Der große Dichter und Dandy Charles Baudelaire wurde heute vor 200 Jahren in Paris geboren. Seine Botschaft: „Berauscht euch!“

Charles-Pierre Baudelaire zählt zu den wichtigsten französischen Dichtern der Moderne. Er ist der Dichter der Dekadenz des französischen Bürgertums, des Abgleitens aller Werte in Tiefen, deren grauenhafte Schrecken man schaudernd genoss. Wie tragisch und elend ging sein Leben zu Ende:

“Gelähmt und von allerlei Krankheiten gezeichnet, verstarb am Vormittag des 31. August 1867 in Paris, unweit des Triumphbogens, der Dichter Charles Baudelaire. Er wurde 46 Jahre alt, und hinter ihm lag ein Leben, das man als typisch französische Künstlerbiografie bezeichnen kann. Neben einem dominanten Stiefvater und einem abgebrochenen Jurastudium sind eine beachtliche Erbschaft (innerhalb weniger Jahre durchgebracht), der Verlust aller gesellschaftlichen und politischen Illusionen sowie ein chronisches Nervenleiden zu vermerken, und auch die Syphilis fehlt nicht – wir sind schließlich mitten im 19. Jahrhundert.

Dieses ganze Leben spielte sich fast ausschließlich in Paris ab; all seiner Misanthropie zum Trotz verlässt Baudelaire das lärmende und quirlige Treiben der „Hauptstadt der Moderne“, wie Walter Benjamin sie nannte, nur äußerst selten. Als übellauniger und von vielfältigen Neurosen geplagter junger Mann unternimmt er einmal eine Schiffsreise nach Indien, die er aber – weil er keine Lust mehr hatte – auf Mauritius vorzeitig beendet.” Welt.de

“Was der Mensch sät, wird er ernten”. Die Bibel

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