Früher haben die Deutschen Kriege begonnen. Heute versuchen die Deutschen Kriege zu verhindern. Mir persönlich ist die zweite Variante lieber. Aber mit Libyien haben wir keinen Erfolg.

Der Libyen-Gipfel und der “Prophet Muaamar al-Gaddafi”:

Diese Worte äußerte der libysche Diktator Muaamar al-Gaddafi, in einem Interview mit dem französischen Journal du Dimanche im Februar 2011:

“Ihr sollt mich recht verstehen. Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet ihr Verwirrung stiften, Bin Laden in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen. Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten.”

40 Volksgruppen und Stämme existieren in Libyen, vielen seit Jahrhunderten verfeindet, dazu kommt der sensible Punkt Region. Mit dem chaotischen Sturz von Gaddafi durch die Rebellen, die vom Westen unterstützt wurden explodierte das Pulverfass. Ähnliche Szenarien spielten sich zeitgleich im Norden von Afrika ab. Heute waschen sich unsere Politiker ihre Hände in Unschuld und rudern hilflos mit den Armen da sie weder die europäischen Grenzen schützen, noch dauerhaften Frieden schaffen in den betroffenen Regionen. Nicht zu vergessen das seit 2015 die EU völlig zerstritten ist und an Glauben verloren hat.
Folge von diesem ganzen Chaos sind diverse Bürgerkriege, Verbrechen an der Menschlichkeit, Terrorismus und Flüchtlingsströme.

Gaddafis brutales Regime fungierte einst als Barriere für Migranten aus dem Süden. Wie nützlich war er deshalb für Europa – wenn überhaupt? Gaddafi wurde ohne Gerichtsprozess grausam getötet – bei direkter Militärhilfe westlicher Staaten. Ähnlich die Situation mit dem Irak: Diktator und Massenmörder Saddam Hussein wurde gehenkt – im Ergebnis eines Gerichtsprozesses der von ihm durch die USA befreiten Iraker. Ich empfand das damals als gar nicht so abwegig und bedauerte oft, dass so mancher verbrecherischer Diktator in der Welt einen ganz normalen Tod fand. Dass speziell nach dem Eingreifen des Westens Staaten zerfallen könnten und daraus regelrecht Räubernester werden, wurde nicht vorausgesehen. Es begann mit Somalia, dann Afghanistan, Irak, Libyen. Man sollte aus diesen Entwicklungen ernsthafte Konsequenzen ziehen, z.B. betreffs Iran.

Die libysche Regierung in Tripolis hat 2018 in den Augen gewisser Staaten einen “unverzeihlichen” Fehler mit der Teilnahme an der chinesischen One Belt One Road Initiative begangen. Als Endergebnis wird nun der ehemalige CIA-Söldner Haftar in Libyen aktiviert und finanziert.
Er soll nun die sprudelnden libyschen Erdölfelder vor den Libyern “beschützen”.
Und General C. Haftar, der etwa 75 Prozent des Landes kontrolliert, wird nicht kurz vor dem Ziel das ganze Land zu kontrollieren aufgeben. Rüstungskonzerne werden Wege finden, weiterhin ihre Waren zu liefern, obwohl schon genug davon vor Ort ist. R. Erdogan will keinen Einfluss verlieren wegen der Rohstoffe. Und die vielen Familienclans und religiöse Gemeinschaften sind es historisch gewohnt, wer der Stärkere ist, gewinnt. Die kümmern sich nicht um irgendwelche Vereinbarungen.

Weltfriede wäre eine wunderschöne Vorstellung, aber eine, die erst realisiert wird, wenn Jesus zurückkehrt (Offenbarung 21,4). Bis zu dieser Zeit wird es keinen Frieden in der Welt geben. Jesus sagte, dass es bis zu seiner Rückkehr „Kriege und Kriegsgeschrei“ geben wird und dass sich „ein Königreich gegen das andere“ erheben wird (Matthäus 24,6-7). Es gab über die Weltgeschichte hinweg keine einzige Zeit, in der nicht jemand mit jemandem anderen gekämpft hätte. Ob es nun ein Weltkrieg mit dutzenden von Nationen war, oder eine lokaler Aufruhr zwischen Völkern und Stämmen, die Menschheit war immer miteinander im Krieg.

Sich für den Weltfrieden einzusetzen, obwohl wir die Menschen kennen, wird nie – egal wie sehr wir es versuchen – erreicht werden können, weil es nicht biblisch ist. Wohltätig zu sein und sich für Toleranz einzusetzen und mit anderen zu teilen ist sicherlich für Christen angebracht. Wir sollten das im Namen von Jesus tun und verstehen, dass er allein Weltfrieden bringen wird. Bis sich nicht alle im Namen Jesu beugen werden und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist (Philipper 2,10), kann es keinen wahren und andauernden Frieden geben. Bis dahin sollten sich Christen für Frieden einsetzen, statt für Konflikt, aber daran denken, dass wir durch des Menschen eigenen Bemühungen völliger Frieden nie erreicht werden kann, wegen der in Sünde gefallenen Natur der Menschheit. Unser Vertrauen ruht in Gott und Jesus Christus, dem Fürst des Friedens. Bis er kommt, um die Welt zu erneuern und wahren Frieden zu bringen, wird Weltfrieden ein Traum bleiben. Unsere wichtigste Aufgabe ist es andere zu überzeugen, dass sie den Erlöser brauchen; derjenige, der als einziger Frieden zwischen Gott und den Einzelnen bringen kann. „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus“ (Römer 5,1). https://www.gotquestions.org/

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