gerade so, dass ihn beinahe das Mühlenrad ergriffen hätte. Doch er kam mit dem Leben davon. Das veranlasste ihn, sich eine Bibel zu kaufen. Er las fleißig darin und fand den Weg zum ewigen Leben und wurde ein ernster Christ. Bald bemerkten alle andern, dass eine große Veränderung mit ihm stattgefunden hatte. Er wurde daher vom Müller und von der Müllerin, von seinen Freunden und von den Kunden verlacht und verspottet. Alle wollten ihm das Lesen der Bibel ausreden. Doch Johannes blieb seinem Heiland treu und ging ruhig seinen Weg, wenn ihm auch der Spott manchmal weh tat. Andreas, der 20-jährige Sohn des Müllers, der sonst mit Johannes gute Freundschaft hielt, war über dessen Frömmigkeit ganz besonders ärgerlich. Er versuchte auf allerlei Weise, ihn in sein früheres leichtsinniges Leben zurückzuziehen. Als alles nichts nützte, sann er, wie er seinen ehemaligen Freund am meisten kränken konnte. Als Johannes einmal weggegangen war, schlich sich Andreas in sein Zimmer, suchte die verhasste Bibel und eilte damit an den Bach, um sie hineinzuwerfen. Bevor er das tat, öffnete er gedankenlos das Buch, und seine Augen fielen auf die Bibelstelle: „Zwei werden mahlen auf der Mühle; eine wird angenommen, und die andere wird verlassen werden. Darum wachet, denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer Herr kommen wird“ (Matthäus 24,41-4 Dieses Wort drang in sein Herz wie ein zweischneidiges Schwert. Ein unbeschreibliches Angstgefühl überkam ihn, so dass er es nicht übers Herz brachte, die Bibel ins Wasser zu werfen. Der leichtsinnige Bursche trug das Buch wieder in das Zimmer seines Freundes, fiel dort auf die Knie und bat Gott um Vergebung seiner Sünden. Der Herr vergab ihm, und er wurde froh und glücklich. Johannes und Andreas wurden nun die besten Freunde, denn beide liebten jetzt den Heiland und dienten ihm von Herzen. Nun wurden auch andere Leute im Dorf aufmerksam, welch große Veränderung mit den beiden jungen Männern vorgegangen war, und viele andere folgten ihrem Beispiel und bekehrten sich von Herzen zu Gott. Missionsbote

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