Es ist üblich, dass an Weihnachten und Ostern alle möglichen „Experten“ ihren Unsinn zu biblischen Themen abliefern.
Keine antike Persönlichkeit ist derart gut belegt, wie dies bei Jesus der Fall ist. Sowohl die Nähe der ersten Handschriften zu den Ereignissen, als auch deren enorme Menge sucht im Vergleich mit anderen historischen Persönlichkeiten seinesgleichen. – Dies ist zwar kein Beweis, aber mindestens bedenkenswert.
Zwei der vier Evangelienschriften nehmen für sich in Anspruch direkt von Augenzeugen zu stammen. Lukas dagegen musste tatsächlich auf Erzähler zurückgreifen, macht in seinem Prolog aber unmissverständlich klar, dass er mit seinem Evangelium den höchsten Ansprüchen antiker Geschichtsschreibung genügen will (und diese waren, was die Primärquellenforschung anging, notabene höher als die heutigen!).
Die Behauptung, es gäbe keine Augenzeugenberichte, wurde einfach von den Kritikern erfunden. Da die Bibel ja nicht relevant sein darf. (Andere antike Schriften mit viel weniger Fakten werden aber einfach als relevant angesehen) Matthäus und Johannes waren direkte Jünger Jesu, also Augenzeugen. Markus war Jesus sicher auch begegnet und hatte seinen Stoff aus eigenen Beobachtungen, aber auch besonders aus den mündlichen Erzählungen des Petrus bekommen und aufgeschrieben. Aber man findet immer kritische Theologen, die alles in Frage stellen. Zum Beispiel wird die erste Niederschrift von Evangelien kategorisch nach dem Jahre 70 behauptet. Und was ist der Grund? Die Zerstörung des Tempels. Da dies von Jesus vorausgesagt worden ist und für Kritiker keine Prophetie möglich ist, müssen die Evangelien nach der Tempelzerstörung geschrieben worden sein. Eine sehr einfache Denkweise und eine in sich geschlossene Logik.
