Der Theologe Wolfgang Huber regt sich christlich sanft in der „Zeit“ auf:

„Was Christen heilig ist, wird in zeitgenössischen Operninszenierungen regelmäßig verhöhnt. Nur dem Islam zollt man dort noch Respekt. Keine Oper ohne Sakrileg. Diesen Eindruck muss gewinnen, wer sich regelmäßig neuen Operninszenierungen aussetzt. Seit der Bruch sexueller Tabus keine besondere Aufregung mehr auslöst, hat man sich an den Bruch religiöser Tabus gemacht. Aber auch das verbraucht sich. Denn seit Dan Browns Sakrileg zum Weltbestseller wurde, haben die meisten ohnehin vergessen, was ein Sakrileg ist, nämlich »die Entweihung heiliger Orte oder Sachen durch Schändung oder Raub, die geweihter Personen durch Beleidigung in Wort und Tat«. Inzwischen ist die Entweihung dessen, was anderen heilig ist, zur Normalität geworden. Jedenfalls in Berlin gehört die Banalisierung des Heiligen zum festen Repertoire der Opernregisseure. Zuletzt hat Robert Schwab das mit seiner Neuinszenierung von Mozarts Don Giovanni in der Deutschen Oper wieder bestätigt. Das Gastmahl, zu dem Don Giovanni im zweiten Akt der Oper einlädt, wurde als eine Imitation von Leonardo da Vincis Abendmahl gestaltet: Der Schwerenöter Don Giovanni in der Mitte, im Gestus Jesu das Brot brechend, zwölf Kumpane, genau in der Haltung von da Vincis Jüngern, rechts und links von ihm. Das Brot schmeißt Don Giovanni in hohem Bogen über die Schulter auf den Boden. Bald löst sich das Ganze in einer Orgie auf – und statt des Brots liegt Donna Elvira auf dem Tisch. Aus dem letzten Abendmahl wird unversehens ein Dinner For One.“
Ja, Berlin ist "arm und sexy", ersteres vor allem im Kopf…..da betrachte man sich am besten mal Verschuldungsrate, Kriminalitätsrate, das Können der Berliner Schulkinder im Bereich Lesen und Schreiben, den Super-Metrosexuellen-Bürgermeister, der keine Party ausläßt…wow, beeindruckend !
Nicht nur dem Don Giovanni, auch derartig lästerlichen Künstlern und ihren Helfern gilt das Wort: „Dein Lachen wird vergeh’n, ehe der Tag graut! „
Ja,irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten!  

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