Die Astronauten der Artemis-II-Mission sind hinter den Mond gereist und  sind jetzt wieder gelandet.

“Anfang dieser Woche schickten sie Bilder von der Rückseite des Mondes. Und Bilder von der Erde, kurz bevor sie in der Form einer Sichel, wie wir sie sonst nur vom Mond kennen, hinter dem Horizont des Trabanten und aus dem Sichtfeld der Astronauten verschwindet. Damit brach auch der Kontakt der vier Raumfahrer zur Erde ab, bis vierzig Minuten später die Erde auf der anderen Seite wieder auftauchte. Erduntergang und Erdaufgang.

All das ist unfassbar faszinierend: die wunderhafte Schönheit der Schöpfung; die räumlichen Dimensionen; die völlig andere Perspektive auf die Erde; die technische und auch menschliche Leistung, überhaupt eine solche Reise ins Weltall zu unternehmen. Ja, diese Bilder sind zu Staunen, zum Innehalten, um denjenigen demütig anzubeten, der das geschaffen hat……

Es scheint nahezuliegen, dass sich aus einer Perspektive von „hinter dem Mond“ die Probleme der Erde irgendwie in Wohlgefallen auflösen und sich in den Weiten des Alls relativieren. Aber das ist ein Trugschluss. Denn dorthin, wo Menschen gelangen können, wollen sie auch. Und sie streben danach, die Grenzen zu verschieben und dabei schneller und besser zu sein als andere. Der Wunsch, anderen überlegen zu sein, hat die Erde in Unheil gestürzt und macht auch hinter dem Mond nicht halt. Die gefallene Schöpfung zeigt sich genau darin…

Aber ist genau das nicht auch ein Sinnbild für das, was die Astronauten auf ihren Fotos festgehalten haben – und für die Botschaft, die von Karfreitag und Ostern ausgeht? Die Erde geht unter. Die dunkle Seite des Mondes, der Ort, der dem Licht der Sonne abgewandt ist, bestimmt das Sichtfeld. Sonnenfinsternis. Doch über den Rand der Dunkelheit leuchtet die Korona, strahlt das Licht wie ein Kranz um die Kugel in die Dunkelheit hinein. Schließlich geht die Erde wieder auf – es ist dieselbe, aber ein neuer Tag.

Jesus, der Schöpfer selbst, kam in unsere schuldgeplagte, untergehende Welt. Am Kreuz ist er dort, wo es am dunkelsten ist. Gottesfinsternis. Doch das Licht von Ostern strahlt über den Rand des Grabsteins und hinein in die Finsternis der Welt. Es bleibt die alte, kaputte Welt, aber durch den neuen Bund Gottes und dem Angebot der Versöhnung mit ihm liegt ein anderes Licht auf ihr. Und mit diesem Licht die Verheißung einer neuen Welt, in der wir ungetrübt von menschlicher Schuld über Gottes Größe staunen dürfen.” www.pro-medienmagazin.de/

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