Große Aufregung in der Oldenburger Kirchengemeinde, der Gottesdienst sonntagmorgens soll aufgehoben werden.

Große Aufregung um die Pläne der Oldenburger Kirchengemeinde, in der Versöhnungskirche den Gottesdienst sonntagmorgens aufzugeben und stattdessen abends spirituelle Treffen mit externen Gästen anzubieten.

Wollen die Gläubigen aus der Versöhnungskirche eine religiöse Andacht besuchen, müssen sie per Fahrdienst in ein anderes Gotteshaus.

Jetzt schaltet sich Pastor Olaf Latzel (52) ein. Über Besucherschwund kann sich der Geistliche in seiner evangelischen St.-Martini-Gemeinde nicht beklagen. Jeden Sonntag drängen sich ca. 500 Gläubige in die 400 Menschen fassenden Bänke.

Latzel zu BILD: „Den traditionellen Gottesdienst am Sonntagmorgen aufzugeben ist das Gleiche, als wenn ein Fußballverein es aufgibt, gegen den Ball zu treten! Wo das Wort Gottes klar verkündet wird, sind die Kirchen voll!“

Wo das nicht der Fall ist, sei es der falsche Weg, den treuen Gemeindemitgliedern noch den traditionellen Gottesdienst am Sonntagmorgen zu nehmen.

Latzel: „Es ist ein genereller Prozess, der da um sich greift. Wenn man die Bibel in Frage stellt, das Wort Gottes nicht mehr konsequent verkündet und die Arbeit auf sozialdiakonisches Handeln reduziert, muss man sich nicht wundern, wenn die Gläubigen weg bleiben.“

Genau das passiert aber in Oldenburg. Statt der klassichen Andachts-Liturgie mit Predigt und Segen soll dort künftig über Politik, Gesellschaft und Kultur debattiert werden.

Für Latzel geht es aber auch um mehr, als die bloße Anzahl der Kirchenbesucher. Gemeindearbeit erfolge zur Ehre Gottes.

Er sagt: „Wir müssen nicht den Leuten gefallen, sondern wir tun das für Gott. Ich arbeite für ihn, nicht primär für die Kirche. Ich versuche, Gott zu dienen, wie es in der Bibel steht.“ Bild.de

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