Der letzte Umzug. Jeder stirbt, aber nicht jeder lebt.

Von einem König wird erzählt, dass er sich nach der Sitte seiner Zeit einen Hofnarren hielt, dem er zugestand, immer die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie bitter war. Eines Tages schenkte der König dem Narren einen silbernen Narrenstab als Zeichen der Wertschätzung. Diesen sollte er niemals abgeben, außer er fände einen Menschen, der noch närrischer sei als er. Nach Jahren lag der König im Sterben. Der Narr trat in sein Krankenzimmer und sagte: „König, ich höre, du willst eine große Reise antreten.“ „Ich will nicht, ich muss!“, war die Antwort. „Gibt es jemanden, der dich dazu zwingen kann? Aber du wirst doch bald zurückkommen?“ „Nein“, schluchzte der König, „von dem Land kehrt keiner mehr zurück.“ „Aber dann wirst du dich sicher gut darauf vorbereitet haben und königlich empfangen werden.“ „Nein, ich hatte nie Zeit, mich darauf vorzubereiten.“ Der Narr meinte: „Dann hast du sicher nicht gewusst, dass du einmal diese Reise antreten musst.“ „Gewusst schon, aber ich fand nie Zeit, mich darum zu kümmern.“ Da legte der Narr seinen Stab auf das Bett des Königs: „Nimm diesen Stab. Du hast gewusst, dass du in ein Land musst, aus dem du nicht zurückkommst. Und doch hast du nicht dafür gesorgt, dass du dort empfangen wirst und willkommen bist. Du bist der größte Narr!“

Diese Geschichte illustriert, wie viele Menschen mit dem Thema Tod umgehen. Bloß nicht dran denken, so lange das letzte Stündlein noch nicht geschlagen hat. Die Bibel gibt uns einen anderen Rat:

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Die Bibel, Psalm 90,12)

Klug werden, nicht nur um unsere Lebenszeit recht zu nutzen, sondern auch klug werden, um sich auf den letzten Umzug vorzubereiten. Doch hier genau beginnt die große Unsicherheit. Wer weiß schon, was kommt? Und nicht wenige fragen „Kommt da überhaupt etwas?“

Die Bibel lässt ihre Leser nicht im Unklaren. Es heißt dort:

„Sterben müssen alle Menschen; aber sie sterben nur einmal, und darauf folgt das Gericht.“ (Die Bibel, Hebräer 9,27)

Es ist eben nicht nur das Sterben an sich, was uns unsicher macht, sondern das tiefe Wissen in uns, dass wir einmal unser Leben vor Gott verantworten müssen. Und wer nur halbwegs ehrlich zu sich selber ist, wird sich eingestehen müssen, dass es unmöglich ist vor Gott zu bestehen.

Gibt es dann überhaupt noch eine Chance, in die Nähe Gottes zu kommen? Oder ist es sogar denkbar, dort willkommen zu sein? Ohne Zweifel: Ja! Und dafür gibt es nur einen Grund: Jesus Christus ist der von Gott gesandte Retter, der sich selbst in den Tod gab, um sich dem Gericht auszusetzen, das auf uns wartet. Er trug die Verfehlungen, die Sünden, die uns belasten; die Schuld, die wir auch nach dem Sterben – wie auch immer – nicht abtragen können. Für Gott gibt es nur einen Weg, mit der Schuld unseres Lebens fertig zu werden. Das ist Vergebung. Vergebung, die er selbst durch Jesus Christus zustande bringt, als er an unserer Stelle das Gericht, die Strafe Gottes trug. Und weil das so ist, gibt es auch für uns nur einen Weg, damit fertig zu werden, indem wir das persönlich dankbar annehmen.

Dann ist dem letzten Umzug der Schrecken genommen. Mehr noch, der letzte Umzug bekommt eine helle Seite. Jesus hat es so gesagt:

„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen, und ich gehe jetzt hin, um dort einen Platz für euch bereitzumachen.“ (Die Bibel, Johannes 14,2)

Bei diesem Umzug in den Himmel lassen wir das Alte hinter uns. Jeder der an Jesus Christus glaubt, kann sich sicher sein: Das Beste kommt noch. Es ist zu vergleichen mit folgendem Bild:

Auf einen Steg an einem großen See steht eine mit Wasser gefüllte Vase. Ein Goldfisch springt in hohem Bogen aus dieser Vase in den großen See. Ähnlich wie dieser Fisch in der Vase leben wir auf dieser Erde. Aber es gibt weit mehr, eben den See mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten.

Manche denken bei dem Umzug in den Himmel eher an den Verlust von Vertrautem, doch in Wirklichkeit geht es um den Gewinn von etwas äußerst Erstaunlichem. Der Mensch lebt quasi in einem relativ kleinen Glasbehälter mit einem sehr begrenzten Horizont. Er nennt das Leben, und das ist es auch. Aber es ist eben nicht alles. Er ist zwar hier in seinem Element, doch in Zukunft erst recht. Mit Jesus hält Gott auch dir die Tür zu dieser Zukunft offen. https://heukelbach.org/

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