Hedonismus? Eskapismus? Wieso ist Techno seit 30 Jahren populär?

Vor über 30 Jahren über Nacht wurde die brachial-minimalistische Technomusik zum Mainstream. Zu dieser sinnentleerten Mucke, zu diesem faden und brachial-minimalistischen Bumm-Bumm-Getöse kann einfach jeder tanzen. Techno ist bis heute in unserer westlichen Welt die wahrscheinlich dominierende Musik in den Discos. Die bekanntesten Stilrichtungen sind wohl Trance, Hard Trance, Gabber, Goa, Psytrance, minimal, etc. Alle diese Stile unterscheiden sich ziemlich stark voneinander. Es ist also für jeden Raver etwas dabei. Das Gefühl und die Suche nach endloser Ekstase zieht die Kids in ihren Bann. Musik die scheinbar endlos ist, die Nächte nicht aufhören lassen. Man tanzt in den Morgen hinein. Afterhours und 30-Stunden-Raves sind keine Seltenheit. Da können Rockbands nicht mithalten.

Techno spricht, wie der Grossteil der E-Musik, vor allem unseren Körper an. Der meist schnelle Beat beginnt den Menschen zu leiten und die Wechsel und Nebentöne drängen den Hörenden wie in einer Welle in die Richtung, die der Musiker (DJ bzw. Songwriter) es vorgesehen hat.. Es führt zu einem tranceartigen Zustand in dem man nicht mehr selbst Herr seiner Sinne ist. Und der Rhythmus, die Lautstärke usw. führen zu Hormon-Ausschüttungen, zusammen mit der körperlichen Anstrengung beim Tanzen und all den Drogen.
Das und vieles mehr macht den anhaltenden Erfolg von Techno und von vielen seiner musikalischen Vorgänger aus.

Es ist nicht alles Gold was rumst: Gary D. war als Techno-DJ eine Legende. Vor Jahren ist er plötzlich verstorben.
„Er war einer der bekanntesten Techno-DJs Deutschlands und galt sogar als einer der Erfinder dieser Musikrichtung. Nun ist Gerald Malke – besser bekannt unter seinem Künstlernamen Gary D. – tot. Im Alter von nur 52 Jahren starb er an einer Lungenembolie, wie sein Plattenlabel DJs Present auf seiner Homepage mitteilt.„Es ist ein Schock, der so völlig unerwartet kam. Mitten an der Arbeit an einer Produktion (D.Trance 76)“, heißt es dort. „Der Verlust dieses großen Künstlers“ sei für das Label nicht fassbar, „weil es nicht zu begreifen ist“. (Abendzeitung.de)Seinen Drogentod? reiht er sich in die lange Liste von Prominenten ein, die nach einer Überdosis oder dem Missbrauch von Medikamenten und Alkohol ihr Leben lassen mussten. Wir gerne würden sagen R.I.P. Aber „Peace in Heaven“ gibt es nur mit Jesus.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.