Dieser Mann opferte sich für einen anderen Menschen.

Maximilian Kolbe wird Ende Mai 1941 nach Auschwitz überführt, muss dort den Kies für die Krematoriumsmauer heran karren, Baumstämme schlagen, Leichen auf Schubkarren laden und zu den Verbrennungsöfen fahren. Im Sommer 1941 gelingt einem Häftling seines Blocks beim Ernteeinsatz offenbar die Flucht.

Für ihn sollen zehn seiner Blockkameraden im „Todesbunker“ sterben – was bedeutete, durch Verhungern und Verdursten. Die zehn Todeskandidaten sucht sich der Lagerführer Karl Fritsch quälend langsam aus der erstarrten Menge heraus.Einer von ihnen, der polnische Infanterist Franciszek Gajowniczek, stößt mitten in die Totenstille hinein einen fürchterlichen Schrei aus. Er weint um seine Frau und die beiden Kinder, die er nie wiedersehen wird.

Da schiebt sich eine Gestalt durch die Reihen der Häftlinge, tritt vor den Lagerführer und beginnt in eindringlichen Worten mit ihm zu verhandeln. Es ist ein unerhörter Vorgang.„Ich möchte anstelle eines dieser Menschen sterben“, sagt Pater Kolbe Zeitzeugenberichten zufolge zum Lagerführer. Der kann zunächst nur fassungslos erwidern: „Was will das Polenschwein?“ – „Ich bin katholischer Priester, ich möchte für den da sterben“, wiederholt Kolbe und deutet auf Gajowniczek. „Ich bin alt und allein, und er hat Frau und Kinder.“

Für die Augenzeugen ist es heute noch ein Rätsel, dass sich der Kommandant auf das Angebot des Priesters eingelassen hat. Kolbe geht mit den anderen in den „Todesbunker“. Am 14. August 1941 tötet der Lagerarzt mit einer Phenolspritze die vier Häftlinge, die zu dem Zeitpunkt noch leben – unter ihnen Maximilian Kolbe.

(evangelisch.de)

Kommentar

  1. Krass. Wenn wir sowas lesen … das können nur echte Helden, nicht so Menschen wie wir?!
    Doch genau dazu fordert Jesus uns auf: Unser selbstbezogenes / selbstbestimmtes Leben aufzugeben, komplett. Und ihm alleine nachzufolgen.
    Welche Mut, so in den Tod zu gehen. Ich hoffe er hat Jesus als alleinigen Mittler gekannt & Jesus ihn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.