“Eine der schönsten aller Weihnachtswundergeschichten trug sich 1914 zu. Noch war der Erste Weltkrieg jung, die absolute Entmenschlichung der Schlachten hatte noch nicht eingesetzt. Die deutschen und britischen Soldaten, die sich in den Schützengräben gegenüberlagen und sich beschossen, trugen noch den Geist der Zivilisation in sich. Erst vor fünf Monaten waren sie aus der Friedensheimat auf die Schlachtfelder gezogen.
Das unbegreifliche Massaker, in dem der Mensch zum Material wurde, in dem Maschinen am Boden und aus der Luft den Tod über Millionen Soldaten brachten, in dem weite Teile Belgiens von Panzern, Granaten, Schrapnells und Bomben so zerfurcht wurde, dass die Narben auch heute, über 100 Jahre später, noch zu sehen sind, sollte erst in den kommenden Jahren beginnen.
Am ersten Heiligen Abend des Krieges brachten deutsche Soldaten einen Schokoladenkuchen von ihrem Schützengraben durch das Niemandsland in Nähe der Stellung der englischen Feinde, die nicht weit entfernt lagen. Die Deutschen riefen den Briten zu, dass man um 7.30 Uhr Weihnachtslieder singen wolle, und baten darum, während dieser Zeit nicht zu schießen. Und so geschah es. Nach dem Konzert applaudierten die Briten und begannen, ebenfalls zu singen, und bald ertönten aus ihren Schützengräben englische Weihnachtslieder. Sogar einige Tannenbäume wurden in den Stacheldraht gestellt.
Ähnliche Berichte gibt es von vielen Abschnitten der Front. An manchen Stellen vereinbarte man, die Toten ohne Feindbeschuss bergen und bestatten zu können. Es gab auch gemeinsame Feiern, in denen Tabak ausgetauscht oder Fußball gespielt wurde, und die Royal Welsh Fusiliers bekamen von einem sächsischen Bataillon zwei Fässer Bier in ihren Schützengraben gerollt. Sie entschädigten sich mit christmas puddings.
Rund 100.000 Soldaten auf beiden Seiten folgten dem weihnachtlichen Waffenstillstand, der nie ausgehandelt oder befohlen wurde. Vielerorts hielt er bis zur Jahreswende. Für einige wunderbare Tage hatte Weihnachten über den Horror triumphiert, oder, im Klartext, hatten die Menschen, beseelt vom Geist des Festes, den Krieg besiegt.” Peter Huth/Welt.de
Das kann nur der, der hinter dem wahren Weihnachten steht. Der Friedefürst Jesus Christus.
