Deutschlands Kirchen rennen dem Zeitgeist hinterher und merken garnicht mehr, dass der Zeitgeist beginnt sich zu wandeln. Statt sich auf die wichtigen, geistlichen Fragen des Lebens zu besinnen, politisieren sie herum und wundern sich, dass ihnen die Mitglieder abhanden kommen. Und auf diese Weise sind die Kirchen weitgehend zu NGOs mutiert, die gelernt haben, dass man durch mitschwimmen im Mainstream am besten Steuermittel abgreifen kann um die wirtschaftlichen Folgen des rasanten Mitgliederschwundes zu kompensieren. Jährlich überweist der deutsche Staat der evangelischen und katholischen Kirche je 540 Millionen Euro ohne eine definierte Gegenleistung. Das Geld kommt aus Steuermitteln, also auch Ungläubige sind daran beteiligt.
Eine “Kirche”, wie sie sich die frommen Bosse wünschen, ist eine gänzlich überflüssige Kirche, weil zunehmend zu einem marxistischen Sowjetmodell light erodierend – sieh Zentralkomitee. Es ist auch immer wieder bemerkenswert, wie da mit leeren Schlagworten operiert wird, die mit dem christlichen Glauben gar nichts zu tun haben. Wie in der Politik auch, sind die Akteure in ihrer synodalen Blase gefangen und wähnen sich tatsächlich bedeutend, was, wenn man sich die reale Erosion innerhalb der Kirchen anschaut, schon arg lächerlich anmutet. Auf die Gläubigen kommt es der Pharisäer-Elite sowieso nicht an, genauso wie die heutigen Politiker ihre Wählerschaft nicht interessiert, man schafft sich seinen kleinen linksgrünen “Feudalzirkel” der richtigen Gesinnung, in dem man unbehelligt von den realen Weltläufen seinen Utopien frönen kann. An einer absolut nötigen zweiten Reformation in Deutschland hat natürlich keiner Interesse. Wäre nötig. Findet aber abseits der Kirchen statt.
