Die Welt vieler steuerzahlenden Bürger auf den Kopf stellen und dann Aua schreien, das kennzeichnet die grünen Hardcore-Mimosen. Einen Minister als Schwachkopf zu bezeichnen ist grenzwertig. Das ist unanständig. Aber seine Leistung als schwach zu bezeichnen, das darf man wohl noch? In einer Demokratie kann die Regierung ihr Volk nicht abwählen. Aber in Deutschland kann sie es immerhin anzeigen und verängstigen. Die Beleidigung von Politikern wird aber seit 2021 ganz besonders streng geahndet . Eingeführt übrigens aufgrund des Gesetzes zur Bekämpfung des Rechtsextremismus (!) und der Hasskriminalität vom 30.03.2021. Es handelte sich um einen Gesetzesentwurf von CDU/CSU und SPD. Gut zu wissen, vor der anstehenden Wahl. Wer Demokratie mit Strafanzeigen retten will ist ein Diktator der Kritiker mundtot machen will weil er es wahren Fakten, Hintergründe und politischen Können nicht kann. Beleidigungen sind wir soch gesagt kein guter Stil. Das war schon immer so. Die Polarisierung der politischen Debatten aber, das Canceln der politischen Gegner, die ideologische Verhärtung – all das ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Debatten verrohen. Wenn Politiker – wie so häufig in den letzten Jahren – das Wahlvolk diffamieren, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie im Regen stehen. Politiker beleidigen sich sich sehr oft. Jetzt beginnen sie das Volk einzuschüchtern. Wir sind am Rande einer neuen schlimmen Zeit. Die Schatten sind nicht mehr zu verleugnen.
Beispiele für den Widerstand des Glaubens gegen gottlose Obrigkeit
Der Grundsatz äußert sich auch im Leben Einzelner. Die hebräischen Hebammen werden dafür gelobt, daß sie, unter Lebensgefahr, dem Befehl des mächtigen Pharao ungehorsam waren. Von Moses Eltern heißt es lobend: „Durch Glauben wurde Mose nach seiner Geburt von seinen Eltern drei Monate lang verborgen gehalten, weil sie sahen, daß er ein schönes Kind war; und sie fürchteten das Gebot des Königs nicht“ (Hebr 11,23).
Mose wurde den Anordnungen des Pharao und seiner eigenen Pflegemutter ungehorsam, als er den Israeliten half und dann aus Ägypten floh. Dafür wird er von Gottes Wort gelobt (Hebr 11,24-27). Die heidnische Hure Rahab entschloß sich, dem Befehl ihrer Obersten ungehorsam zu sein und – ebenfalls unter Lebensgefahr – die feindlichen israelitischen Kundschafter zu verstecken (Hebr 11,31).
Die drei Freunde Daniels waren dem mächtigen König Nebukadnezar offen und mutig ungehorsam, als er von ihnen verlangte, sein Standbild anzubeten (Dan 3,26-28). Daniel selbst mißachtete die Anweisungen des Königs schon als junger Mann um des Herrn willen (Dan 1,8-10), und er tat es wieder, als seine Feinde ihn am Gebet hindern wollten (Dan 6,6-12). Aber auch David war seinem König Saul ungehorsam, als er vor ihm floh, und Jonathan war seinem Vater und König Saul ungehorsam, als er David unterstützte – beide taten dies nicht aus rein persönlichen Motiven, sondern um der Sache Gottes willen, der David zum König machen wollte.
Wir könnten noch viele Beispiele nennen. Der Prophet Micha war dem König Ahab und seinem Beauftragten bewußt ungehorsam, der ihm ein königliches Gebot übermittelte:
Der Bote aber, der hingegangen war, um Micha zu rufen, redete mit ihm und sprach: Siehe, die Worte der Propheten verkünden einstimmig Gutes für den König; so laß nun dein Wort auch sein wie das Wort eines jeden von ihnen und rede Gutes! Micha aber sprach: So wahr der HERR lebt, ich will reden, was mein Gott sagen wird! (2Chr 18,12-13)
Der Verfasser des Psalms 119 bekennt: „Sogar Fürsten sitzen und beraten sich gegen mich; aber dein Knecht sinnt nach über deine Anweisungen“ (V. 23); „Fürsten verfolgen mich ohne Ursache; aber vor deinem Wort fürchtet sich mein Herz“ (V. 161).
Wir können auf jeden Fall festhalten: Für jedes Kind Gottes ist der ewige, allmächtige Gott die höchste und letztverbindliche Autorität in seinem Leben, und damit auch das inspirierte Wort Gottes, durch das Er uns Seinen Willen und Seine Gebote und Lehren mitgeteilt hat. Gott selbst will nun, daß wir uns der menschlichen Obrigkeit unterordnen, insoweit ihre Autoritätsausübung nicht Seinem Wort und Willen widerspricht; wenn da aber ein Konflikt entsteht, sind wir berufen, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen.
Konkreter gesagt können wir festhalten, daß die menschliche Obrigkeit dort keine Autorität hat, wo sie den Gläubigen Vorschriften machen will, die ihr Glaubensleben und ihren Dienst für Gott dirigieren oder einschränken wollen. Das ist genau der Bereich, den die beiden Aussagen der Apostel in der Apostelgeschichte ansprechen. Dagegen ist der Gläubige gehalten, sich der Obrigkeit bewußt unterzuordnen, wo sie den göttlichen Auftrag wahrnimmt, das Böse zu bestrafen und Frieden und Ordnung in der Gemeinschaft herzustellen. R.E.
