Früher hatten die Mensch Angst vor der Hölle, die ihnen gepredigt wurde. Heute haben die Prediger Angst, über die Hölle zu sprechen.

DIE HÖLLE
Verzeihung, darüber müssen wir reden
Hölle? Dann auch noch ewig! Was für ein schockierende Vorstellung. Wie gut und richtig, dass uns die Wissenschaft von solchen Mogelpackungen befreit hat.
✅ Halt! Wir sollten die Hölle nicht tabuisieren. Wenn schon diese Erde, wie wir täglich feststellen, höllische Zustände aufweist, wieviel mehr sollten wir mit einer jenseitigen Hölle rechnen, wo sich das Böse endgültig austoben kann. Gehen wir auf diese Fragen etwas näher ein:
✅ Die biblische Botschaft von der Hölle ist die notwendige Kehrseite des Evangeliums. Sie führt uns den Ernst einer ewigen Qual vor Augen, wenn wir die Erlösung durch Jesus Christus ablehnen. Sagen wir nicht gern: Jedes Ding hat zwei Seiten? Die HÖLLE ist ein “logischer” Teil des Wortes Gottes. Nämlich eine dramatische Warnung vor einer selbst verschuldeten ewigen Trostlosigkeit – falls wir an Jesus Christus, unserem Retter, vorbeileben.
✅ Ich finde eine solche Option grauenhaft. Und ich will mir gar nicht vorstellen, dass auch nur EIN Mensch ein solches Elend erleben muss. Leider sieht es anders aus. Viele Menschen ignorieren Himmel und Hölle, weil sie von der Evolutionslehre intellektuell und emotional in die Irre geführt wurden. Danach soll Sterben und Tod das natürliche Ende unseres menschlichen Lebens sein.
✅ Aber woher weißt Du das so genau? Ideologien und Weltanschauungen beruhen zumeist auf Wunschvorstellungen. Es sind täuschende, lügnerische und von sündigen Menschen ausgedachte politisierende Fantasien. So ist unser gängiges naturalistisches Weltbild total blind für jede Wahrnehmung einer metaphysischen Realität. Sich darauf zu verlassen, ist ein Wahnsinn!
✅ Für irdische Katastrophen halten wir komplexe und umfangreiche Rettungsdienste bereit. Ein mögliches ewiges Drama, die Gefahr der Hölle, kommt vielen erst gar nicht in den Sinn. Sie sind verliebt in das schöne, attraktive Leben im Diesseits, ohne daran zu denken, dass sie im Bruchteil einer Sekunde im „Vorort der Hölle“, im Totenreich, ankommen können.
✅ “Aber nein! es gibt doch gar keine Hölle. Wie sollte Gott denn sowas zulassen, falls es IHN geben sollte, – wenn er darüber hinaus auch noch die reine Liebe präsentiert? Liebe kann ein solch bösartiges Schicksal doch nicht zulassen.” So denken viele und fügen noch hinzu: “Das sind doch alles nur mittelalterliche Horror-Märchen, die wir durch die Aufklärung längst überwunden haben. Also keine Angstmacherei!”
✅ Leider verharmlosen auch Christen und Kirchen diese entsetzliche Alternative zum Himmel. Sie können sich nur einen Zustand vorstellen, bei dem letztlich alle Bösewichter der Erde irgendwie durch einen Supergnaden-Akt Himmelsbürger werden. Sogar der Teufel gehört dazu. Also: Die Hölle darf – kann es so oder so auf keinen Fall geben.
✅ Der englische Schriftsteller C. S. Lewis teilt diese heute weit verbreitete Ignoranz nicht, wenn er in seiner ihm eigenen Art bemerkt: „Der sicherste Weg in die Hölle verläuft gemächlich – ein sanfter Abhang, weich unter den Schuhen, ohne plötzliche Biegungen, ohne Wegmarken, ohne Wegweiser. Diesen schlüpfrigen Hang schlendert man ganz langsam hinunter, während das Leben verstreicht.“
✅ Gerade das Wohlstandsleben vernebelt das notwendige Nachdenken, so dass viele Menschen die “Hölle”, die ewige Gottesferne, für eine mittelalterliche und kindische Naivität halten. Umso schicksalsschwerer stellt sich die Frage: Was wäre wenn? Was passiert mit mir, wenn ich sterbe? Wo werde ich dann sein?
✅ Die Hölle, die wir hier ablehnten und für eine unzumutbare religiöse Drohung hielten, kann uns nach dem Sterben durchaus mit voller Wucht treffen – sofern wir den Retter Jesus Christus in unserer Lebenszeit ablehnten und bekämpften. Christus selbst weist darauf hin, wie der „reiche Mann“, der sich mit Wohlstand allein begnügte, unmittelbar nach seinem Tod in eine höllische Panik fiel und den Himmel anflehte, einen Toten auferstehen zu lassen, um seine Familie vor diesem Zustand zu warnen (vgl. Lukas 16,19-31).
✅ Die Hölle ist das mögliche Endresultat dessen, was wir bis zum Sterbetag gelebt haben. Hier wirkt das “Gesetz von Saat und Ernte”. Alles, was wir hier auf der Erde tun, hat ewige Folgen. Wir sollten es also nicht riskieren, sie für eine unaufgeklärte Vorstellung zu halten. Wenn es schon auf der Erde höllische Realitäten gibt, wie viel mehr kann es dann einen Ort ewiger Qual geben, wo das Böse alle Masken absetzt und sich in seiner schaurigsten Möglichkeit offenbart:
► Als ein Milieu totaler Abwesenheit Gottes.
► Als Zustand völliger Lieblosigkeit.
► Als Ort erbarmungsloser Härte.
► Als Zustand quälender Selbstvorwürfe ohne Hoffnung.
► Als eine Existenz abgründiger Begierden ohne Erfüllung.
✅ Jesus hätte nicht am Kreuz sterben müssen, wenn es diese katastrophale Aussicht nicht gäbe! Denn ohne seine Rettung, ohne Vergebung unserer Schuld und die Versöhnung mit Gott, sind wir alle zur Hölle verdammt. Wer Jesus aber als seinen Erlöser annimmt, ihm sein Leben völlig anvertraut, hat jetzt schon Anteil am ewigen Leben und ist Erbe der zukünftigen Herrlichkeit. Der Himmel ist die wunderbare Alternative für die Kinder Gottes!
✅ Die Botschaft von der „Hölle“ dagegen gleicht einem Warnschild im unwegsamen Gelände. Gott warnt aus Liebe, damit wir auf dem Weg zur Ewigkeit nicht den Kurs verlieren. Der Hinweis auf die Hölle hat höchste Aktualität. Er bedeutet: Stopp! Nicht weitergehen! Umkehren!
✅ Insofern ist diese biblische Lehre über die Hölle eine geradezu menschenfreundliche Botschaft. Sie will uns vor der größten Torheit und der schlimmsten Katastrophe, die wir erleben könnten, warnen und bewahren! Was würden wir von einem Land halten, das seinen Skifans schönste Bergpisten freigäbe, aber nicht zugleich auf die Gefahren und möglichen Abstürze hinwiese?
❤️ Damit wir den Himmel nicht verfehlen, muss Gott unser „schönes irdisches Leben“ mit der Höllenbotschaft flankieren – wie Leitplanken die Autobahn. Denn er will nicht, dass wir abstürzen und zugrunde gehen. Er möchte, dass alle Menschen Gelegenheit finden, ihren falschen Weg zu verlassen, um an der ewigen Herrlichkeit Gottes teilzuhaben (vgl. 2. Petrus 3,9).
Horst Stricker

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