Antisemitismus”‘ dieser inflationär gebrauchte politische Kampfbegriff geht mittlerweile genauso auf die Nerven wie: “Nazi”, “Schwurbler”, “Aluhutträger” ,”Putinversteher” und “Verschwörungstheoretiker.
Jeder vom Staat bezahle Antisemitismusbeauftragte ist eine gekaufte Stimme mehr um weitere Antisemiten ins Land zu holen. Dann sind noch mehr Antisemitusmusbeauftragte nötig. Ein wunderbares Perpetuum mobile. Schließlich haben wir keine Semiten mehr im Lande aber haufenweise Antisemiten und deren Beauftragte. Läuft doch ganz nach Wunsch.
“Als mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Verbrechen des Holocausts ans Licht kamen, galt der Antisemitismus als entlarvt und erledigt. Erschüttert über den brutalen Massenmord an sechs Millionen Juden dachte man, endgültig aus der Geschichte gelernt zu haben.
Doch das Ausmaß und die Gewaltbereitschaft des Judenhasses, der seit dem grausamen Massaker vom 7. Oktober 2023 sein hässliches Haupt wieder erhoben hat, verdeutlichen: Antisemitismus ist mitnichten ein Phänomen der Vergangenheit. An US-Universitäten schüchtern pro-Hamas Demonstranten jüdische Studenten und Fakultätsmitglieder ein. In Wien und Neapel werden israelische Touristen aus Restaurants gejagt. In Amsterdam werden israelische Fußballfans verprügelt.
Selbst mittelalterliche Ritualmordlegenden und Verschwörungsmythen erleben ein „Comeback“ und inzwischen bringen sogar junge Menschen Sympathien für die Verbrechen des Holocausts zum Ausdruck. Der Hass hat bereits erste Todesopfer gefordert: Im Mai 2025 wurde in der US-Hauptstadt Washington D.C. ein jüdisches Paar auf offener Straße erschossen, im britischen Manchester starben Anfang Oktober zwei Juden bei einem Angriff auf eine Synagoge.
Juden machen lediglich 0,2% der Weltbevölkerung aus, leisten aber einen erstaunlichen, positiven Beitrag für die Menschheit: Unter den Nobelpreisträgern sind sie überdurchschnittlich vertreten. Der jüdische Staat ist in Sachen Forschung und Entwicklung weltweit führend, bahnbrechende medizinische Errungenschaften „Made in Israel“ retten weltweit Menschenleben und in Katastrophengebieten gehören israelische Einsatzkräfte meist zu den ersten und professionellsten Helfern.
Dennoch bleibt die jahrtausendealte Judenfeindschaft ungebrochen. Sie überdauert die Zeiten und überwindet geografische Grenzen.
Sie hängt nicht davon ab, was Juden tun oder nicht tun, wie sie sich verhalten oder nicht verhalten, oder ob sie als Minderheit in einem beliebigen Land leben oder ihren eigenen Staat haben.
Antisemitismus ist wandlungsfähig. Er betrifft jede gesellschaftliche Gruppe und äußert sich in verschiedenen Formen: als religiöse Judenfeindschaft – wie im Europa des Mittelalters oder in vielen islamischen Ländern heute, als rassistischer Judenhass – wie in Nazi-Deutschland oder als Hass auf den Staat Israel, den „Juden“ unter den Staaten.
Was aber unterscheidet Antisemitismus von anderen Formen der Diskriminierung? Die Antisemitismus-Forscherin Monika Schwarz-Friesel vertritt die These, Antisemitismus sei nicht mit Rassismus gleichzusetzen. Denn während Rassismus die Herabsetzung des „Anderen“ zum Ziel habe, ziele der Judenhass auf die völlige Auslöschung des jüdischen Volkes ab.
Die Wandlungsfähigkeit des Judenhasses und auch sein grausames Ziel werden im Licht der Bibel verständlich. Er geht zurück auf den Beginn der Menschheitsgeschichte.
Nach dem Sündenfall, dessen Folge die Trennung des Menschen von seinem Schöpfer war, versprach Gott, dass eines Tages „der Nachkomme“ der Frau kommen und der Schlange, Satan, den Kopf zertreten würde. Er sprach zur Schlange: „Von nun an setze ich Feindschaft zwischen dir und der Frau und deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in seine Ferse beißen“ (1. Mose 3,15).
Dieser Nachkomme der Frau, der Erlöser, durch den Gott die Menschheit mit sich versöhnen möchte, wird in den folgenden Büchern der Bibel als Nachkomme Abrahams, Judas und schließlich Davids weiter spezifiziert. Gottes Bundesschließung mit Abraham und die Erwählung Israels sind wesentliche Bestandteile dieses Erlösungsplans.
Gottes Bundesschließung mit Abraham und die Erwählung Israels sind wesentliche Bestandteile dieses Erlösungsplans. Die zentrale Rolle, die das jüdische Volk in Gottes Heilsplan einnimmt, lässt es zur Zielscheibe Satans werden.
Die zentrale Rolle, die das jüdische Volk in Gottes Heilsplan einnimmt, lässt es zur Zielscheibe Satans werden: Der Mord an den jüdischen Jungen in Ägypten und die Verfolgung durch den hellenistischen Herrscher Antiochus Epiphanes sind frühe Beispiele dafür. Die mittelalterliche Judenverfolgung und der in der Weltgeschichte beispiellose Massenmord an sechs Millionen Juden in Nazi-Deutschland zeigen, dass dieser geistliche Kampf bis heute andauert.
Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat Jesus Christus die Schuld der Menschen vor Gott beseitigt. Damit ist der erste Teil von Gottes Erlösungsplan erfüllt. Der zweite Teil wird dann vollendet, wenn Jesus wiederkommt und seine ewige Königsherrschaft antritt.
Die Worte der biblischen Propheten verdeutlichen, dass dem zweiten Kommen Jesu die Rückkehr der Juden aus dem weltweiten Exil ins Land Israel, insbesondere nach Jerusalem, vorausgeht (vgl. Jeremia 31,8-10; Sacharja 12,10). Hinter dem Hass gegen den jüdischen Staat, der Infragestellung des Existenzrechtes Israels und des jüdischen Anspruchs auf die Hauptstadt Jerusalem, verbergen sich Satans Versuche, dies zu verhindern.
Es ist zu erwarten, dass der Hass auf Juden und Israel noch zunehmen werden, je näher die Wiederkunft Jesu rückt. Gottes Worte werden sich erfüllen, er wird zu seinem jüdischen Volk halten und am Ende als Sieger hervorgehen. Doch der Antisemitismus wird konkrete Konsequenzen für die Nationen haben.
In seinem endzeitlichen Gericht wird Gott die Nationen richten, „wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt“ (Joel 4,2). In der Parallelstelle in Matthäus 25 warnt Jesus, dass auch jeder persönlich Rechenschaft über sein Handeln ablegen muss: „was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan“ (Matthäus 25,40).
Er macht klar, dass unser Umgang mit Notleidenden und Verfolgten unsere Beziehung zu ihm direkt widerspiegelt. Vergleicht man dies mit Joels Worten, kann dies so verstanden werden, dass damit im Spezifischen auch die Einstellung gegenüber und der Umgang mit Juden gemeint ist.
Die weltweite Zerstreuung des jüdischen Volkes, die erlittene Verfolgung und die Rückkehr ins Land Israel als moderne Nation in unserer Zeit ist die Erfüllung biblischer Prophetie. Die jüdische Geschichte ist somit ein eindeutiger Beweis für den Wahrheitsanspruch der Bibel. Die Juden sind ein Zeugnis der Treue Gottes, der zu seinem Wort und zu seinem Bund mit ihnen steht.
Wenn die Bibel mehr als nur eine Sammlung mythologischer Geschichten, mehr als nur ein Buch unter vielen religiösen Büchern ist, dann haben die in ihr offenbarten Maßstäbe Gottes universellen Anspruch. Psalm 2 spricht davon, dass sich die Nationen gegen Gott und seinen Gesalbten zusammentun, um „ihre Stricke“ (die als einengend empfundenen biblischen Maßstäbe) zu zerreißen.
Vor diesem Hintergrund wird klar, warum Judenhass nicht mit Ausgrenzung oder Herabsetzung endet, sondern die Auslöschung der jüdischen Existenz sucht.
Dieses aus der Vorantike stammende Volk existiert trotz schwerster Verfolgungen heute noch und hält an seinen uralten Traditionen fest. Damit sind die Juden eine Erinnerung daran, dass es einen lebendigen Gott gibt.” Ester Heinzmann/TBN Israel.
