FARBANSCHLÄGE UND STEINANSCHLÄG AUF MÜNCHNER LEBENSSCHÜTZER

In München sind drei christliche Initiativen Ziel von Farbanschlägen geworden. Zu den Anschlägen bekannten sich Abtreibungsbefürworter. Anonym schrieben sie auf der linksextremistischen Internetplattform „indymedia“: „Wir werden euch nicht in Ruhe lassen bis ihr Frauen* in Ruhe lasst. Fundis aufs Maul!“. Ein erster Angriff ereignete sich in der Nacht zum 15. Oktober. Unbekannte beschmierten die Hauswand zu den Büroräumen der Initiative „1000plus“ (München) der christlichen Beratungsorganisation „Pro Femina“ mit Farbe. Wie die Lebensschutzbewegung mitteilte, war das der dritte Angriff auf das Beratungszentrum. „Der blinde Hass, der sich in einer solchen Aktion manifestiert, entsetzt und erschüttert immer wieder aufs Neue“, so der Vorstandsvorsitzende von „Pro Femina“ und Leiter von „1000plus“, Kristijan Aufiero (München). Angesichts der seit Wochen andauernden verbalen Eskalation gegen „Pro Femina“ sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich hieraus auch reale Gewalt ergeben würde.

Doch Aufiero machte deutlich: „Schmierereien wie diese werden uns nicht aufhalten und nicht daran hindern, immer wieder Schwangeren in Not zu helfen!“.100.000 schwangere Frauen beratenDie Initiative hat Anzeige erstattet, wie Aufiero der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA mitteilte. Ihm zufolge vermutet die Polizei einen linksextremistischen Hintergrund. Der Fall sei an die für linkspolitisch motivierte Kriminalität zuständige Polizeidienststelle weitergeleitet worden. Im November wurde auf „1000plus“ bereits ein ähnlicher Angriff verübt. Die Initiative hat seit ihrer Gründung nach eigenen Angaben mehr als 100.000 schwangere Frauen beraten. „Pro Femina“ mit Hauptsitz in Heidelberg und einem weiteren Standort in Berlin berät Schwangere in Not persönlich und mit Angeboten wie einem „Abtreibungstest“ über die Internetseite des Vereins.Angriff auf PrivathausZwei weitere Farbanschläge fanden in der Nacht des 17. Oktobers statt. In Unterhaching wurde das Reihenhaus mit den Wohn- und Praxisräumen des Arztes Gero Winkelmann mit Farbbeuteln beworfen. Auch das Nachbarhaus wurde beschädigt, wie Winkelmann gegenüber IDEA sagte. Der Sachschaden betrage etwa 6.000 Euro.

Laut Winkelmann war diese „böse Aktion“ der erste Angriff dieser Art. Er habe ebenfalls Anzeige erstattet, die an den Staatsschutz weitergeleitet wurde. Der Arzt leitet die Ärztevereinigung für Lebensrecht „European Pro Life Doctors“ sowie den Bund Katholischer Ärzte (beide Unterhaching). Winkelmann vermutet, dass seine Einladung zu dem „1000-Kreuze-Gebetszug für das Leben München“ am 17. Oktober den Anlass für den Angriff gegeben haben könnte. Jedoch könne es sich auch um eine Verwechslung mit „EuroProLife“ (München) gehandelt haben. Das Gebetsnetzwerk veranstaltete den Marsch für das Lebensrecht ungeborener Kinder. Auf Twitter schrieb die „Antisexistische Aktion München“ am 17. Oktober, „gestern“ seien antifeministische Orte in München „im Vorfeld ‚besucht‘“ worden.

Evangelistische Initiative angegriffen Auch der Münchner Sitz der evangelistischen Initiative „Soulsaver“ (Seelenretter) wurde mit Steinen beworfen, die Hauswand mit Farbe besprüht und Fenster eingeschmissen. Wie die Initiative auf ihrer Internetseite mitteilte, entstand ein „ziemlicher Sachschaden“. (idea.de)

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