“Golden Globes” -Letzte Runde vor Donald Trump auf der Titanic Hollywood.

Aber gut, all das ist weder neu noch überraschend. Das gilt auch nicht für den Hauptgewinner der diesjährigen Golden Globes, das französische Musical “Emilia Pérez”, das gleich viermal ausgezeichnet wurde. Wer sich nun fragt, ob er diesen Film wohl verpasst hat, sei beruhigt. Ja, wahrscheinlich hat er das, denn den im Sommer erschienenen Film sah – im Gegensatz zum Konkurrenten “Wicked” – kaum jemand im Kino.

Doch selbst das hat ja Tradition, dass man sich in Hollywood Preise für besonders erfolglose Produkte zuschiebt. Im Fall von “Emilia Pérez” aber sprach neben dem Verlust an der Kinokasse (ein Einspielergebnis von weniger als 10 Millionen Dollar bei Produktionskosten von über 25 Millionen) vor allem auch das Thema für einen Preis. Denn der Film erzählt die Geschichte von einem mexikanischen Drogenbaron, der eine Geschlechtsumwandlung durchläuft und als Frau eine NGO gründet.

Einer der Höhepunkte des Trans-Films (ein Propagandaprodukt, das sich als Film identifiziert; Anm. d. Aut.) ist ein musicaltypisches Lied, in dem die bevorstehende Geschlechtsumwandlung, inklusive Scheidenplastik zur Erstellung einer sogenannten Neovagina lustig besungen wird. Dabei sollte festgehalten werden, dass der musikalische Teil qualitativ dem Inhalt um nichts nachsteht.

Die Golden Globes haben somit wieder eindrucksvoll ins Gedächtnis gerufen, wie irrelevant Hollywood mittlerweile ist. Die Titanic der Unterhaltungsindustrie hat nicht nur den Eisberg gerammt, sondern sinkt rapide – Vorschiff voraus. Doch nur wenige Ratten verlassen das sinkende Schiff, stattdessen versammeln sie sich alle zu einem letzten Glas Champagner rund um die Kapelle und stoßen noch ein letztes Mal unter gegenseitigen Versicherungen der Unsinkbarkeit des Kahns aufeinander an.

Es ist ein befremdliches Schauspiel, doch mit der nötigen Distanz womöglich noch immer das unterhaltsamere, als jene Streifen, die Hollywood unter größten Mühen nach wie vor hervorbringt.

Wer also noch einmal so richtig unterhalten werden möchte, der sollte schon einmal einen Popcorn-Vorrat anlegen, denn wenn am 2. März die diesjährige Oscar-Verleihung unter der Präsidentschaft von Trump abgehalten wird, darf man sich bereits auf die zahlreichen Durchhalteparolen und Krokodilstränen der abgehalfterten Reichen und Schönen freuen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Preisverleihungen selbst zur “besten Komödie” gekürt werden. TE

“Hurerei, Wein und Most nehmen den Verstand weg.” Hos.4,11

„Der Verlust von Scham ist das erste Zeichen des Schwachsinn.“
Sigmund Freud ??

Kommentare

  1. Ursula Schönauer

    Suchtpraevention49@gmail.com Lieber Alois Böck, ich lese gerne auf dieser Seite Vielen Dank!
    Ich möchte in unsere 10 000 mal gedruckte Broschüre “Anders helfen”
    Gerne Soulsavers bewerben?
    Hab von Markus Finkel öfters Büchlein bestellt
    Jetzt Kontakt verloren? Warum?
    Bitte, schreib mir!
    Ursula Schönauer
    Carl-Ritter Str. 8
    85049 Ingolstadt
    Tel 0174 99 13 467
    http://www.elternkreis-ingolstadt.de
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